Performance von Holzrecurve vs. Sportrecurve (Barebow)

Begonnen von poschta, 15.11.18, 11:24

klassischen Recurve (zb. Falkenholz) oder doch ein Sportrecurve

Klassisch?
25 (73.5%)
Sportrecurve?
9 (26.5%)

Stimmen insgesamt: 29

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Blankbogner

Landbub, da fährst aber dann nicht auf Wald und Wiesenturnieren.
Bei uns gibts Ummerstadt, da sind die Entfernungen immer mehrfach und gut die Hälfte aller Ziele auch mal über 50m und weit über max gestellt.
Und so werden es andere "nicht-Verbandsturniere" leider auch immer mehr, wenn ich mir die Entwicklung der letzten Jahre bei uns in der Mitteldeutschen Region anschaue. Da werden die 3D- Tiere heute kaputt transportiert und nicht mehr Kaputt geschossen.... aber Schluß damit, das gehört eigentlich nicht mehr hier her... entschuldigung. ;)
Servusla, bis bald....Guidl



http://stringwistler.blogspot.de

Sabiji

Interessanter Fred. Da möchte jemand etwas über den Vergleich der Performance zwischen klassischen Recurve und Sportrecurve wissen, weil sein Umfeld tendenziell zum Sportrecurve wechselt. Außerdem möchte der Fred-Starter gerne besser Gruppieren. Ernten tut er dafür emotionale Statements für kurze Jagdbögen mit winzigen Schussfenstern und hohen Zuggewichten. Und das weite Entfernungen sowieso Sch...ße sind und nichts mit jagdlich zu tun haben.

Wenn ich aber lese, der Fredstarter möchte besser gruppieren, gehen mir erst mal ganz andere Sachen durch den Kopf. Wie lange schießt Du (Erfahrung)? Wie sieht das Training aus? Wird das Zuggewicht beherrscht? Passt die Munition optimal zum Bogen?

Ich habe genug Schützen im meinem Umfeld, die mit aller Arten von trad. Bögen ganz hervorragend gruppieren. Die haben ihr Setup besten optimiert und trainieren ausschließlich recht intensiv damit. Dadurch sind auch bei den Turnieren, egal wie weit die Tiere stehen, immer wieder auf den Podesten.

Ich würde es also grundsätzlich nicht ausschließlich an der Bogengattung festmachen.
Semper Eadem

Landbub

Würden die mit einem modernen Bogen trainieren, wären sie sicher noch besser. Das Material setzt bei sehr guten Schützen das Limit

AST

Zitat von: Landbub am 26.11.18, 23:15Würden die mit einem modernen Bogen trainieren, wären sie sicher noch besser. Das Material setzt bei sehr guten Schützen das Limit

das kommt doch immer darauf an, was man möchte. Was ist denn das Limit zum Beispiel? Punkte, mehr Punkte und noch mehr Punkte bei welchen dem System jedwede Vereinfachung  (Mittenschnitt, Pfeilauflage, Button,....) eingebaut wurde? Oder ist das Limit, mit ner Holzlatte ganz passable Schüsse zu machen (denn wenn das nicht funktionieren würde, würde es uns als Nutzniesser des Geschicks unserer Urahnen nicht geben...)
Für mich persönlich sind diese Materialdiskussionen ähnlich wie der PS Vergleich bei Autos.... boring - nur mal so am Rande
"Primitive" means FIRST - (not worst)

Landbub

Zitat von: AST am 27.11.18, 00:26das kommt doch immer darauf an, was man möchte.

Hadda doch genannt:

"Da in letzter Zeit sehr viele von der Holzrecurve umgestiegen sind stellt sich für mich die Frage ob punkto Präzision auch so ein großer Unterschied ist?"

"Leichter eine schöne Gruppierung schießen..."

"Einsatzbereich 10% Halle 90% 3D"

Man kann jetzt da viel hineininterpretieren und sich selbst mit suboptimaler Technik zusätzliche Herausforderungen stellen - wenns aber um 3D, Halle und Gruppen geht, dann dürfte wohl jeder, der einen Bogen ausnutzen kann, mit dem besseren Material auch besser schiessen. Ob ihm mehr Spass macht ist eine andere, hier nicht gestellte Frage.




