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Bogenjagd => Sonstiges (Jagd) => Thema gestartet von: Bogen72 am 05.02.19, 17:24

Titel: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Bogen72 am 05.02.19, 17:24
Moin moin,
in Brandenburg wird geprüft ob die Wildschweine in der Stadt mit dem Bogen erlegt werden dürfen.

https://www.jagderleben.de/

Bin gespannt was dabei rüberkommt.

LG Volker
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Wolverine am 05.02.19, 19:54
oh je und wer soll das tun ? das Verbot der Bogenjagd gibt es nicht erst seit 1976, das kam viel früher, da hatte einer Angst, dass seine Hirsche in den Rominten gewildert werden.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: spitfire am 05.02.19, 22:15
Also dass der Morphium-Hermann die Bogenjagd verboten hat, wusste ich nicht, interessant. Abgesehen davon, ist die Bejagung im Stadtgebiet mit Pfeil und Bogen wegen der reduzierten Hinterlandgefährdung  gegenüber der Kugel zwar sinnvoll, aber ich denke, die Armbrust wäre wohl vorzuziehen.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: AST am 05.02.19, 23:07
Wie war denn das Jadgdrecht hinsichtlich Bogenjagd in der damaligen DDR?
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Karly am 06.02.19, 13:44
Der einzig Sinnvolle Weg ist in dem Fall die Jagd mit einem Bogen Armbrust.
Da befriedeter Bezirk und geringere Hinterlandgefärdung.

Und aus meiner Sicht sicher ein Einstieg für spezialisierte Jäger.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: ragnar am 06.02.19, 17:31
Zitat von: Karly am 06.02.19, 13:44in dem Fall die Jagd mit einem Bogen Armbrust.
Ich schätze, du meinst mit Bogen oder Armbrust.
Obwohl ich generell zustimme, sehe ich einen überwältigenden Bürokratieschwall folgen - so wie ich die Deutschen kenne ...
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Karly am 06.02.19, 17:58
Genau Bogen / Armbrust wären für mich das Gerät welches dafür geeignet wäre.




Den Bürokratieschwall wird es auf jedenfall geben.. Aber ich würde da das Französische Modell übernehmen wollen..>>>
Sobald Klinge aufgeschraubt ist muss eine Jagdscheinnummer auf dem Pfeilschaft wasserfest Geschrieben stehen.

Und Voraussetzung wird wohl der Deutsche Jagdschein sein eventuell mit einer zusätzlichen Ausbildung zum Bogenjagen.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: c70bear am 07.02.19, 10:05
ich würd mir keine Sorgen machen das die Wildschweine jetzt für Bogenjäger freiwild sind ;-)

da werden dann sicher 1-2 staatliche Oberjäger den Auftrag bekommen
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Karly am 07.02.19, 10:47
Zitat von: c70bear am 07.02.19, 10:05...
da werden dann sicher 1-2 staatliche Oberjäger den Auftrag bekommen

Bei der Menge der Schweine und der Angst vor der ASP sehe ich das eher nicht so...

Wenn man schaut wie Wildschweinsichere Mülltonen auf den Rastplätzen verteilt werden und wie Warnschilder überall stehen....
Dänemark Kilometer lange Schutzzäune aufstellen will/wird.

Die Angst wird das schon regeln... spätestens nach dem ersten ASP Fall.

(Die Schweine sind in dem Fall die Opfer welche als Sündenbock und Grund dienen... )
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: AST am 07.02.19, 11:46
ASP hat doch erstmal nichts mit herummarodierenden Wildschweinhorden zu tun, oder? ASP hat eher was mit dem Transitverkehr aus Osteuropa zu tun... auch wenn einige Entscheidungsträger die Verantwortung für die Ausbreitung gerne auf andere abwälzen möchten.

Das Problem, dass die Wildscheinpopulation teilweise überhand nimmt, gibt es schon ein paar Jahre.
Die bisherigen Massnahmen zur Begrenzung des Bestandes funktionieren bislang nur eingeschränkt - ob das jetzt an der Intelligenz der Tiere oder den gewählten Methoden liegt das ist  ?.
In Brandenburg wird jetzt eine neue Methode zur Bejagung diskutiert, die speziell für bewohnte Gebiete (Ortschaften, Städte) geeignet erscheint.  Meiner Meinung nach, ist die Jagd mit dem Bogen in den bestehenden Strukturen nicht ausreichend geeignet, die Problematik als solches zu lösen, sondern lediglich lokal wird es kleine "Erfolge" geben, wenn überhaupt?

Um die Überpopulation der Wutze in den Griff zu bekommen, muss weiter geschaut werden, ob es  nicht etwas gibt, dass dieses Problem wirklich lösen kann.

My 2 cents
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: ragnar am 07.02.19, 12:03
Zitat von: AST am 07.02.19, 11:46Um die Überpopulation der Wutze in den Griff zu bekommen, muss weiter geschaut werden, ob es  nicht etwas gibt, dass dieses Problem wirklich lösen kann.
Meine Zustimmung.
Wobei es sich meistens erwiesen hat, das menschliche, speziell staatlich/bürokratische "Lösungen" im Endeffekt das Problem nur verschlimmert haben. Dann waren allerdings schon neue Bürokraten am Ruder, oder staatlich finanzierte Experten haben des Problem wegdiskutiert.

Eine unbürokratische Autoregulation der Population würde entsprechende Raubfeinde voraussetzen.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Karly am 07.02.19, 14:11
Die Sauen sind ein Hausgemachtes Problem...

Maisfelder bis an den Waldtrauf und eine mehr als Verdoppelung des Maisanbaues in den letzten Jahren...
Aber das ist nur meine Meinung...

Die ASP ist auch ein Mensch gemachtes Problem und wird auch vom Menschen verteilt. Wie sonst könnte man sonst die Fälle in Belgien erklären.. Osteuropäischer Virenstamm der Deutschland überfliegt ?


Was mich Interressieren würde was Entsprechende Raubfeinde sind ? Etwa die von den Wolfskuschlern erwähnten Wölfe ?

Ich habe da starke Zweifel das diese auf ne Wehrhafte Sau losgehen,,,, Und Erfolgreich sind ;)
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Karly am 07.02.19, 14:19
Und hier eine aktuelle Karte mit den Registrierten Fällen...
https://www.fli.de/fileadmin/FLI/Images/Tierseuchengeschehen/afrikanische-schweinepest/Karten/2019/Map_ASP_2019-02-05_10-00..jpg

Was hier nicht erfasst wird sind Weißrussland und rest Russland..


Und sollte irgendjemand dem Bauernverband stecken das Bogenjagd gegen Sauen hilft.. Das wäre dann eine Starke Lobby FÜR die Bogenjagd ;)
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Absinth am 07.02.19, 14:50
Zitat von: Karly am 07.02.19, 14:19...
Was hier nicht erfasst wird sind Weißrussland und rest Russland..
...


Nur zur weiteren Ergänzung und etwas globaler....

https://www.agrarheute.com/tier/schwein/afrikanische-schweinepest-aktuellen-faelle-536254



Habe es nebenan auch schon gepostet und passt m.M.n. hervorragend zum Thema, Kleinmachnow ist (fast) überall...

https://www.youtube.com/watch?v=NvDoqDNPrvk&app=desktop


Mal gucken, bin ja mal gespannt, was/wie in Brandenburg entschieden wird.


Beste Grüße,
Absinth
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: ragnar am 07.02.19, 15:28
Zitat von: Karly am 07.02.19, 14:11Was mich Interressieren würde was Entsprechende Raubfeinde sind ? Etwa die von den Wolfskuschlern erwähnten Wölfe ?
Glaube ich weniger - daß die Sauen/Keiler recht wehrhaft sind, ist mir bewußt.
Was ursprüngliche Raubfeinde der Wildschweine in Mitteleuropa betrifft, bin ich relativ unwissend.
Ich vermute allerdings, es in DE nicht durchsetzbar wäre, ein Raubtier anzusiedeln das allein einen ausgewachsenen Keiler überwältigen kann.

