Performance von Holzrecurve vs. Sportrecurve (Barebow)

Begonnen von poschta, 15.11.18, 11:24

klassischen Recurve (zb. Falkenholz) oder doch ein Sportrecurve

Klassisch?
25 (73.5%)
Sportrecurve?
9 (26.5%)

Stimmen insgesamt: 29

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Landbub

Gruppen: Ganz klar Sport Recurve. Wegen Pfleilauflage und Button. Kannst auch viel leichtere Pfeile schiessen, was grad bei ungekannten Entfernungen ein dickes Plus ist.

Kommt auch auf die Klasse an. Ich schiesse im kommenden Jahr nach Compound evtl. die WA Instinktinvklasse, da brauchst ein Holzmittelteil mit Klebeauflage Superrest), aber gerne Carbon WAs.

spitfire

rein technisch spricht die Pfeilauflage und der Button für den Sportrecurve. Für mich allerdings sind diese Bögen weit vom unmittelbaren Erlebnis Bogenschießen entfernt, sind halt Schießmaschinen. Kodiak Magnum oder Primbogen mit Holzpfeilen, das ist für mich Bogenschießen pur. Aber man kanns sich ja aussuchen  ;) 

Steve.bsfd

Zitat von: spitfire am 19.11.18, 10:11rein technisch spricht die Pfeilauflage und der Button für den Sportrecurve. Für mich allerdings sind diese Bögen weit vom unmittelbaren Erlebnis Bogenschießen entfernt, sind halt Schießmaschinen. Kodiak Magnum oder Primbogen mit Holzpfeilen, das ist für mich Bogenschießen pur. Aber man kanns sich ja aussuchen  ;) 

jep, 100%ige Zustimmung, sehe ich genauso :)
68" Spigarelli Revolution BB mit Uukha Vx+ 42# <br />64" Jackalope Tourmaline Speed 45# @ 28"<br />60" Jackalope Diamond (green/black) 40# @ 28"

Landbub

Zitat von: spitfire am 19.11.18, 10:11Kodiak Magnum oder Primbogen mit Holzpfeilen, das ist für mich Bogenschießen pur. Aber man kanns sich ja aussuchen  ;) 

Der Vergleich ist jetzt aber weit hergeholt :-)
Wir haben Leute im Verein, die sprechen auch nicht vom Bogenschiessen, sondern vom "Pfeile fliegen lassen". Mei, wie Du sagst: Jeder wie er mag. Nur Wettbewerb braucht man gegen die nicht schiessen, alles über 30m wird dann doch Zufall :-)

Von einer Schiessmaschine sind wir da aber noch weit weg, denn da muss viel eingestellt werden. Mein Compound ist ne Schiessmaschine. Aus einer solchen den gleichen Pfeil 3 x geschossen flog auf 20m tatsächlich haargenau in dasselbe Loch der Scheibe. Damit ist klar: wenn man damit nicht trifft, liegst sicher an mir.

spitfire

Ich schweife in die Ferne und komme vom Thema ab. Mit dem Kodiak Magnum lassen sich bis 40 m ganz passable Ergebnisse erzielen, beim Prim wird's eng. Aber das wird den Fred-Starter wohl nicht interessieren.... :rolleyes:

AST

dem Threadopener ging es weder um das für und wieder von Compound- oder Primitivbögen, sondern um die wesentlichen Unterschiede zwischen Holzrecurce (ich persönlich halte diesen Begriff für falsch, da lediglich das Trägermaterial aus Holz ist und das Leistungsmaterial aus GFK Laminaten - ist abr auch wieder ein anderes Thema) und Sportrecurve (barebow).

Die wesentlichen Punkte sind genannt: Gewicht, Pfeilauflage / button und stabile Wurfarme für niedrige Pfeilgewichte...

Alles weitere ist..... (ich mach jetzt keine Ankreuzliste)
"Primitive" means FIRST - (not worst)

poschta


tradbowarchery

Ich habe beide Varianten geschossen und für mich persönlich hat der moderne Recurve einige Vorteile, die hier schon genannt wurden.
Ich selbst werde in Zukunft wohl mehr mit den modernen Recurves schießen...