0815

Ein Metallmittelteil ist nett wenn es draussen nicht kalt ist. Ein Metallmittelteil hat den Vorteil dass es steifer und einfacher ueber die Mitte zu schneiden ist als ein Holzmittelteil, ohne Schaeden zu provozieren. Laesst sich auch viel leichter mit ner CNC Fraese herstellen. Am besten als Auftragsarbeit, den dann muss man nur verkaufen und kassieren.
Die Performance eines Bogens ist normalerweise die Geschwindigkeit bei einem definierten gpp des Pfeils und einer bestimmten Auszugslaenge. Performance hat nichts mit Schiessbarkeit zu tun.
Ein Bogen ist immer ein Kompromiss von Schiessbarkeit und Geschwindigkeit.

Optimal: langes (schweres) Mittelteil mit optimaler Balance und die Wurfarme so kurz wie moeglich dass sie maximal gestresst werden ohne zu stacken.
Ueber die Mitte geschnitten, damit man einfacher Systeme schiessen kann. Systemschiessen mit einem Selfbogen erfordert sehr viel mehr Aufwand als die meisten denken.


Die meisten Jagdbogenturniere in D und Austria haben mit einem jagdlichen Turnier praktisch nix gemeinsam. Weder muss man leise Kleidung tragen, muss man ein jagdtauglisches Zuggewicht schiessen, muss der Pfeil ein jagdtaugliches Gewicht haben, muss der Bogen auf leise getunt sein, muss man seine Pfeile ohne Geklapper transportieren, muss nur auf jagdliche  Entfernungen geschossen werden, muss das Tier im richtigen Winkel stehen, muss man seinen Bogen in unhandlichen Situationen benutzen.


Eigentlich sollte es statt Jagdturnier heissen:  Sportliches Bogenschiessevent auf  dreidimensionale Schaumstoffzielscheiben in Feld, Wald und Flur.  Oder: SBEa3DSSZiFWuF

Hoert sich natuerlich nicht so cool an wie Jagdturnier, gelle.


Ein abgeroedelter 30# Olympiabogen ist kein Jagdbogen.  Eine 700er Carbonstricknadel mit 6gpp ist kein Jagdpfeil. Ein klappernder Scheibenkoecher und violette Kunstoffgamaschen haben auf einem Jagdturnier nix verloren. Genausowenig wie die ganzen "Familienhunde". Das sind Haustiere und gehoeren deshalb ins Haus oder in den umfriedeten Garten. Ein Bison auf 45m ist keine jagdliche Scheibe.


Also liebe Bogensportler, habt doch einfach den Mut zum SBEa3DSSZiFWuF





 


ragnar

Zitat... auf  dreidimensionale Schaumstoffzielscheiben ...
Praktisch auf 2D-Zielscheiben, die auf einen unregelmäßig geformten Körper aufgetragen sind.
Die außen aufgezeichneten Killzonen gelten realistischerweise nur für einen recht engen Winkelbereich. Ob das der Herz/Lungenbereich eines realen Tieres wäre, steht auf einem anderen Blatt.
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand.
Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat."
(René Descartes)

Trasher

Danke 0815, you nailed it to the point!   :evil:
Ich konnte es leider nicht so ausdrücken!!
Wer lesen kann ist klar im Vorteil wenn man die Fähigkeit besitzt den Inhalt zu verstehen

AST

Zitat von: Landbub am 27.11.18, 03:05
Zitat von: AST am 27.11.18, 00:26das kommt doch immer darauf an, was man möchte.

Hadda doch genannt:

"Da in letzter Zeit sehr viele von der Holzrecurve umgestiegen sind stellt sich für mich die Frage ob punkto Präzision auch so ein großer Unterschied ist?"

"Leichter eine schöne Gruppierung schießen..."

"Einsatzbereich 10% Halle 90% 3D"

Man kann jetzt da viel hineininterpretieren und sich selbst mit suboptimaler Technik zusätzliche Herausforderungen stellen - wenns aber um 3D, Halle und Gruppen geht, dann dürfte wohl jeder, der einen Bogen ausnutzen kann, mit dem besseren Material auch besser schiessen. Ob ihm mehr Spass macht ist eine andere, hier nicht gestellte Frage.