Die Futtersituation (Maisfelder) wären der zweite Hebel.
Das die Bauernlobby da kaum Abstriche machen will, könnte angehenden Bogenjägern zum Vorteil gereichen.
Nur laut gedacht...
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: roscho am 07.02.19, 15:50
Zitat von: Karly am 07.02.19, 14:11Die Sauen sind ein Hausgemachtes Problem...

Maisfelder bis an den Waldtrauf und eine mehr als Verdoppelung des Maisanbaues in den letzten Jahren...
Aber das ist nur meine Meinung...

Die ASP ist auch ein Mensch gemachtes Problem und wird auch vom Menschen verteilt. Wie sonst könnte man sonst die Fälle in Belgien erklären.. Osteuropäischer Virenstamm der Deutschland überfliegt ?


Was mich Interressieren würde was Entsprechende Raubfeinde sind ? Etwa die von den Wolfskuschlern erwähnten Wölfe ?

Ich habe da starke Zweifel das diese auf ne Wehrhafte Sau losgehen,,,, Und Erfolgreich sind ;)

Ich stimme dir zu das Sauen ein hausgemachtes Problem sind.

Nach aktuellen Studien aus Italien machen Wildschweine aber 49% der Nahrung der dortigen Wölfe aus, gefolgt von Rehen (24%) und Hasutieren (18%)
(Eur J Wildl Res (2017) 63: 9) "What does the wild boar mean to the wolf?"


Natürlich nicht ausgewachsene Keiler und Bachen sondern Frischlinge und Überläufer.

Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Absinth am 07.02.19, 19:34
@All: Ist es denn wohl denkbar, dass sich die hier in Deutschland wieder heimisch werdenden Wölfe auch irgendwann hauptsächlich von Wildschweinen ernähren, welche sie auch selbst erbeuten können, eben halt so wie in Italien? Im Moment sieht dies ja etwas anders aus bzw. ist dies womöglich auch regional bedingt und hat womöglich vielfältige Gründe bzw. scheint dieser Zusammenhang wesentlich komplexer zu sein - als jenes, dass, der Wolf lediglich seinen Speiseplan neu betrachten sollte.?


BG. Absinth
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: roscho am 07.02.19, 20:15
@Absinth: deutsche Daten von 2016 - den Originalartikel such ich noch raus

https://www.nrw-wolf.de/nahrung-des-wolfes/
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Absinth am 07.02.19, 20:26
Ja, diese Übersicht kenne ich und da steht halt das Reh an erster Stelle, deshalb meine Antwort #16.


Danke und besten Gruß,
Absinth
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Bogenpeter am 08.02.19, 09:50
ZitatIch habe da starke Zweifel das diese auf ne Wehrhafte Sau losgehen,,,, Und Erfolgreich sind 
... leider finde ich auf die Schnelle nicht den Film ,,Wolfsrudel gegen amerikanisches Bison". In meiner Erinnerung 4h und danach war der Leitwolf zu kaputt zum Essen. Dem Rest hat das riesige gehörnte Tier lecker geschmeckt. Seit dem Video bin ich gegen Wölfe in Deitschland :-)

Und dann werden die locker mit so einem kleinen Keiler von 150 kg und 15 cm Waffen fertig... der Bison war fit und nicht dumm, aber am Ende hatte er keine Chance gegen die extrem organisiert vorgehenden Wölfe.

Ah, und ich bin für Bogenjagd... was soll denn das Kommentar bzgl Armbrust im Bogenjagdbreich :-(
Peter
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Karly am 08.02.19, 10:50
Zitat von: Bogenpeter am 08.02.19, 09:50[

Ah, und ich bin für Bogenjagd... was soll denn das Kommentar bzgl Armbrust im Bogenjagdbreich :-(
Peter

Die Armbrust ist für die welche nicht mit dem Bogen Jagen können ;)
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: ragnar am 08.02.19, 12:16
Zitat von: Bogenpeter am 08.02.19, 09:50... leider finde ich auf die Schnelle nicht den Film ,,Wolfsrudel gegen amerikanisches Bison". In meiner Erinnerung 4h und danach war der Leitwolf zu kaputt zum Essen. Dem Rest hat das riesige gehörnte Tier lecker geschmeckt. g... der Bison war fit und nicht dumm, aber am Ende hatte er keine Chance gegen die extrem organisiert vorgehenden Wölfe.
...
Das will ich erst selbst sehen. Und damit meine ich nicht den Film.
Wölfe jagen üblicherweise das schwächste Tier, um Aufwand und Gefahr zu minimieren. Und den Gesundheitszustand ihrer Beute können sie auch noch nach Stunden an Hand einer hinterlassenen Spur feststellen.
Selbst wenn der Leitwolf anfangs zu fertig ist, die Tiere erholen sich schnell, und setzen die Rangordnung durch.

ZitatSeit dem Video bin ich gegen Wölfe in Deitschland :-)
In der Natur paßt sich die Größe eines Rudels an die Reviergröße und die vorhandene Beute an. In dicht bewaldeten Gebieten mit höherer Dichte an kleinem Wild werden auch die Reviere und Rudel kleiner.

ZitatUnd dann werden die locker mit so einem kleinen Keiler von 150 kg und 15 cm Waffen fertig...
Damit relativiert sich auch dieser Umstand. Übrigens haben Jäger (zumindest) noch im Mittelalter Keiler als gefährlicher eingeschätzt als Bären.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Kuckingen am 08.02.19, 12:30
Das Wölfe das schwächste Tier jagen ist inzwischen widerlegt. Dazu gibt es hervorragende Studien aus Kanada und Alaska und anderen Naturschutzgebieten.
Daher ist es glaubwürdig, dass ein Rudel Wölfe ein Bison erlegen.

Die Wildschweine in Italien sind eine solch starke Plage geworden, dass jeder Landwirt diese schießen darf ohne Jagdschein. Quasi Selbstverteidigung. Infos die ich dazu gehört habe von befreundeten Italienern. Italien kann seinen gesamten Schweinefleischbedarf aus Wildschwein decken.

Acker locken Tiere an. Hausgemacht, naja, jeder will Essen und ich werde jetzt nicht anfangen, das komplexe Thema Landwirtschaft noch zu erklären und der äußerst ungünstigen Verteilung von Landwirtschaftlich genutzter Fläche und was davon Acker ist usw. Das wäre ein eigenes Thema und ist leider zu ideologisch aufgeladen.

 
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Karly am 08.02.19, 12:38
Die Wildsau ist unser wehrhaftestes Tier ...

Auf Nachsuchen gehe ich die restlichen paar Meter mit Waffe im Anschlag auf das Stück zu.
Sieht manchmal Theatralisch aus, erspart aber viel Ärger und Schmerzen.
Genauso bei Wildunfällen.. Verletzte Sauen sind sehr ...sagen wir mal... PISSED !

Was mich immer wieder wundert das sich die Leute nicht bewusst sind das Schweine gefährlich sind ..
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: ragnar am 08.02.19, 13:33
Zitat von: Kuckingen am 08.02.19, 12:30Das Wölfe das schwächste Tier jagen ist inzwischen widerlegt. Dazu gibt es hervorragende Studien aus Kanada und Alaska und anderen Naturschutzgebieten.
Ohne das zu kommentieren ...
ZitatDaher ist es glaubwürdig, dass ein Rudel Wölfe ein Bison erlegen.
Das eine schließt das andere nicht aus. Raubtiere reißen das Beutetier mit dem optimalen Kosten/Nutzen-Verhältnis. Die Kosten bei gesunden, wehrhaften Tieren sind relativ hoch.
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: AST am 08.02.19, 16:55
Ja ihr habt sicher beide Recht....aber jenseits von Naturforschung und Naturfilmen geht es hier doch darum, dass es in brandenburger Städten Probleme mit Wildschweinen gibt und dort für spezielle Gebiete die Bogenjagd als Gegenmaßnahme in Betracht gezogen wird.

Ob jetzt die brandenburger Städte ihre Probleme mit Wildschweinen gegen Probleme mit Wölfen eintauschen möchten, da hege ich so meine Zweifel....
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Achtbaeren am 08.02.19, 17:35
danke Ast!