Aber: Ein traditioneller Recurve mit schwerem Holzmittelteil, eingeklebter Pfeilauflage und leichtem Pfeilmaterial ist schon verdammt dicht dran am modernem Material... :D

Gruß Edgar

Blankbogner

Zitat von: Landbub am 19.11.18, 19:04
Zitat von: spitfire am 19.11.18, 10:11Kodiak Magnum oder Primbogen mit Holzpfeilen, das ist für mich Bogenschießen pur. Aber man kanns sich ja aussuchen  ;) 

Der Vergleich ist jetzt aber weit hergeholt :-)
Wir haben Leute im Verein, die sprechen auch nicht vom Bogenschiessen, sondern vom "Pfeile fliegen lassen". Mei, wie Du sagst: Jeder wie er mag. Nur Wettbewerb braucht man gegen die nicht schiessen, alles über 30m wird dann doch Zufall :-)

Dann habt ihr halt nur mittelmäßige Tradis im Verein.... Bei meinem sind da einige die instinktiv sogar mit 550gn Pfeilen auch auf 45-50m das Tier immer mit dem 1. Pfeil treffen...  :rolleyes:
Servusla, bis bald....Guidl



http://stringwistler.blogspot.de

Trasher

Bei den heutigen aus Holz gefertigten Bögen und ich rede jetzt von modernen Jagdbögen ohne Visier intuitiv geschossen übers Shelf, ist der einzige Nachteil das man zum Teil gegenüber einem ILF Jagdbogen eine größere Bandbreite an Pfeilen schießen kann, da sie extremer über Mitte geschnitten sind und sie sind halt schwer und daher verzeihender.

Ich schieße keine besseren Gruppen mit meinem ILF Jagdbogen gegenüber meinen anderen Jagdbögen und soo schlecht schieße ich auch nicht!
Gewicht wegen der Ruhe gibt sich nichts.
Mein Kraken hatte 1.6 Kilo mein Sasquatch SS hat 1.4 Kilo und mein Hybride 1.2 Kilo. So what!
Und den neuen Hybriden den ich von KH bekomme hat auch so um die 1,2 Kilo.
Wenn man Erfahrung hat und schießen kann und das Setup stimmt ist es gleich.

ZitatKannst auch viel leichtere Pfeile schiessen, was grad bei ungekannten Entfernungen ein dickes Plus ist.
Ich persönlich halte bei einem Jagdbogen einen leichten Pfeil nur bedingt für vorteilhaft (Wind, Äste usw.).  Jo flachere Flugbahn aber das kann man üben, ist gar nicht so schwer benötigt halt ein bisschen Zeit und Erfahrung!
Wenn ich das so mal in meinem Verein mir ansehe, schießen die meisten der ILF Schützen weit weniger GPP wie ich. Ich schieße so um die 10GPP auf meinem ILF-Jagdbogen
Das heißt aber nicht das sie auch besser treffen!
Auch habe ich die Feststellung bei  meinen Bekannten gemacht, dass viele am Anfang einen leichten Pfeil (mich eingeschlossen eben genau aus den Gründen die Landbub nennt) schossen, mit den Jahren aber zu einem schweren Setup gewechselt sind. Warum auch immer, ist nur eine Feststellung und ist voll subjektiv!

ZitatDann habt ihr halt nur mittelmäßige Tradis im Verein.... Bei meinem sind da einige die instinktiv sogar mit 550gn Pfeilen auch auf 45-50m das Tier immer mit dem 1. Pfeil treffen...  :rolleyes:
Jup, Guido da kenne ich auch einige davon! ;)



Wer lesen kann ist klar im Vorteil wenn man die Fähigkeit besitzt den Inhalt zu verstehen

poschta

ILF - Jagdrecurve was ist damit gemeint?
Holzmittelstück und Carbonwurfarme?
Pfeilauflage?

Lg Johannes

Trasher

Eigentlich ist jeder Bogen mit dem man ein Tier töten kann auch ein Jagdbogen.
ABER! Wer will mit einem 66" bis 70" langen Prügel sich durch das Unterholz schleppen.

Für mich sind folgende Eigenschaften dafür wichtig!