... es ist aber nicht das Material, sondern die Ausstattung mit Hilfsmitteln, um die Fehlerquelle hinter dem Bogen zu supporten.
"Primitive" means FIRST - (not worst)

Sabiji

Zitat von: Landbub am 26.11.18, 23:15Würden die mit einem modernen Bogen trainieren, wären sie sicher noch besser. Das Material setzt bei sehr guten Schützen das Limit
Das ist doch relativ. Ausgehend davon, dass ein guter BHR Schütze durch sein Material mehr Punktepotential hat als ein guter TRB Schütze, so muss ich mich mit modernen Material an der Messlatte des guten BHR messen lassen. Das ist doch nur eine Verschiebung. Sicher hast Du recht, das unterm Strich mehr Punkte zusammen kommen. Aber jemand der im TRB-Bereich Mittelfeld war, wird auch im BHR-Bereich Mittelfeld sein. Wer beim TRB vorne mit schießt, wird das auch beim BHR tun. Aber ehrlich, sind die Punkte-Unterschiede wirklich so dramatisch?
Deswegen gebe ich AST recht, was will man eigentlich? Warum schießt ein Prim-Schütze nicht einfach Compound?


Zitat von: 0815 am 27.11.18, 04:19Ein Metallmittelteil ist nett wenn es draussen nicht kalt ist. Ein Metallmittelteil hat den Vorteil dass es steifer und einfacher ueber die Mitte zu schneiden ist als ein Holzmittelteil, ohne Schaeden zu provozieren. Laesst sich auch viel leichter mit ner CNC Fraese herstellen. Am besten als Auftragsarbeit, den dann muss man nur verkaufen und kassieren.
Die Performance eines Bogens ist normalerweise die Geschwindigkeit bei einem definierten gpp des Pfeils und einer bestimmten Auszugslaenge. Performance hat nichts mit Schiessbarkeit zu tun.
Ein Bogen ist immer ein Kompromiss von Schiessbarkeit und Geschwindigkeit.

Optimal: langes (schweres) Mittelteil mit optimaler Balance und die Wurfarme so kurz wie moeglich dass sie maximal gestresst werden ohne zu stacken.
Ueber die Mitte geschnitten, damit man einfacher Systeme schiessen kann. Systemschiessen mit einem Selfbogen erfordert sehr viel mehr Aufwand als die meisten denken.


Die meisten Jagdbogenturniere in D und Austria haben mit einem jagdlichen Turnier praktisch nix gemeinsam. Weder muss man leise Kleidung tragen, muss man ein jagdtauglisches Zuggewicht schiessen, muss der Pfeil ein jagdtaugliches Gewicht haben, muss der Bogen auf leise getunt sein, muss man seine Pfeile ohne Geklapper transportieren, muss nur auf jagdliche  Entfernungen geschossen werden, muss das Tier im richtigen Winkel stehen, muss man seinen Bogen in unhandlichen Situationen benutzen.


Eigentlich sollte es statt Jagdturnier heissen:  Sportliches Bogenschiessevent auf  dreidimensionale Schaumstoffzielscheiben in Feld, Wald und Flur.  Oder: SBEa3DSSZiFWuF

Hoert sich natuerlich nicht so cool an wie Jagdturnier, gelle.


Ein abgeroedelter 30# Olympiabogen ist kein Jagdbogen.  Eine 700er Carbonstricknadel mit 6gpp ist kein Jagdpfeil. Ein klappernder Scheibenkoecher und violette Kunstoffgamaschen haben auf einem Jagdturnier nix verloren. Genausowenig wie die ganzen "Familienhunde". Das sind Haustiere und gehoeren deshalb ins Haus oder in den umfriedeten Garten. Ein Bison auf 45m ist keine jagdliche Scheibe.


Also liebe Bogensportler, habt doch einfach den Mut zum SBEa3DSSZiFWuF



Naja, die meisten Bögen die zur Bogenjagd eingesetzt werden, sind Compoundbögen. Und die allermeisten davon sind auch aus Metall. Gegen Kälte schützt ein Handschuh.