Micha
Anmerkung des Verfassers, schaut euch Mal den Beitrag auf NTV an:
Titel: Äste sind gefährlicher als Wölfe in Deutschland.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: ragnar am 08.02.19, 23:35
Zitat von: AST am 08.02.19, 16:55Ob jetzt die brandenburger Städte ihre Probleme mit Wildschweinen gegen Probleme mit Wölfen eintauschen möchten, da hege ich so meine Zweifel....
Die Wölfe kommen von selbst - von Polen her eingewandert. Aber bei weitem nicht genug, um ein Wildschweinproblem zu lösen.
Und selbst wenn, bevorzugen sie die leichteste Beute. Ich bezweifle, daß da viele Wildschweine dabei wären.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: AST am 09.02.19, 01:01
Scheinbar sind hier einige auf  Schweine und Wölfe fixiert.....
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Bogenpeter am 10.02.19, 18:15
Für alle, die mit dem Wolf kuscheln wollen: bison-gegen-wolf  (https://www.spiegel.tv/videos/162514-bison-gegen-wolf).
Dazu noch der Artikel https://www.welt.de/geschichte/article185448144/Wolfs-Angriffe-Als-Woelfe-sich-selbst-in-Staedten-ihre-Opfer-holten (https://www.welt.de/geschichte/article185448144/Wolfs-Angriffe-Als-Woelfe-sich-selbst-in-Staedten-ihre-Opfer-holten.html)
Man sollte einfach überlegen, ob es eine gute Idee ist, ein Raubtier in einem dicht besiedelten Gebiet anzusiedeln. Nicht mehr und nicht weniger...
Gruß Peter
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: AST am 10.02.19, 19:32
Man sollte einfach überlegen, ob man thematisch noch bei der Sache ist!

1. Deutschland (Brandenburg)
2. Probleme mit Wildscheinen die bis in Wohngebiete "übergriffig" werden (Bestand an Schwarzkitteln in Brandenburg wird auf min. 200000 geschätzt)
3. Massnahmen speziell in Wohngebieten geeignet - andere Bejagung führt zu min. 75000 erlegten Tieren

Eine von den möglichen Massnahmen ist, den Bogen (incl. der Pfeile ;) ) mittels Ausnahmegenehmigung zur Jagd zu zulassen: siehe Überschrift "Bogenjagd".

Was das Ganze mit Wölfen zu tun hat (ausser einer ironischen Behauptung man sollte doch Wölfe ansiedeln, statt mit dem Bogen zu jagen), erschliesst sich mir nicht - vor allem, da es in Brandenburg noch nicht mal 200 Wölfe gibt.
Bitte in diesem Thread beim Thema bleiben!

Wenn man Infos und Ansichten  über irgendwas (z.B. Wölfe) austauschen möchte, bitte einen eigenen Thread eröffnen ... oder per PM oder gar per mail kommunizieren.


Alles was jetzt hier noch zu Wölfen kommt, kommt in den Papierkorb!
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Absinth am 10.02.19, 20:37
Bezüglich des EP und des Themas überhaupt, hier mal etwas aus der dortigen Presse um, evt. zu erahnen, worum es dort in etwa geht....


https://www.google.com/amp/m.maz-online.de/amp/news/Lokales/Potsdam/Nach-neuen-Videos-Stahnsdorf-und-Kleinmachnow-wollen-Wildschweine-mit-Pfeil-und-Bogen-jagen


....und evt. hilft es ja bei der Erstellung von weiteren Beiträgen oder, wir warten halt geduldig ab - was das entsprechende Ministerium entscheidet.

Die Wildschweine haben gar den Garten der Bürgermeisters "umgegraben".... :-(


Beste Grüße,
Absinth
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Bogenpeter am 10.02.19, 21:26
@Ast: sorry, du hast recht. Das was zu viel Off-Topic von mir.
Peter
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Uller am 11.02.19, 05:52
Nun...das Konzept dort...ist definitiv auf dem Holzweg....

Die politisch Verantwortlichen.......setzen ihre Karriere aufs Spiel....

Geschieht ihnen auch recht......werden sie doch hoffentlich für ihren Nonsens bestraft....

Die ganze Diskussion um ein selbstgemachtes "Wildschweinproblem" zeugt von völliger fachlicher Inkompetenz der Beteiligten vor Ort...

Viel zu spät wurde ein vermeintliches  Problem überhaupt erkannt und jetzt wird nach dem Strohhalm gesucht.....

Da hat nun der Berliner Vorstadtvegetarier ein Schweineproblem....nu....vielleicht ist im Schlafzimmer noch Platz zum kuscheln...

Vor rund 70 Jahren....wären die Ferkel ein Segen gewesen... jetzt.... sollen sie Fluch sein ?

Shit hapens !

Titel: Re: Bogenjagd in Deutschland
Beitrag von: AST am 11.02.19, 13:16
Schauen wir mal, was daraus wird?

Die Bogenjagd wird nicht das erfüllen können, was die Betroffenen und Verantwortlichen sich davon versprechen:

- Lizenzierte Bogenjäger wird es in Brandenburg nicht viele geben und die wenigen, die es geben wird, können nicht überall sein und sie werden die Bogenjagd nicht als Full Time Job machen.....
Wenn es genügend Berufsjäger in den betroffenen Gebieten geben würde, könnte auch schon jetzt eine effektivere Wildschweinbekämpfung stattfinden (wollen das aber alle Revierinhaber?)

- Einzelne Entnahmen (Erfolge) durch Bogenjäger wird es sicherlich geben. Aber es müssen auch die "richtigen" Tiere aus der Rotte entnommen werden. Die Entnahme von Frischlingen und ÜL müsste eigentlich vorne an stehen....


aber wie schon geschrieben, mal schauen wie "das Amt" entscheidet?




Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Karly am 11.02.19, 13:52
Aus meiner Sicht ist Bogenjagd nur in den Gebieten SINNVOLL wo es mit der Büchse nicht geht[Wohngebiete/Friedhöfe].

Die Vorteile liegen klar auf der Hand:
Kein Schußknall (Beim Schalldämpfer gibt es immer noch den Überschallknall)
Keine Hinterlandgefärdung
Vergrämung der übrigen Schweine
Geringe Reichweite der Bogenwaffe.


Zudem sollte auch eine Aufklärung der Bevölkerung stattfinden .... Die Schweine machen nur das was ihnen von Natur aus gegeben ist... Sie beschaffen sich Nahrung..Auf dem einfachsten weg den es gibt...
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: ragnar am 11.02.19, 14:32
ZitatDie Schweine machen nur das was ihnen von Natur aus gegeben ist... Sie beschaffen sich Nahrung..Auf dem einfachsten weg den es gibt...
Genau. Leider kümmern sich die dummen Schweine einen Dreck um die Regeln und Gesetze der Bürokraten.
Und eine Monokultur von "Nutzpflanzen" wird immer Attacken von "Schädlingen" nach sich ziehen. Das ist eben die Natur der Dinge.

ZitatGeringe Reichweite der Bogenwaffe.
Nur so: für meinen Compound habe ich einmal 430m gemessen. Bei nur 55#, und etwa 7 gpp.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Mercenario am 11.02.19, 14:57
Immer noch gering wenn man bei einer Gewehr ohne Kugelfang von 1500 Metern Gefährdungsbereich ausgeht
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: ragnar am 11.02.19, 15:20
Zitat von: Mercenario am 11.02.19, 14:57Immer noch gering wenn man bei einer Gewehr ohne Kugelfang von 1500 Metern Gefährdungsbereich ausgeht
Ich weiß. Aber immer noch außer Sichtweite (üblicherweise), und ca. eine Zehnerpotenz weiter als die sichere Schußentfernung.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Karly am 11.02.19, 16:07
Hmm als Jäger achte ich auf einen Kugelfang/Pfeilfang.... Somit sind solche Distanzen nicht zu erreichen...
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: AST am 11.02.19, 17:42
ragnar träumt halt von fliegenden Schweinen..... bei dem Abschusswinkel und man trifft nicht ;)
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Bogen72 am 11.02.19, 17:56
Kugelfang in der Stadt ist schwierig, Hochsitze hat man nicht, da muß man vom Fenster runter schiessen, dann vielleicht, wenn da ein harter Belag ist hat man Abpraller die unkontrolliert durch die Gegend fliegen, mit großen Kalibern, ist das eine schwierige Sache, wobei der Schalldämpfer gut ist, es ist ein Knall wie vom KK zu hören.

