Bogenjagd in Deutshland

Begonnen von Bogen72, 05.02.19, 17:24

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Uller

Eine Sau, selbst mit einem sauberen Herz/Lungendurchschuss kann immer noch mehrere hundert Meter zurücklegen...

Ich jage seit 35 Jahren, davon 16 als Berufsjäger.

Ich habe als Schweißhundführer Sauen mit Top-Schüssen bis 300 Meter nachgesucht...

Das...ist in der Stadt sicher nicht gewollt !

Die "Hinterlandgefährdung" kann auch bei einem Pfeil nicht ohne sein....ihr wisst alle, wo Pfeile landen können, wenn sie irgendwo anschlagen....nichts anderes kann auch bei Durschschüssen auf schwache Ferkel passieren !

Nicht wieder auffindbare Jagdpfeile, stellen langfristig eine Gefahr für Mensch und Tier dar...im dicht besiedelten Bereich erst recht...

Da, um bei einer solchen Stadtpopulation überhaupt einen reduzierenden Einfluss zu haben, ausnahmslos Frischlinge erlegt werden sollten, gehören diese mit der .22LfB und Schalldämpfer sauber auf die Teller geschossen....
Nur so bleibt ein Wildschwein garantiert am Platz.

Nicht "waidmännisch"....aber aus meiner Sicht die einzig gangbare und sicherste Methode ...

Die Bachen werden lernen, dass das ausgesuchte "Revier" zu gefährlich für den Nachwuchs ist und sind so am ehesten zu vergrämen...




Karly

Zitat von: Bogen72 am 11.02.19, 17:56wobei der Schalldämpfer gut ist, es ist ein Knall wie vom KK zu hören.


Könntest mal vorbeikommen und das meiner 8x57is und der .444 Marlin erklären das sie immer noch zu Laut sind ?
Bitte Bitte...
Was 99% der sogenannten Tierschützer betreiben ist einfach nur das ausleben einer unbehandelten Geisteskrankheit!

Karly

Zitat von: Uller am 11.02.19, 23:57Eine Sau, selbst mit einem sauberen Herz/Lungendurchschuss kann immer noch mehrere hundert Meter zurücklegen...
Ja das kann sie nach einem Schußknall durch das Adrenalin.. Der fehlt jedoch beim Pfeil...

Zitat von: Uller am 11.02.19, 23:57Ich habe als Schweißhundführer Sauen mit Top-Schüssen bis 300 Meter nachgesucht...
Das liegt locker drinn.. (Adrenalin ist da schon was heftiges)

Zitat von: Uller am 11.02.19, 23:57Das...ist in der Stadt sicher nicht gewollt !
So lange Fluchten hast du bei der Bogenjagd nicht da hier weniger Adrenalin im Spiel ist!

Zitat von: Uller am 11.02.19, 23:57Die "Hinterlandgefährdung" kann auch bei einem Pfeil nicht ohne sein....ihr wisst alle, wo Pfeile landen können, wenn sie irgendwo anschlagen....nichts anderes kann auch bei Durschschüssen auf schwache Ferkel passieren !
Ja da hast du Recht... Aber auch da ist der Schütze gefragt !

Zitat von: Uller am 11.02.19, 23:57Da, um bei einer solchen Stadtpopulation überhaupt einen reduzierenden Einfluss zu haben, ausnahmslos Frischlinge erlegt werden sollten, gehören diese mit der .22LfB und Schalldämpfer sauber auf die Teller geschossen....
Nur so bleibt ein Wildschwein garantiert am Platz.

Nicht "waidmännisch"....aber aus meiner Sicht die einzig gangbare und sicherste Methode ...


Da sind wir selber Meinung bis auf das Kaliber, ich würde da eher ne 308 subsonic nehmen... weil gemütlicher unterwegs als ne .22 ;)

Zitat von: Uller am 11.02.19, 23:57Die Bachen werden lernen, dass das ausgesuchte "Revier" zu gefährlich für den Nachwuchs ist und sind so am ehesten zu vergrämen...


Genau das sollte das Ziel sein... Vergrämung und nicht Ausrottung...
Was 99% der sogenannten Tierschützer betreiben ist einfach nur das ausleben einer unbehandelten Geisteskrankheit!

Uller

Schau Dir bitte diverse Videos zum Thema an....

Hier nur ein Beispiel....diese , überwiegen wohl Farmschweine dürften ein ähnliches Verhalten wie Stadtsauen an den Tag legen...und doch, Totfluchten gibt es natürlich auch beim Pfeil....

Nur ein Beispiel....[url="https://www.youtube.com/watch?v=4cOR94n0KFY"[/url]

Und...die 308 eben gerade wegen der größeren Masse und Splittergefahr nicht...