Auch sehe ich die Jagdturnier-Benennungs-Problematik im Zusammenhang mit der Thematik des Freds gar nicht. Oder habe ich was verpasst?
Semper Eadem

Blankbogner

Zitat von: 0815 am 27.11.18, 04:19Ein Metallmittelteil ist nett wenn es draussen nicht kalt ist. Ein Metallmittelteil hat den Vorteil dass es steifer und einfacher ueber die Mitte zu schneiden ist als ein Holzmittelteil, ohne Schaeden zu provozieren. Laesst sich auch viel leichter mit ner CNC Fraese herstellen. Am besten als Auftragsarbeit, den dann muss man nur verkaufen und kassieren.
Die Performance eines Bogens ist normalerweise die Geschwindigkeit bei einem definierten gpp des Pfeils und einer bestimmten Auszugslaenge. Performance hat nichts mit Schiessbarkeit zu tun.
Ein Bogen ist immer ein Kompromiss von Schiessbarkeit und Geschwindigkeit.

Optimal: langes (schweres) Mittelteil mit optimaler Balance und die Wurfarme so kurz wie moeglich dass sie maximal gestresst werden ohne zu stacken.
Ueber die Mitte geschnitten, damit man einfacher Systeme schiessen kann. Systemschiessen mit einem Selfbogen erfordert sehr viel mehr Aufwand als die meisten denken.


Die meisten Jagdbogenturniere in D und Austria haben mit einem jagdlichen Turnier praktisch nix gemeinsam. Weder muss man leise Kleidung tragen, muss man ein jagdtauglisches Zuggewicht schiessen, muss der Pfeil ein jagdtaugliches Gewicht haben, muss der Bogen auf leise getunt sein, muss man seine Pfeile ohne Geklapper transportieren, muss nur auf jagdliche  Entfernungen geschossen werden, muss das Tier im richtigen Winkel stehen, muss man seinen Bogen in unhandlichen Situationen benutzen.


Eigentlich sollte es statt Jagdturnier heissen:  Sportliches Bogenschiessevent auf  dreidimensionale Schaumstoffzielscheiben in Feld, Wald und Flur.  Oder: SBEa3DSSZiFWuF

Hoert sich natuerlich nicht so cool an wie Jagdturnier, gelle.


Ein abgeroedelter 30# Olympiabogen ist kein Jagdbogen.  Eine 700er Carbonstricknadel mit 6gpp ist kein Jagdpfeil. Ein klappernder Scheibenkoecher und violette Kunstoffgamaschen haben auf einem Jagdturnier nix verloren. Genausowenig wie die ganzen "Familienhunde". Das sind Haustiere und gehoeren deshalb ins Haus oder in den umfriedeten Garten. Ein Bison auf 45m ist keine jagdliche Scheibe.


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Ohhhhh.... 0815, du sprichst mir aus der Seele.... ;)
Kann es sein daß wir auf der gleichen Wellenlänge funken?  :rolleyes:
Oder hast es nur mal festgestellt wie sich das heute mit den ganzen Turnieren nur so verhält?
Z. Glück gibt es noch einige wenige dieser legendären Jagdbogenturniere....
z. Glück sind da solche hochgezüchtete Scheibenbögen, wo dir beim Abschussgeräusch das Blut in den Adern gefriert... auch nicht so oft gesehen...
Denn die haben da bei steilen Auf- und Abschüssen, und durch quer hängendes Astlaub mit kleinen Schusskanälen und manchmal auch etwas verrenkter Haltung beim Pflock berühren, absolut keine Chance.... da bist du als instinktiver/ intuitiver klar im Vorteil.... Gott sei Dank.... ;)
Hin und wieder verirt sich zwar mal so ein Olympionike auf so ein Turnier, wie heuer in Teublitz, grölt hinterher dann rum..."daß viele Scheiben nicht schießbar seien!".... Da wurde ihm aber auf oberpfälzischer Manier gleich gesagt..." koa Scheibm.... Tierl, schiäß mä do...!"
Als er nachfragte was... er habe es nicht verstanden.....Hat der Ginger gesagt..." bloab nächsts Johär dähoam"!

Hab ich mich mich gekugelt vor lachen....

Ja, Schuster, bleib bei deinen Leisten...!