Ein Compound hat eine höhere Energie als die Armbrust, Uni Münster hat das mal untersucht, finde leider den Link nicht mehr.
Die W- Schweine sind schlau, wenn die mitkriegen das sie beschossen werden, spricht sich das bei den Schweinen schnell rum und die werden vorsichtiger, man sollte es probieren.


Sind hier keine Bogenjäger mit Erfahrung, ich kenn die Bogenjagd leider nur von Bekannten die in Ungarn, Kanada, Spanien und Afrika jagen waren, wobei ein Wildschwein mit Kill- oder Lungentreffer (mit Brodhead) keinen großen Fluchtweg hat.


Für die Bogenjagd in D ist dieser Antrag eine positive Werbung, dank an die PR Schweine, grunz grunz
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: ragnar am 11.02.19, 18:05
Zitat von: AST am 11.02.19, 17:42ragnar räumt halt von fliegenden Schweinen..... bei dem Abschusswinkel und man trifft nicht ;)
Realistisch gesehen sind Fehlschüsse und Abpraller nicht ausgeschlossen. Das sollte der Schütze u.U. beachten (muß er aber nicht ...  :evil: ).

Und: "With sufficient thrust, even pigs can fly ..."
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Bogen72 am 11.02.19, 18:22
Uni Münster gefunden

http://www.gunfun.de/Pfeilverletzungen.pdf
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: AST am 11.02.19, 22:17
Zitat von: ragnar am 11.02.19, 18:05...
Und: "With sufficient thrust, even pigs can fly ..."


Hat da wer dran gezweifelt 8)

Abpraller und Fehlschüsse gibt es immer und überall genauso wie es keine absolute Sicherheit gibt....

Handeln ist eine Frage der Situation und Risikoabwägung.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Uller am 11.02.19, 23:57
Eine Sau, selbst mit einem sauberen Herz/Lungendurchschuss kann immer noch mehrere hundert Meter zurücklegen...

Ich jage seit 35 Jahren, davon 16 als Berufsjäger.

Ich habe als Schweißhundführer Sauen mit Top-Schüssen bis 300 Meter nachgesucht...

Das...ist in der Stadt sicher nicht gewollt !

Die "Hinterlandgefährdung" kann auch bei einem Pfeil nicht ohne sein....ihr wisst alle, wo Pfeile landen können, wenn sie irgendwo anschlagen....nichts anderes kann auch bei Durschschüssen auf schwache Ferkel passieren !

Nicht wieder auffindbare Jagdpfeile, stellen langfristig eine Gefahr für Mensch und Tier dar...im dicht besiedelten Bereich erst recht...

Da, um bei einer solchen Stadtpopulation überhaupt einen reduzierenden Einfluss zu haben, ausnahmslos Frischlinge erlegt werden sollten, gehören diese mit der .22LfB und Schalldämpfer sauber auf die Teller geschossen....
Nur so bleibt ein Wildschwein garantiert am Platz.

Nicht "waidmännisch"....aber aus meiner Sicht die einzig gangbare und sicherste Methode ...

Die Bachen werden lernen, dass das ausgesuchte "Revier" zu gefährlich für den Nachwuchs ist und sind so am ehesten zu vergrämen...



Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Karly am 12.02.19, 10:22
Zitat von: Bogen72 am 11.02.19, 17:56wobei der Schalldämpfer gut ist, es ist ein Knall wie vom KK zu hören.


Könntest mal vorbeikommen und das meiner 8x57is und der .444 Marlin erklären das sie immer noch zu Laut sind ?
Bitte Bitte...
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Karly am 12.02.19, 11:52
Zitat von: Uller am 11.02.19, 23:57Eine Sau, selbst mit einem sauberen Herz/Lungendurchschuss kann immer noch mehrere hundert Meter zurücklegen...
Ja das kann sie nach einem Schußknall durch das Adrenalin.. Der fehlt jedoch beim Pfeil...

Zitat von: Uller am 11.02.19, 23:57Ich habe als Schweißhundführer Sauen mit Top-Schüssen bis 300 Meter nachgesucht...
Das liegt locker drinn.. (Adrenalin ist da schon was heftiges)

Zitat von: Uller am 11.02.19, 23:57Das...ist in der Stadt sicher nicht gewollt !
So lange Fluchten hast du bei der Bogenjagd nicht da hier weniger Adrenalin im Spiel ist!

Zitat von: Uller am 11.02.19, 23:57Die "Hinterlandgefährdung" kann auch bei einem Pfeil nicht ohne sein....ihr wisst alle, wo Pfeile landen können, wenn sie irgendwo anschlagen....nichts anderes kann auch bei Durschschüssen auf schwache Ferkel passieren !
Ja da hast du Recht... Aber auch da ist der Schütze gefragt !

Zitat von: Uller am 11.02.19, 23:57Da, um bei einer solchen Stadtpopulation überhaupt einen reduzierenden Einfluss zu haben, ausnahmslos Frischlinge erlegt werden sollten, gehören diese mit der .22LfB und Schalldämpfer sauber auf die Teller geschossen....
Nur so bleibt ein Wildschwein garantiert am Platz.

Nicht "waidmännisch"....aber aus meiner Sicht die einzig gangbare und sicherste Methode ...


Da sind wir selber Meinung bis auf das Kaliber, ich würde da eher ne 308 subsonic nehmen... weil gemütlicher unterwegs als ne .22 ;)

Zitat von: Uller am 11.02.19, 23:57Die Bachen werden lernen, dass das ausgesuchte "Revier" zu gefährlich für den Nachwuchs ist und sind so am ehesten zu vergrämen...


Genau das sollte das Ziel sein... Vergrämung und nicht Ausrottung...
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Uller am 12.02.19, 15:10
Schau Dir bitte diverse Videos zum Thema an....

Hier nur ein Beispiel....diese , überwiegen wohl Farmschweine dürften ein ähnliches Verhalten wie Stadtsauen an den Tag legen...und doch, Totfluchten gibt es natürlich auch beim Pfeil....

Nur ein Beispiel....[url="https://www.youtube.com/watch?v=4cOR94n0KFY"[/url]

Und...die 308 eben gerade wegen der größeren Masse und Splittergefahr nicht...

 ;)
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Bogen72 am 12.02.19, 16:33
die Bogenjäger mit denen ich gesprochen habe erzählten mir was von kurzer Fluch, das sind für mich die Praktiker.
Ich hab mit Phil, hat ne Farm in  Namibia, telefoniert, der hat einen Büffel, unter 20m, mit dem Compound geschossen, der hat ihn nach dem Schuss angeguckt und ist umgefallen. Sein Wasserbock hat er auf 30m von vorne geschossen, als mein Einspruch kam, bekam ich zu hören " man muss schon wissen was man tut"
Er hat mir ne Liste/Bilder der Anatomie von afrikanischen Tieren geschickt, sein Spruch, du musst wissen wie die Anatomie der Tiere ist wenn du sie jagen willst, 
Ich war von den Socken die haben das Herz über dem Vorderlauf, nicht wie die europäischen Viecher dahinter.
 
Jagen mit dem Bogen oder dem Gewehr ist nicht zu vergleichen. Es gib in den beiden Kategorien Jäger die ihr Handwerk verstehen, die Anderen gibt es leider auch.

Hoffen wir das die Brandenburger sich für die Bogenjagd entscheiden können, dann wissen wir bald mehr und verlaufen uns nicht in Jagdtheorien, Halbwissen ist kein guter Berater.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Gundog am 12.02.19, 17:19
Ich habe früher mal viel Damwild im Gatter "geschossen". Erlaubt mit ab .22 LFB . Nah dran und ins Haupt. Die fallen sofort um.  Bei größeren Stücken dann auch mal .222REM .  Subsonic und .308 oder so ist sicherlich auch gut weil mehr Masse da ist, da kein Wiederlader habe ich das aber nicht gemacht.
Treffen ist das beste Kaliber. Ich denke das das Fehlen eines Frilies mit dem Knall die Bache eher die Gefahr lernen läßt wie ein relativ leiser Pfeiltreffer.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Karly am 12.02.19, 17:46
Da ich mit Büchse und Bogen Jage sehe ich den Unterschied der Wirkungsweise beider Waffen.