 ;)

Bogen72

die Bogenjäger mit denen ich gesprochen habe erzählten mir was von kurzer Fluch, das sind für mich die Praktiker.
Ich hab mit Phil, hat ne Farm in  Namibia, telefoniert, der hat einen Büffel, unter 20m, mit dem Compound geschossen, der hat ihn nach dem Schuss angeguckt und ist umgefallen. Sein Wasserbock hat er auf 30m von vorne geschossen, als mein Einspruch kam, bekam ich zu hören " man muss schon wissen was man tut"
Er hat mir ne Liste/Bilder der Anatomie von afrikanischen Tieren geschickt, sein Spruch, du musst wissen wie die Anatomie der Tiere ist wenn du sie jagen willst, 
Ich war von den Socken die haben das Herz über dem Vorderlauf, nicht wie die europäischen Viecher dahinter.
 
Jagen mit dem Bogen oder dem Gewehr ist nicht zu vergleichen. Es gib in den beiden Kategorien Jäger die ihr Handwerk verstehen, die Anderen gibt es leider auch.

Hoffen wir das die Brandenburger sich für die Bogenjagd entscheiden können, dann wissen wir bald mehr und verlaufen uns nicht in Jagdtheorien, Halbwissen ist kein guter Berater.

Gundog

Ich habe früher mal viel Damwild im Gatter "geschossen". Erlaubt mit ab .22 LFB . Nah dran und ins Haupt. Die fallen sofort um.  Bei größeren Stücken dann auch mal .222REM .  Subsonic und .308 oder so ist sicherlich auch gut weil mehr Masse da ist, da kein Wiederlader habe ich das aber nicht gemacht.
Treffen ist das beste Kaliber. Ich denke das das Fehlen eines Frilies mit dem Knall die Bache eher die Gefahr lernen läßt wie ein relativ leiser Pfeiltreffer.

Karly

Da ich mit Büchse und Bogen Jage sehe ich den Unterschied der Wirkungsweise beider Waffen.

Und ich Kenne auch den Unterschied. Aus der Praxis und nicht aus den Zeitschriften oder Youtube...
Zitat von: Uller am 12.02.19, 15:10Und...die 308 eben gerade wegen der größeren Masse und Splittergefahr nicht...
Die Rede war von Subsonic .. Bei der Geschwindigkeit splittert da nix ;)

Ich habe Bedenken das die .22lfb den Schädel eines Überläufers bei einem suboptimalen Treffer genügend penetriert.... Aber das sind nur meine Bedenken...
Was 99% der sogenannten Tierschützer betreiben ist einfach nur das ausleben einer unbehandelten Geisteskrankheit!

AST

... und was ist mit Fallenjagd?
Wenn man es richtig macht, hat man dann gleich mehrere auf einmal...


AST

12.02.19, 19:42 #54 Last Edit: 12.02.19, 19:45 by AST
die hier sind aktueller:

(https://www.jagderleben.de/news/saufaenge-genehmigt)

(https://www.jagderleben.de/praxis/saufaenge-altes-mittel-neu-entdeckt)

(https://www.jagderleben.de/news/saufaenge-brandenburg-bleibt-tierschutz)


Kann man Wildsauen auch in sowas wie Gattern halten? Irgendwann gab es doch auch Sauparks... (Springe?)
Das wäre doch ein potentieller Bereich zur Verwertung des Fanges...da umgeht man die Massenkeulung und kann die Viecher nach Bedarf / Größe entnehmen


AST

12.02.19, 19:49 #55 Last Edit: 13.02.19, 11:00 by AST
...und da ich selber bei den Wölfen gemeckert habe

bitte im Thread die möglichen Alternativen zur Bogenjagd nur kurz ansprechen - nicht ausufernd diskutieren.
Für detaillierte Betrachtungen bitte einen extra Thread eröffnen...

Es gibt für alle Methoden ein Für und Wieder...und wir werden sehen, wie sich das Thema Bogenjagd in Brandenburg entwickelt.

Greenie

Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt.

Bembeljäger o.V.

vranzel

Sehe das Problem eher darin, saß der Bogen dann als Waffe und nicht mehr als Sportgerät geführt wird.

Karly

Das Problem ist nicht das der Bogen zur Waffe wird sondern der Pfeil!

Und die Französische Lösung ist was das angeht die Sinnvollste;
Auf jeden Pfeil wo eine Jagdklinge Montiert ist muß die Jagdscheinnummer draufstehen. Ist sie das nicht so ist das Waffenmissbrauch!Zumindest dann ein Verstoss gegen das Gesetz/Jagdgesetz.. (Muss ja alles irgendwie geregelt sein !)

Was dann ein Klingenturnier für nicht Jagdscheininhaber etwas schwieriger macht aber auch da kann man sicher davn ausgehen das der höhere Zweck wichtiger ist......oder ?
Was 99% der sogenannten Tierschützer betreiben ist einfach nur das ausleben einer unbehandelten Geisteskrankheit!

Bogen72

es gibt viele Bogenjäger in DK, auch dort muss eine Prüfung abgelegt werden

https://djz.de/wp-content/uploads/sites/3/old_docs/bogenjagddjz22010.pdf

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