Jedem das seine... aber Turniere... die zu den ältesten Deutschlands, wenn nicht sogar Europas gehören.... dann auch noch in so Weitschussautobahnsportlichsportlichabersonstnixturnier verwandeln wollen, da treffen eben Welten auf den Teublitzern... und ich hoffe das bleibt auch so.
Denn ich fahre nä. Jahr bestimmt wieder hin... einfach jagdlich und geil... ;)
Servusla, bis bald....Guidl



http://stringwistler.blogspot.de

Trasher

Naja, indirekt sehe ich da schon einen Zusammenhang und zwar dort, wo in der Jagdklasse ein 70" 30# Blankbogen mit 12" Stabie und Button mit 5gpp geschossen wird. Das ist kein Jagdbogen auch wenn Verbände es zulassen.
Wenn Du die Schützen darauf ansprichst das so ein Bogen aber auch gar nichts mit einem Jagdbogen zu tun hat, werden se maulig "wir sind ja nicht auf der Jagd, das ist eine Sportveranstaltung, alles richtig!

Aber dann steht doch auch dazu in einer anderen Klasse zu schießen, lieber doch nicht, weil dann der angebliche Vorteil der Sportbogens nicht greift, da alle solch einen Bogen nutzen.
Beides hat durchaus seine Berechtigung.

Und das ist kein Einzelfall solche Leute begegnen mir in der letzten Zeit relativ oft!
Und was erhoffen sich die meisten die auf einen Sportbogen wechseln, das sie besser treffen aber bitte in der Jagdbogen-klasse na super, echt mal Leute mit Anspruch!
Ich finde es voll in Ordnung besser gruppieren und treffen zu wollen, will ich übrigens auch aber nicht mit diesen Hilfsmitteln.


@poschta
Ich möchte Dir nichts unterstellen meine Aussage ist nicht auf Dich bezogen!
Wer lesen kann ist klar im Vorteil wenn man die Fähigkeit besitzt den Inhalt zu verstehen

Blankbogner

Zitat von: Trasher am 27.11.18, 16:39Naja, indirekt sehe ich da schon einen Zusammenhang und zwar dort, wo in der Jagdklasse ein 70" 30# Blankbogen mit 12" Stabie und Button mit 5gpp geschossen wird. Das ist kein Jagdbogen auch wenn Verbände es zulassen.
Wenn Du die Schützen darauf ansprichst das so ein Bogen aber auch gar nichts mit einem Jagdbogen zu tun hat, werden se maulig "wir sind ja nicht auf der Jagd, das ist eine Sportveranstaltung, alles richtig!

Aber dann steht doch auch dazu in einer anderen Klasse zu schießen, lieber doch nicht, weil dann der angebliche Vorteil der Sportbogens nicht greift, da alle solch einen Bogen nutzen.
Beides hat durchaus seine Berechtigung.

Und das ist kein Einzelfall solche Leute begegnen mir in der letzten Zeit relativ oft!
Und was erhoffen sich die meisten die auf einen Sportbogen wechseln, das sie besser treffen aber bitte in der Jagdbogen-klasse na super, echt mal Leute mit Anspruch!
Ich finde es voll in Ordnung besser gruppieren und treffen zu wollen, will ich übrigens auch aber nicht mit diesen Hilfsmitteln.


@poschta
Ich möchte Dir nichts unterstellen meine Aussage ist nicht auf Dich bezogen!

Ja Trasher,

und diesem ganzen Häckmäck haben wir nur den Verbänden zu verdanken, weil die so was zulassen.
Meinetwegen sollen die doch damit schießen, aber bitte in eigener Klasse und schon gar nicht gegen jagdlichem Holzbogen, der auch noch Stacking hat und nur ruihig ist mit halbwegs schweren Pfeilen und einer dickeren Sehne.
Die Verbände sind die die man hier anklagen sollte.
Darum bin ich auch schon seid 15 Jahren in keinem mehr angeschlossen, weil die nicht das Ziel verfolgen das ich mir vorstelle.... ;)
Servusla, bis bald....Guidl



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Sabiji

@Trasher
5gpp bei 30#, geht das überhaupt? ;-)
Dein beschriebener Bogen mit Jagdstabi und Button findet sich bei der IFAA unter BHR, und da sind die im wesentlichen unter sich. Dann wäre da noch der DBSV, der lässt einen 70 Zöller noch mit Plaste Pfeilauflage zu, aber keinen Jagdstabi.
Wären da noch freie Turniere, aber die sind doch auch meist in den Ausschreibungen klar geregelt. Turniere, wo es nur eine Recurve ohne Visier-Klasse gibt, sind in meinen Breiten extrem selten.