Relativ kurz 19" oder 17"  Metall- oder Holzmittelteil ILF ist egal , egal ob reine Holz-, Carbon-, Glaswurfarme oder Mischungen aus allen.
Nicht ganz egal ist das Zuggewicht denn mit einem 30Pfund Bogen möchte ich nicht jagen. Also ab 45# aufwärts.
Nicht zu lang  ist ziemlich blöd im Wald wenn man ständig hängen bleibt also max. 60"-62" lang.
Intuitiv ohne Viser übers Shelf geschossen finde ich persönlich besser geht natürlich auch mit Auflage!
Pfeile ab 550 Grain aber mindestens 10 gpp!
Ein Bogen halt mit dem man jagen gehen kann!

Das ist aber keine allgemein gültige Definition, allerdings hat so ein Bogen wenig mit einem 23-25" FITA-Bogen zu tun.
Wer lesen kann ist klar im Vorteil wenn man die Fähigkeit besitzt den Inhalt zu verstehen

Blankbogner

Genau so sehe ich es auch.
Die langen FITA ILF Teile sind ganz und gar nicht meine Welt.
Ich hab zwar jetzt auch mal ein Junxing F261 17" MT angeschafft, aber meins sind einfach jagdlichere Bögen kurz und übers Shelf geschossen und Pfeile 10,5-14gpp, obwohl ich auch 30" Auszug hab. Ich muß auch keine 60-70m Schüsse auf ein 3D Bison o.ä. machen, das find ich e Blödsinn und hat nix mehr mit einem Jagdbogenturnier zu tun. Dann sollen es die Ausrichter doch gefälligst in "sportliches 3D-Turnier" ändern, dann weiß man vorher woran man ist. Nicht daß ich nicht auch mal 4-5 weite Schüsse in einem Turnier mag, aber alles auf WA max gestellt, hat nix mehr mit jagdlich schießen zu tun. Darum wollen ja heute auch so viele Schützen so leichtes Setup schießen, damit die Parabel bei so weiten Schüssen nicht ganz so hoch ist und sie noch mit der Spitze in den Rücken halten können, sind e die meisten Systemschützen geworden, Die instiktiven/ intuitiven sind doch dem Aussterben gewidmet, wenn es solche Turniere wie Teublitz, Nittenau u.a. jagdliche und tricki gestellten Turniere nicht mehr gibt.
Und gerade solche Turniere sind für mich das non-plus-ultra des Jagdbogenschießens... weit stellen und alles frei, kann doch jeder.
Servusla, bis bald....Guidl



http://stringwistler.blogspot.de

AST

Es gibt viele Arten mit dem Bogen zu schiessen. Leider geben die Bezeichnungen der Bögen / Bogenklassen in der Regel nur das Wunschdenken der Käufer bzw. die Klasseneinteilungen der Verbäne wieder und um noch mehr Punkte aus seinem Set-up heraus zu holen, wird getunt, gepfeilleichtert, angeschraubt, abgeschraubt, usw.....
Dass der Fehler hinter dem Bogen steht, wird meist vergessen, bzw. die Selbstsicht des Schützen ist eine andere 8)
"Primitive" means FIRST - (not worst)

Landbub

Zitat von: Blankbogner am 23.11.18, 10:13Ich muß auch keine 60-70m Schüsse auf ein 3D Bison o.ä. machen, das find ich e Blödsinn und hat nix mehr mit einem Jagdbogenturnier zu tun.

Jessas, da kennt sich einer aus :-)
Abgesehen davon, dass Du absolut recht hast mit dem "Blödsinn" derartig weiter Schüsse (kenn ich so aber nur von verbandsfreien Turnieren, v.a. in Ö) gibts solche Entfernungen bei Verbandsturniern NICHT.

Hab jetzt nicht inden SpOs geblättert, sondern aus dem Gedächstnis geht WA bei Klasse 1 von 30 bis max (!!) 45m, bei Klasse 4 ist schon bei 18m Schluss. Und üblicherweise wird nur EIN Ziel pro Klasse auf max gestellt. Also hast du meist nur einen Schuss >40m.

Beider IFAA gehts ein wenig weiter, nämlich bis 60yd, das sind ca 54m. Aber auch da steht normalerweise nur ein Tier auf max. Und die üblichen Schweine, Wölfe etc stehen auch nur auf ca. 25m


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