Und ich Kenne auch den Unterschied. Aus der Praxis und nicht aus den Zeitschriften oder Youtube...
Zitat von: Uller am 12.02.19, 15:10Und...die 308 eben gerade wegen der größeren Masse und Splittergefahr nicht...
Die Rede war von Subsonic .. Bei der Geschwindigkeit splittert da nix ;)

Ich habe Bedenken das die .22lfb den Schädel eines Überläufers bei einem suboptimalen Treffer genügend penetriert.... Aber das sind nur meine Bedenken...
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: AST am 12.02.19, 18:21
... und was ist mit Fallenjagd?
Wenn man es richtig macht, hat man dann gleich mehrere auf einmal...
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Uller am 12.02.19, 19:06
Lektüre zum Saufang: www.jagderleben.de/praxis/so-gehts
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: AST am 12.02.19, 19:42
die hier sind aktueller:

(https://www.jagderleben.de/news/saufaenge-genehmigt)

(https://www.jagderleben.de/praxis/saufaenge-altes-mittel-neu-entdeckt)

(https://www.jagderleben.de/news/saufaenge-brandenburg-bleibt-tierschutz)


Kann man Wildsauen auch in sowas wie Gattern halten? Irgendwann gab es doch auch Sauparks... (Springe?)
Das wäre doch ein potentieller Bereich zur Verwertung des Fanges...da umgeht man die Massenkeulung und kann die Viecher nach Bedarf / Größe entnehmen

Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: AST am 12.02.19, 19:49
...und da ich selber bei den Wölfen gemeckert habe

bitte im Thread die möglichen Alternativen zur Bogenjagd nur kurz ansprechen - nicht ausufernd diskutieren.
Für detaillierte Betrachtungen bitte einen extra Thread eröffnen...

Es gibt für alle Methoden ein Für und Wieder...und wir werden sehen, wie sich das Thema Bogenjagd in Brandenburg entwickelt.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Greenie am 17.02.19, 22:57
Hier vielleicht ein interessanter Artikel für die Bogenjäger:

https://www.focus.de/wissen/natur/tier-drang-sogar-in-friseursalon-ein-mit-pfeil-und-bogen-bald-wildschweinjagd-vor-den-toren-berlins_id_10334599.html
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: vranzel am 18.02.19, 00:14
Sehe das Problem eher darin, saß der Bogen dann als Waffe und nicht mehr als Sportgerät geführt wird.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Karly am 18.02.19, 12:04
Das Problem ist nicht das der Bogen zur Waffe wird sondern der Pfeil!

Und die Französische Lösung ist was das angeht die Sinnvollste;
Auf jeden Pfeil wo eine Jagdklinge Montiert ist muß die Jagdscheinnummer draufstehen. Ist sie das nicht so ist das Waffenmissbrauch!Zumindest dann ein Verstoss gegen das Gesetz/Jagdgesetz.. (Muss ja alles irgendwie geregelt sein !)

Was dann ein Klingenturnier für nicht Jagdscheininhaber etwas schwieriger macht aber auch da kann man sicher davn ausgehen das der höhere Zweck wichtiger ist......oder ?
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Bogen72 am 18.02.19, 18:43
es gibt viele Bogenjäger in DK, auch dort muss eine Prüfung abgelegt werden

https://djz.de/wp-content/uploads/sites/3/old_docs/bogenjagddjz22010.pdf
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Brerahtol am 18.02.19, 19:14
Der Sinn von Klingenturnieren hat sich mir noch nie erschlossen. Die sind nur gefährlich, die Ziele werden unnötig zerstört und welchen Zweck hat es mit Klingen zu schießen, außer sich auf die Jagd vorzubereiten.
Und selbst das sollte mit gut abgestimmtem Material auch mi Scheibenspitzen möglich sein.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: AST am 18.02.19, 19:27
Ein Pfeil mit Klingen kann anders fliegen, als ein gleicher Pfeil mit Feldspitze z.B..
Ob dem so ist, kann man nur feststellen, wenn man es ausprobiert...

Ich habe bislang nur mit recht schmalen Steinspitze mal probiert und es ging ohne Probleme. Mit anderem Bogen und anderen Pfeilen würde ich vor einem Ernstfall natürlich immer erstmal testen....Mit den teilweise doch recht breiten Schneiden von Broadheads kann das doch recht tricky sein.

Bei nem Klingenturnier ist der Ansatz wahrscheinlich ein ganz anderer. Es ist die einfachste Methode, dass "Bogenjäger"  und solche, die es werden wollen, unter sich bleiben und keine "Bogensportler" teilnehmen.... 8)


... und die Bogenjäger, an welche in diesem Thread gedacht wird, die wissen bestimmt alle, wie ihre Klingenpfeile fliegen....

P.S. Das mit der Waffengesetzgebung ist zwar ein anderes Thema, aber in der Jagdgesetzgebung steht auch nur was von Pfeilen und Bolzen, nichts vom Bogen.
Bogen mit Pfeil war schon immer eine Waffe. Bogen mit Pfeil fällt nicht unter die Definition von Waffe lt. dem Gesetzestext. Deswegen wird ein Bogen nicht als Waffe gewertet.
Ich habe noch in keinem Gesetzestext gelesen, dass ein Bogen ein Sportgerät ist. Wir benutzen den Bogen mit Pfeilen überwiegend als Sportgerät aber man kann übrigens auch mit Pistolen und Gewehren Sport treiben - einiges davon sogar olympisch, wenn mich nicht alles täuscht.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Karly am 19.02.19, 11:57
Stimmt man kann mit Waffen Sport betreiben! Habe ich Jahrzehnte lang gemacht ;)

Mein Ansatz ist das nur der Jagdpfeil mit Klinge zur Waffe wird und nicht der Bogen...

Also nur wenn eine Klinge montiert ist.. Ansonst bleibt ein Pfeil ein Pfeil,,, ein Pfeil....
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Bogen72 am 08.03.19, 18:51
das Thema hat sich erledigt

https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2019/03/bundeslandwirtschaftsministerium-keine-jagd-pfeil-bogen-wildschweine.html

die Ablehnung hat leider nichts mit Sachverstand zu tun, ein ansässiger Jagdpächter mit Erfahrung Bogenjagd, hat einen Bogenjagdschein, wurde nicht zur Kenntnis genommen.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Silberpfeil am 09.03.19, 20:38
Es ist hartes Brot. Im Wild und Hund Forum existiert ein Parallelthread. Hab noch nie so viele Ressentiments und Platitüden zu lesen bekommen.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Corax am 10.03.19, 02:01
https://www.pnn.de/wildschweinplage-in-stahnsdorf-brandenburg-will-bogenjagd-erlauben/24083120.html
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Absinth am 10.03.19, 10:07
@Bogen72 und @Corax - danke euch Zwei für die Lektüre (Verlinkung).


Beste Grüße,
Absinth
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: AST am 10.03.19, 11:05
Interessant ist der Passus, warum das Bundesumweltministerium unter anderem die Bogenjagd weiterhin nicht zulässt:
Das Fleisch der mit einem Pfeil erlegten Tiere dürfe nach lebensmittelhygienerechtlichen  Vorschriften  nicht gegessen werden...

gelten da nicht seit über 10 Jahren EU Verordnungen...?
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Absinth am 10.03.19, 11:20
Interessant, jedenfalls für mich, ist auch die folgende Aussage des Ministers...

,,Natürlich muss dabei auch der Tierschutz beachtet werden, so dass die Genehmigung für eine Jagd von Wildschweinen mit Pfeil und Bogen mit einer wissenschaftlichen Begleitung verbunden sein muss."

Was meinte er wohl mit dieser "...wissenschaftlichen Begleitung..." - aber sicherlich werden wir dazu, später, auch noch etwas zu lesen bekommen.