Aber wo willst du da anfangen? Viele Schützen schießen auch bei den Tradi-Recurves gerade mal 35 oder 40 Pfünder. Und dann häufig auch relativ leichte Pfeile, um die Parabel zu begrenzen.

Aber klar, ich kann Deinen Ärger schon verstehen. Ich selbst gehöre zu deinem "Feindbild". Volles Programm,68 Zoll, Metall-MT, Jagdstabi, Pfeilauflage, Button, 54 lbs auf den Fingern, Pfeile bei 7,3 gpp und 16 Strang Sehne. Kraft trainieren tue ich mit einem 58" Grizzly-Nachbau und 64 lbs auf den Fingern 3 x wöchentlich mit mindestens 60 Pfeilen, sonst hätte ich schon Probleme, die 54 lbs "ausreichend sauber" zu bedienen (ja, ich bin ein Turnier-Schütze). Zum Spielen habe ich eine BW PL X mit 50 lbs. Mein BHR Bogen ist übrigens verdammt leise.
Wenn es keine BHR-relevante Klasse in der Ausschreibung gibt, starte ich mit Blankbogengewicht in der Blankbogen-Klasse. Hier muss ich mich aber dann u. u. mit echten Abgreifen rum schlagen (bis etwa 40 Meter schieße ich rein intuitiv).
Und ja, ich habe schon ein paar mal erlebt, dass ich bei freien Turnieren einige Leute an der Schießlinie beim Einschießen gesehen habe, die mit ihren Bögen "bei mir" in der Liste in der Endauswertung zu finden hätten sein müssen - dort aber nicht waren. Ob aus Unwissenheit oder Berechnung, keine Ahnung.

Machen wir uns doch nichts vor. In der Regel sind doch die Leute, die die vorderen Plätze entsprechender Klassen bei freien Turnieren,(selbst bei LM´s aber auch DM) unter sich ausmachen, wohl bekannt. Taucht da mal bei freien Turnieren ein falscher Bogen mit eher unbekannten Gesicht in Treppchen-Nähe auf, wird schon aufgemerkt.

@Blankbogner: und ich dachte immer, kleine Schusskanäle und etwas verrenkte Schusshaltung wäre nicht jagdlich...;-). Bestenfalls tricky. Ich kann Dir jedenfalls versichern, dass ich noch nie Probleme mit meinem 68ger Monster im Gelände hatte. Nicht mehr oder weniger als mancher Langbogner.
Semper Eadem

Blankbogner

Zitat von: Sabiji am 27.11.18, 18:53@Blankbogner: und ich dachte immer, kleine Schusskanäle und etwas verrenkte Schusshaltung wäre nicht jagdlich...;-). Bestenfalls tricky. Ich kann Dir jedenfalls versichern, dass ich noch nie Probleme mit meinem 68ger Monster im Gelände hatte. Nicht mehr oder weniger als mancher Langbogner.

Tricky oder jagdlich.... ist für mich das gleiche.
Auf der Jagd musst du auch entscheiden ob du jetzt noch knapp über den Ast schießt oder wartest bis das Wild noch einen Schritt unter den Ast macht, dann aber vielleicht auch einen anderen Weg einschlägt und du nicht zum Schuss kommst.... und das alles in sec.... ;)
Sicherlich ist das auf einem gut gestelltem Turnier nicht so, aber angelehnt daran.
Und wenn du mit deinem 68" Recurve den du bestimmt auf 12 Uhr hältst, noch keine Schwierigkeiten auf einem Turnier hattest, dann warst du noch nicht auf so einem von mir beschriebenen.... denn da mußt du oft genug so einen langen Recurve, oder auch Langbogen dann mit 45° Schräglage schießen, eben genau aus dem Grund....daß es da die olypic Recurve an die verzweiflung bringt... mich aber nur anfeuert..... ;)  :rolleyes:
Servusla, bis bald....Guidl



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