Regeländerung IFAA

Begonnen von Kuckingen, 21.02.19, 11:37

Kuckingen

Das Regelwerk der IFAA wurde aktualsiert.
ENDLICH.


Unter Punkt 2. Turnierregeln für das Schießen im Freien (Feldbogen, 3D etc.)

f. Ist ein Schütze mit der Wertung eines oder mehrerer Pfeile nicht einverstanden, entscheidet die Mehrheit der Gruppenmitglieder. Diese Entscheidung ist endgültig und kann nicht durch einen Protest angefochten werden.

Es lebe die Demokratie.

Mit der Demographie hat sich auch was getan, noch eine Klasse mehr, Senioren.

dazu ein Link mit den markierten Stellen.

https://www.oebsv.com/oebsv/regelwerke/ifaa
Dem klugen Schützen gleicht der höhere Mensch. Verfehlt dieser sein Ziel, so wendet er sich ab und sucht die Ursache seines Fehlschusses in sich!

ragnar

Zitat von: Kuckingen am 21.02.19, 11:37f. Ist ein Schütze mit der Wertung eines oder mehrerer Pfeile nicht einverstanden, entscheidet die Mehrheit der Gruppenmitglieder. Diese Entscheidung ist endgültig und kann nicht durch einen Protest angefochten werden.

Es lebe die Demokratie.

"Democracy is a pathetic belief in the collective wisdom of individual ignorance."
  ―-  H.L. Mencken
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand.
Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat."
(René Descartes)

Red rooster

Hallo zusammen,

Demokratie ist ja erstrebenswert aber wie funktioniert denn die Mehrheitsbildung? Bei einer Gruppe aus 4 Personen entsteht ja schnell Stimmengleichheit. Wie erfolgt denn dann die endgültige Entscheidung? Oder ist der mit der Wertung nicht einverstandene Schütze gar nicht stimmberechtigt?

Das war mit einer Entscheidung des Targetcaptains irgendwie einfacher :-).

Viele Grüße

Peter

ragnar

Ich sehe da eben auch einen Interessenkonflikt, wenn potentielle Mitbewerber über strittige Wertungen entscheiden. Zumal die Teams häufig NICHT zufällig zusammengesetzt sind. Mir fällt keine weitere Sportart ein, bei der das so gehandhabt wird.

Außer einem Zitat von Tomas Jefferson: "Democracy is two wolves and a sheep, voting on what to eat for dinner."
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand.
Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat."
(René Descartes)

Dr.J

Bislang ist die Regel so, dass der Targetcaptain entscheidet, bzw. wenn er sich nicht sicher ist, zusammen mit dem 1. Schreiber, notfalls 2. Schreiber. Alle diese Teilnehmer haben ein Eigeninteresse und sind daher nicht neutral. Um es ganz neutral zu machen, müsste bei jeder Gruppe ein neutraler Schiedsrichter mitlaufen. Organisatorisch unmöglich.

Mich würde mal interessieren, wieviele Proteste es gegen solchen Entscheidungen bislang gegeben hat.

ragnar

Zitat von: Dr.J am 22.02.19, 14:03Alle diese Teilnehmer haben ein Eigeninteresse und sind daher nicht neutral. Um es ganz neutral zu machen, müsste bei jeder Gruppe ein neutraler Schiedsrichter mitlaufen. Organisatorisch unmöglich.
Meine volle Zustimmung.
Ab einem gewissen Level (z.B nationale Meisterschaften) würde ich aber neutrale Schiedsrichter voraussetzen. Meine private Meinung.
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand.
Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat."
(René Descartes)

Kuckingen

Der Gruppenentscheid funktioniert bei der WA schon sehr lange sehr gut und unbürokratisch. Daumen rauf oder runter, erledigt. Jeder hat seine Meinung, jeder kann sie kund tun. Das ist auf jeden Fall fairer, als sich darauf zu verlassen, dass der Targetcaptain wirklich die Regeln kennt. Und was ich bisher über Schützen und Regelkenntnis kennen gelernt habe, will ich mich nicht darauf verlassen.

Schiedsrichter kann auch die WA auch nicht bei jeder Gruppe mitlaufen lassen, dass machen sie erst bei den Eliminiationsrunden, davor herrscht vier Augenprinzip, bzw 8 Augen. 4 Schützen je Gruppe.

Man sollte sich außerdem bei der IFAA nicht auf Schiedsrichter verlassen, da sie diese selbst im Regelwerk nicht kennen.
Dem klugen Schützen gleicht der höhere Mensch. Verfehlt dieser sein Ziel, so wendet er sich ab und sucht die Ursache seines Fehlschusses in sich!

AST

Warum hat man Schiedsrichter, die sich im Regelwerk nicht auskennen? Bei jeder Entscheidung eines nicht qualifizierten Schiedrichters kann man da doch Protest einlegen....
"Primitive" means FIRST - (not worst)

Kuckingen

Protest gegen Schiedsrichter und Rückabwicklung einer Entscheidung. So einfach ist ist das nicht.

Mehrheit ist doch nicht so schwierig. Vier sind mehr als drei = Mehrheit. Jeder kann eine Meinung haben ob der Pfeil nun die Linie durchtrennt hat oder nicht.

Bei Stimmengleichheit, in Dubio pro reo = Im Zweifel für den Angeklagten, also den höheren Wert.

Dass ist nicht so kompliziert.
Targetcaptain mag einfacher sein aber fairer ist es auf jeden Fall nicht.

Dem klugen Schützen gleicht der höhere Mensch. Verfehlt dieser sein Ziel, so wendet er sich ab und sucht die Ursache seines Fehlschusses in sich!

AST

22.02.19, 18:52 #9 Last Edit: 05.03.19, 19:15 by AST
Is mir ja eigentlich auch egal...
Ich habe nur einmal mit Schiedsrichter geschossen, Spass hat das keinen gemacht aber der Mann war wichtig 8)
Ich glaube nicht, dass ich das irgendwann wiederholen werde, wenn es sich vermeiden lässt.
"Primitive" means FIRST - (not worst)

Sandergemer

wichtig ist hierbei nur, dass gegen die Entscheidung ein Protest nicht möglich ist. In Zukunft hoffe ich daher, dass ich in der Führungsgruppe nicht mit 3 [Feld] oder 5 (3D) anderen einer Nation zusammen bin. Früher konnte man sich gegen eine Entscheidung des Target Captain im Zweifel wehren.
Team Roth Bogensport
Verband:  www.dfbv.de

66er

27.02.19, 18:06 #11 Last Edit: 27.02.19, 18:23 by 66er
Die Regeländerungen haben ihre Vor- und Nachteile. So ist es jetzt halt.

Schön, wenn man einen Verband hat, der seinen Mitgliedern derartige Regeländerungen in dieser Art und Weise übersichtlich aufbereitet.
Vorbildlich, so würde ich mir das auch wünschen.

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