Beste Grüße,
Absinth
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Corax am 10.03.19, 15:07
Wissenschaftliche Begleitung bedeutet jede Menge Schreibarbeit für die Jäger und am Ende einige Statistiken.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Bogenpeter am 10.03.19, 20:38
http://www.maz-online.de/Brandenburg/Ministerium-erlaubt-Bogenjagd-auf-Wildschweine (http://www.maz-online.de/Brandenburg/Ministerium-erlaubt-Bogenjagd-auf-Wildschweine)
... es scheint endlich erlaubt zu sein...
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Bogen72 am 11.03.19, 13:16
Zitat der  Märkische Allgemeine | Zeitung aus Brandenburg:
" Da die wissenschaftliche Begleitung ausgeschrieben werden soll, wird sich das Genehmigungsverfahren noch etwas hinziehen, sagt der Ministeriumssprecher."

Wäre toll wenn die Genehmigung schnell kommt, ein erste Schritt für die Bogenjagd in D.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Absinth am 11.03.19, 14:52
Okay, der nachfolgende Link ist zwar schon aus dem Februar (diesen Jahres) und beinhaltet zum Teil Aussagen aus einer anderen "Jägerschaft" - aber, m.M.n. trotzdem gut passend hier bezüglich der eigentlichen Ursache (der Wildschweinplage) für das hiesige Thema...

http://m.maz-online.de/Brandenburg/Das-sagt-der-Landesjagdverband-Brandenburg-zu-den-Wildschwein-Jagd-Plaenen-in-Stahnsdorf-Kleinmachnow


Und ja, diese "Wildschweinplagen" um Berlin herum sind schon etwas älter und ab und zu - sollten wir nicht vergessen auch mal unseren Spaß aufzupolieren...

https://youtu.be/-D2mjbrcN3A




Zitat von: Corax am 10.03.19, 15:07Wissenschaftliche Begleitung bedeutet jede Menge Schreibarbeit für die Jäger und am Ende einige Statistiken.

Und womöglich mehr - ich bin da mal gespannt.


Beste Grüße,
Absinth
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Absinth am 13.03.19, 08:34
In der Hoffnung, den tatsächlich momentanen Stand dem Thema betreffend erwischt zu haben, anbei, für die Interessierten der nachfolgende Link - zum aufmerksamen Lesen...

http://m.maz-online.de/Lokales/Potsdam-Mittelmark/Fuenf-Bogenjaeger-sollen-Wildschweine-in-Kleinmachnow-und-Stahnsdorf-jagen




Nachtrag zur Verlinkung: Um, den Artikel in Gänze lesen zu können, ist es nicht notwendig der Anmeldung in der geöffneten Verlinkung zu folgen. Die Alternative ist, man gebe in der Suchmaschine - Ministerium erlaubt Bogenjagd auf Wildschweine - ein. Die obige Verlinkung ist dann "ein" Ergebnis der Suchmaschine und dessen Quelle ist die "Märkische Allgemeine".



Beste Grüße,
Absinth
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Bogen72 am 13.03.19, 14:44
danke für den Artikel, hoffen wir das es positive Impulse für die Bogenjagd bei uns gibt.

MfG
Volker
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Wolverine am 13.03.19, 16:24
hoffentlich wird das nie genehmigt.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: 0815 am 13.03.19, 18:31
Die Jagd auf recht schusshartes Wild ist mit dem Bogen moeglich.
In Pennsylvania wurde die urbane Weisswedelplage damit "kostenneutral" fuer den Normalbuerger geloest.
Dazu wurde aber zunaechst der Bestand mit Feuerwaffen so dezimiert, dass er dann mit dem Bogen konstant gehalten werden kann.
Die Bogenjaeger zahlen Eine Lizenzgebuehr, so dass das ganze "kostenneutral" durchgefuhert wird.
Die Regulierung mit Feuerwaffen bei Nacht ist ein kostspieliges Unterfangen fuer den Steuerzahler und wiederspricht der Jagdgesetzgebung/philosophie komplett.

M.E. wird dieser Versuch nur erfolgreich sein, wenn:
1.) Die Anlieger den Jaegern Zugang zu ihren Grundsteucken gewaehren und es ermoeglichen mobile Hochstaende an Baeumen anzubringen.
2.) Aus Sicherheitsgruenden sind nur Schuesse vom Hochstand erlaubt und bei einem normalen Durchschuss die Gefaehrdung im Boden steckt. Beschraenkung der Schuesse auf unter 20m. Schusshoehe ca. 6m ueber Grund. Das ergibt gute Winkel und einen realen "Gefahrenbereich von rund 35m in einem 270 Grad Winkel.
3.) Die Waffe entweder ein Compound mit schweren Jagdpfeilen ist, oder eine Jagdarmbrust mit schweren Jagdbolzen und Zielfernrohr.
4.) Die Armbrust mit einem Nachsichtzielfernrohr waere wohl die effektivste Art. Denn, die Bogenjagd ist Jagd am Tage/ ausreichend normales Restlicht.
5.) Die Jagd wird mit Wildvergraemungsmethoden unterstuetzt. Stabile Zaeune, tief eingegraben etc.
6.) Es wird durch die Jaeger ein konstanter Jagddruck bei Tag und Nacht erzeugt, vor allem im Bereich, der "geschuetzt" werden soll.
Die Schweine werden dann in andere Bereiche ausweichen.
7.) Es muss eine signifikante Reduktion der Population erfolgen, die nicht einfach in einem halben Jahr ersetzt werden kann.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Uller am 13.03.19, 22:23
Zitat von: Wolverine am 13.03.19, 16:24hoffentlich wird das nie genehmigt.

ist es offenbar schon....

http://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam-Mittelmark/Kleinmachnow/Ministerium-erlaubt-Bogenjagd-auf-Wildschweine
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Karly am 14.03.19, 10:37
Was mich aber an der ganzen sache stört ist dieser Satz :

"Die Jäger müssen einen Jagdschein und ein Zertifikat des europäischen Bogenjagdverbandes sowie einen ausreichenden Versicherungsschutz vorweisen"

Jagdschein und Versicherungsschutz haben alle Jäger...  Aber welches Zertifikat wird da gefordert ?

Teltow wäre gar nicht so Schlecht... da bin ich öfters ;)
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Absinth am 14.03.19, 11:30
Da steht `ne ganze Menge drin, unter anderem...

,,Es wird kein Bogenjagdtourismus stattfinden, wir nehmen nur erfahrene Jäger und niemanden, der bisher nur auf Scheiben geschossen hat", verspricht er. ,,Wir gehen von sehr strengen Auflagen aus. Die Verantwortung ist sehr hoch, wir wollen das auch sehr professionell und zielführend machen."


Und wer weiß schon heute, was da in "dieser Genehmigung" dann endgültig stehen wird... Auch wenn es hier kein Thema ist, bin ich sehr gespannt wie es dann in so einer Ortschaft/Dorf, ganz konkret, bei "so einer Bogenjagd" von statten gehen soll (das WIRD - wird sich zeigen - wenn...) - sperrt man die Bewohner, aus Sicherheitsgründen, dann alle ein, bzw. gibt es dann ein Ausgangsverbot für selbige, kommen die Bewohner evt. in Ausweichquartiere, wird es evt. eine Bogenjagd in einem Geisterdorf (womöglich kommen dann aber die Wildschweine nicht mehr, weil sie die Bewohner vermissen...  ;-)  )... - also ehrlich, allein schon deshalb finde ich den weiteren Verlauf "dieser Angelegenheit" ziemlich spannend und schauen, bzw. warten wir es mal ab...


Beste Grüße,
Absinth
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Absinth am 14.03.19, 12:05
Zitat von: Karly am 14.03.19, 10:37...
Aber welches Zertifikat wird da gefordert ?
...


@Karly: Ich habe zwar keine Ahnung - aber einen Gedanken, welchen du evt. verfolgen könntest... Die Jagdschule am Linslerhof erteilt wohl Zertifikate und womöglich könnte dies eine (die ?) Quelle für die Beantwortung deiner Frage sein.!?


Hier auch noch ein Link...

https://www.dbjv.org/ausbildung/


Dann recherchiere mal bitte und teile uns bitte dein Ergebnis mit.


