Bogenjagd in Deutshland

Begonnen von Bogen72, 05.02.19, 17:24

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AST

Ich persönlich halte  regelmäßige Tests bei allen Arten von Schusswaffen, mit denen "ethisch" einwandfrei getötet werden soll, für durchaus sinnvoll:
zum Einen für den Schützen selber, der überprüfen kann, ob er seinem Anspruch gerecht wird
und zum Anderen für die Darstellung in der Öffentlichkeit, denn es wird gezeigt , dass verantwortungsvoll und gekonnt mit der Schusswaffe umgegangen wird.

Wie solche Tests ausgestaltet werden ist ein anderes Thema und hat in diesem Thread, wo es um Bogenjagd in D (speziell Brandenburg) geht, im Grunde nichts zu suchen.

Absinth

Zitat von: AST am 05.02.19, 23:07Wie war denn das Jadgdrecht hinsichtlich Bogenjagd in der damaligen DDR?


Den Begriff - Bogenjagd - gab es im Jagdrecht der DDR nicht. Auch gab es in diesem kein Verbot - ,,jagdbare Tiere" - mit Pfeilen zu schießen. Dies bedeutete allerdings nicht, dass dies erlaubt war!!! Auf Grund des ,,Aufbaues" dieses damaligen Jagdrechts war dies auch überhaupt nicht erforderlich - ein diesbezügliches Verbot zu verankern.

Es wird stets der Begriff - Jagdwaffe - verwendet. Eine diesbezügliche Begriffserklärung gibt es dort nicht - was auch hier auf Grund des textlichen Zusammenhangs überhaupt nicht nötig war. Bereits unter - 1. Grundsätzliche Rechtsvorschriften - und hier weiter unter - 1.1. III. Jagdprüfungen, Jagderlaubnisse und Genehmigungen § 18 - steht Folgendes:

(2) Erlaubnisse zum Verkehr mit Schusswaffen und patronierter Munition für die Ausübung der Jagd erteilt die Deutsche Volkspolizei.


Dem obigen Absatz 2 schließt sich eine ,,farbliche Anmerkung" an, welche auf das Gesetz über die Aufgaben und Befugnisse der Deutschen Volkspolizei zur ,,Schusswaffen Verordnung" hinweist usw. usw. usw.

Die unter - 1.1. V. Jagdbeschränkungen und Verbote - aufgeführten Verbote waren anderer Natur.  

Das erste Jagdgesetz in der DDR wurde im Jahre 1953 erlassen - am 15. Juni 1984 wurde ein neues Jagdgesetz beschlossen und trat am 1. September 1984 in Kraft. In der Zeit dazwischen gab es Anpassungsgesetze, Durchführungsbestimmungen, Anordnungen etc.. Auch in dieser Zeit (dazwischen) ist stets die Rede von - der Jagdwaffe - und dann weiter in Zusammenhang mit Munition, Schusswaffe und deren Verordnungen dazu.


Kurzum, eine Niederschreibung dessen, was mit einem Pfeil verboten ist, war im Jagdrecht der DDR nicht erforderlich gewesen - da es den Pfeil in Verbindung mit dem Bogen - als Jagdwaffe - nicht gab.


Beste Grüße,
Absinth
nihil sine deo

und immer bei der Arbeit

AST

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