Danke und besten Gruß,
Absinth
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Karly am 14.03.19, 12:45
Zitat von: Absinth am 14.03.19, 12:05@Karly: Ich habe zwar keine Ahnung -

Ich lasse es mal so stehen ;)

Das ich da direkt beim Präsidenten anrufen kann des DBJV weis ich ja.. Die Nummer vom luis habe ich im Handy....

Mir geht es um die Art des Zertifikates...
Jagdschein ist nicht das Problem.. den hab ich ...den Deutschen den Französischen und die Formation (den Kurs) für den Bogen hab ich auch... Ich Jage auch schon seit etwas über zehn Jahren mit dem Bogen auf dieser Erdkugel...

Was muss mir das Zertifikat den Attestieren ?
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Absinth am 14.03.19, 18:50
Zitat von: Karly am 14.03.19, 12:45...
Das ich da direkt beim Präsidenten anrufen kann des DBJV weis ich ja.. Die Nummer vom luis habe ich im Handy....

Mir geht es um die Art des Zertifikates...
...
Was muss mir das Zertifikat den Attestieren ?


Richtig, rufe bitte den Präsi an - der sollte es wissen - allein schon deshalb was auf deren HP steht...

,,...Der DBJV bildet seit seiner Gründung Jäger zu Bogenjägern weiter. Die Ausbildung erfolgt nach den Richtlinien des DBJV und der EBF.
...
Der Lehrgang ist als Einführungskurs zur Bogenjagd gedacht und erfolgt nach den Richtlinien des I.B.E.P. (International Bowhunter Education Program) der NBEF (National Bowhunter Education Foundation) und gemäß der EBF. ..."



Und falls der obige Präsi es doch nicht weiß, dann erkundige dich bitte bei dem Ministeriumssprecher Herrn Jens-Uwe Schade - schließlich wird jener, in der Verlinkung, wie folgt zitiert....

,,...Die Jäger müssen einen Jagdschein und ein Zertifikat des europäischen Bogenjagdverbandes sowie einen ausreichenden Versicherungsschutz vorweisen, so Schade. ..."


Achja und sollte der Ministeriumssprecher es auch nicht wissen, so bitte ihn freundlich, dass er sich doch bitte erkundigen möge - was genau das entsprechende Zertifikat zertifizieren muss/soll - und du dich über eine entsprechende Rückmeldung, seinerseits, sehr freuen würdest.


Viel Erfolg und beste Grüße,
Absinth
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Wolverine am 14.03.19, 19:17
Also, ich habe das geforderte Zertifikat des DBJV, nennt sich Bogenjagdschein mit diesem Jagdschein sollte man angeblich in den USA problemlos die Jagd ausüben können bzw.  die dafür zugehörigen Lizenzen erwerben. Im Bundesstaat Maine hat man dies nicht anerkannt, sondern darüber gelacht, anerkannt hat man lediglich meinen Deutschen Jagdschein.
Auf einer Messe habe ich den damaligen Präsi darauf angesprochen ( Karly war da mit anwesend ), der erklärte mir das kann nicht sein, ich werde mich darum kümmern, du bekommst umgehend Bescheid was da schief gelaufen ist, denn dieser Bogenjagdschein wird überall anerkannt.

Nun es sind Jahre vergangen, Bescheid habe ich bis heute nicht bekommen.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Karly am 15.03.19, 10:04
Zitat von: Absinth am 14.03.19, 18:50
Zitat von: Karly am 14.03.19, 12:45Was muss mir das Zertifikat den Attestieren ?


Ich habe ihn mal angeschrieben und werde auch den DJV anschreiben wie es sich jetzt verhält...

Hast Du mir noch etwas zu meiner Frage beizusteuern ?
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Absinth am 15.03.19, 10:23
Nein!


Bis bald und beste Grüße,
Absinth
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Karly am 15.03.19, 11:11
Zitat von: Absinth am 15.03.19, 10:23Nein!


Bis bald und beste Grüße,
Absinth

Danke für die ehrliche Antwort !

Also Info vom DBJV ist das es ein kleines Team geben wird welches die hohen Anforderungen des Ministeriums erfüllt. Welche Anforderungen dies sind weis ich aktuell nicht.

Aber da es ein erster Versuch ist möchte ich Glauben das sich da jeder BETEILIGTE so gut wie möglich absichern möchte nach jeder Seite! (Was ich als verständlich sehe und auch gut so ist) Und ich bin mir sicher das sich da noch ALF und PETA und andere Einmischen und alles zu Stören versuchen...

Warten wir also die Wissenschaftliche Beurteilung des Versuches ab und erlauben uns dann im Nachgang eine weiter Meinunung zu dem Thema...


Ps: Ich gebe es ja zu das ich sehr gespannt bin was da rauskommt ..
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Absinth am 15.03.19, 18:31
Danke für deine Recherche und das Teilen. Deiner verpackten Bitte schließe ich mich uneingeschränkt an.


Beste Grüße,
Absinth
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Perinnejousi am 07.04.19, 21:55
Das wird leider nie was mit der Bogenjagd in Deutschland ! Alle haben Angst vor PETA usw.!
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Bogen72 am 11.04.19, 13:10
Jepp,
doch warum Angst vor der PETA, auf der Homepage ist die Mailad vom Landwirtschaftsministerium, dahin kann man schreiben wie positiv die Bogenjagd ist.

https://www.peta.de/brandenburg-bogenjagd-wildschweine
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Gundog am 18.04.19, 09:46
In der aktuellen Wild&Hund ist ein Beitrag von Jan Riedel (Vorsitzender Bogenjagdverband) zu sehen.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Bogen72 am 18.04.19, 11:50
der Link: https://wildundhund.de/zurueck-zum-ursprung/
Titel: Re: Bogenjagd in Deutschland
Beitrag von: AST am 19.04.19, 02:53
Schon interessant wie das Stimmungsbild unter den Wild & Hund Lesern aussieht - hinsichtlich der Bogenjagd...
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Karly am 23.04.19, 11:02
Alle fünf Jahre den Schiestest wiederholen ?

Muss ich bei der Büchse nicht warum also beim Bogen ?
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Bogen72 am 23.04.19, 16:17
Leider hat der Knalljäger so was nicht nötig, obwohl viele Jäger es brauchen. In unserm Schützenverein kommen oft Jäger und machen ihre "Kontrollschüsse", was man da sieht ist schon manchmal grausig.

Ich hab für'n Büchsenmacher die Jagdwaffen eingeschossen, das komische war das der Waffenbesitzer oft hinter mir stand und mir zuguckt wie ich seine Jagdwaffe einschieße. Wenn ich dann frage ob die Jagdwaffe/Zielfernrohr mit Erhöhung oder Fleck einschießen soll war oft eine Unkenntnis zu merken. Eingeschossen heißt auf 100m 3 Schuß auf'n Schußpflaster, anschließend hat der Besitzer geschossen, oft musste ich mich beherrschen um nicht lauthals zu lachen und hatte nach ansehen des Trefferbildes Mitleid mit dem Tier auf das der Jäger schießen wird.

Gottlob sind nicht alle Jäger gleich, wenn man sich auf YouTube die Bogenjagdvideos ansieht, gibt es unter den Bogenjägern auch viele Idioten.

Letztens war eine Jägerin auf Stand, da wurde ein Schalldämpfer auf dem 50m Stand getestet, die hatte einen Streukreis, 3 Schuss, innerhalb der 6 (UIT Scheibe) gehabt, das sind bummelig 30cm, die war so was von stolz wie gut sie schießen kann, abartig so was.

Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Karly am 23.04.19, 18:39
Was ist ein Knalljäger ? Jemand der schon in der Ansprache wertet ist nicht glaubwürdig...

Zum Einschiesen ist es ja auch nötig zu wissen ob man nur auf 100 Meter schiest (Waldjagd) oder auch weiter... Also da die hochschuß Variante meist mit ca 4cm auf 100 Meter....(die ca 4cm Hochschuß auf 100 Meter erweitern den Nullpunkt der Visierlinie GEE je nach Munition https://rws-munition.de/glossar/gee-guenstigste-einschiessentfernung.html

Und deine Urteile über andere und deren Schieskünste kannst auch stecken lassen!

Aber das sind nur Punkte die mich Stören...

Für welchen Büchser hast Du denn Eingeschossen.... Da möchte ich meine Waffen nicjht hinbringen wollen...
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Wolverine am 23.04.19, 19:22
nö, Karly, das stört nicht nur dich, solche Wertungen / Aussagen,
sagen vieles über den Menschen aus der sie tätigt,
kann mich hier deiner Ausführung vollkommen anschließen.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Uller am 23.04.19, 20:12
Na ja...

so ganz unrecht hat der Bogen72 nicht....

Mir sind in 35 Jahren Jagd reichlich Kugeln, Flg und Schrot um die Ohren geflogen....Da hat vor mir der Dreck gespritzt...es hat neben mir gepfiffen....und einmal ist ne .300 Win.Mag  20 cm neben meinem Ohr in die Luft und ne 8x68S keinen halben Meter vor mir durchs runter geklappte Kanzelfenster....etc...etc...

Von den Nachsuchen, die ich geführt habe...reden wir mal gar nicht...

und um wieder halbwegs topic zu kommen....

wer bei Hessenforst raus will....braucht sogar einen jährlichen Schießnachweiß...nicht nur einen 5jährigen....
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Wolverine am 23.04.19, 22:52
den brauchen wir in Ba.- Wü. auch, wenn wir an Bewegungsjagden teilnehmen wollen.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: 0815 am 23.04.19, 23:16
Im Grunde genommen sind Waffen und Geraet staendig instandzuhalten. Bei Gewehren , vor allem mit "verstellbaren Visieren" ist es, ratsam, die Trefferlage regelmaessig zu kontrollieren.
Da die meisten Jagdboegen inzwischen auch mit Visieren ausgestattet sind, sollte auch dieses regelmaessig kontrolliert werden....

Ich halte es aber fuer schlichtweg nicht zielfuehrend dies mit einem Schiesstest alle 5 Jahre zu ueberpruefen.

Das man weiss, auf welche Entfernungen man wo hinhalten muss, sollte eine Selbstverstaendlichkeit fuer jeden Jaeger sein. Recht einfach beim Ansitz vor allem da Entfernungsmesser eingesetzt werden koennen. Bewegungsjagd ist etwas anderes und sollte auch entsprechend geuebt werden.

Selbst "feste" Visiere lockern sich manchmal, obwohl sie in einer Schwalbenschwanzfuehrung sitzen und mit der Hand nicht bewegt werden koennen.
Manchmal bewegen sich diese Visiere durch das Abgeben von Schuessen selbst. Das ist manchmal schwierig festzustellen und eher die Ausnahme.

Generell gilt fuer jegliche Jagd die 7P: Proper Planning and Preparation Prevents Piss Poor Performance
 
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Gundog am 24.04.19, 08:57
Ich könnte auch viele Schießstand Anekdoten liefern... es bringt nix.
Es gibt Menschen die wollen das Werkzeug kennen und verstehen mit denen diese arbeiten und welche denen ist das egal, es muss nur funktionieren. Das zum Funktionieren wiederum auch ein gewisses Verständnis gehört, begreifen diese nicht oder wollen es auch gar nicht.
100 m Fleck oder GEE ?   "äh, ah...äh, 100m Fleck natürlich".

Viele die hier schreiben und fragen oder antworten beschäftigen sich doch mit dieser Materie. Die Problemfälle lesen doch erst gar nicht mit oder hinterfragen das Unbekannte.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Bogen72 am 24.04.19, 14:39
Moin, der Ausdruck Knalljäger sollte keine Beleidigung sein, wenn ich jemanden damit auf die Füße getreten bin , Entschuldigung.

Was die Schießkünste angeht, das ist meine Meinung, was ist eigentlich ein Büchser, hört sich an wie Knalljäger.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Karly am 24.04.19, 15:05
Büchser ist die Bezeichnung für einen guten Büchsenmacher hier im Sprachgebrauch.... Wobei nicht jeder Büchsenmacher ein Büchser ist. Das muss er sich erst mal Verdienen!
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Bogen72 am 24.04.19, 15:46
Oha, du weißt ja Bescheid, Hochachtung.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Karly am 25.04.19, 09:22
Zitat von: Bogen72 am 24.04.19, 15:46Oha, du weißt ja Bescheid, Hochachtung.

Im Gegensatz zu Dir .. Ja !

Aber ich werde mich mit dir nicht drüber auslassen ..zumindest hier nicht.. Das hat das Forum nicht verdient..

Fülle mal bitte dein profil richtig aus damit man auch sieht wo du herkommst..
Titel: Re: Bogenjagd in Deutschland
Beitrag von: AST am 25.04.19, 10:39
Ich persönlich halte  regelmäßige Tests bei allen Arten von Schusswaffen, mit denen "ethisch" einwandfrei getötet werden soll, für durchaus sinnvoll:
zum Einen für den Schützen selber, der überprüfen kann, ob er seinem Anspruch gerecht wird
und zum Anderen für die Darstellung in der Öffentlichkeit, denn es wird gezeigt , dass verantwortungsvoll und gekonnt mit der Schusswaffe umgegangen wird.

Wie solche Tests ausgestaltet werden ist ein anderes Thema und hat in diesem Thread, wo es um Bogenjagd in D (speziell Brandenburg) geht, im Grunde nichts zu suchen.
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: Absinth am 28.04.19, 19:15
Zitat von: AST am 05.02.19, 23:07Wie war denn das Jadgdrecht hinsichtlich Bogenjagd in der damaligen DDR?


Den Begriff - Bogenjagd - gab es im Jagdrecht der DDR nicht. Auch gab es in diesem kein Verbot - ,,jagdbare Tiere" - mit Pfeilen zu schießen. Dies bedeutete allerdings nicht, dass dies erlaubt war!!! Auf Grund des ,,Aufbaues" dieses damaligen Jagdrechts war dies auch überhaupt nicht erforderlich - ein diesbezügliches Verbot zu verankern.

Es wird stets der Begriff - Jagdwaffe - verwendet. Eine diesbezügliche Begriffserklärung gibt es dort nicht - was auch hier auf Grund des textlichen Zusammenhangs überhaupt nicht nötig war. Bereits unter - 1. Grundsätzliche Rechtsvorschriften - und hier weiter unter - 1.1. III. Jagdprüfungen, Jagderlaubnisse und Genehmigungen § 18 - steht Folgendes:

(2) Erlaubnisse zum Verkehr mit Schusswaffen und patronierter Munition für die Ausübung der Jagd erteilt die Deutsche Volkspolizei.


Dem obigen Absatz 2 schließt sich eine ,,farbliche Anmerkung" an, welche auf das Gesetz über die Aufgaben und Befugnisse der Deutschen Volkspolizei zur ,,Schusswaffen Verordnung" hinweist usw. usw. usw.

Die unter - 1.1. V. Jagdbeschränkungen und Verbote - aufgeführten Verbote waren anderer Natur.  

Das erste Jagdgesetz in der DDR wurde im Jahre 1953 erlassen - am 15. Juni 1984 wurde ein neues Jagdgesetz beschlossen und trat am 1. September 1984 in Kraft. In der Zeit dazwischen gab es Anpassungsgesetze, Durchführungsbestimmungen, Anordnungen etc.. Auch in dieser Zeit (dazwischen) ist stets die Rede von - der Jagdwaffe - und dann weiter in Zusammenhang mit Munition, Schusswaffe und deren Verordnungen dazu.


Kurzum, eine Niederschreibung dessen, was mit einem Pfeil verboten ist, war im Jagdrecht der DDR nicht erforderlich gewesen - da es den Pfeil in Verbindung mit dem Bogen - als Jagdwaffe - nicht gab.


Beste Grüße,
Absinth
Titel: Re: Bogenjagd in Deutshland
Beitrag von: AST am 29.04.19, 18:49
Aus aktuellem Anlass

Auch bei kontroversen Diskussionen sollte der/die/das Gegenüber respektvoll wahrgenommen werden.

Nach einer Diskussion in einem Thread, sind Beleidigungen, die per PM verschickt werden, in den Augen der Moderatoren ein NO GO.

Falls jemand auf diesem Wege beleidigt wird, bitte die Moderatoren informieren. Das Forum ist nicht dafür da, dass sich die Teilnehmenden beleidigen...