Nockpunktbegrenzer

Begonnen von goldenarrow, 16.10.18, 17:28

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goldenarrow

Hallo Leute,

ich experimentiere gerade mit der Mittenwicklung und der Anzahl der Nockpunktbegrenzer herum. Jetzt stellt sich mir die Frage. Darf ich auch ganz ohne Nockpunktbegrenzer ein Turnier spielen oder nicht?  Und falls dies nicht gestattet ist. Wie hoch oder groß muss er mindestens sein, wie lange darf er höchstens sein?

ragnar

ZitatJetzt stellt sich mir die Frage. Darf ich auch ganz ohne Nockpunktbegrenzer ein Turnier spielen oder nicht?
Würde ich schon meinen, damit bist du ja eher im Nachteil.
Du darfst ja auch ohne Visier in der FU Klasse mitschießen, wenn du unbedingt willst.

Die einzige mir bekannte Einschränkung betrifft visierfreie Klassen (wohl BHR in dem Fall), wo keine Markierungen an Bogen und Sehne angebracht sein dürfen, die irgendwie zum Visieren verwendet werden könnten.
Ich lasse mich da gerne korrigieren.
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand.
Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat."
(René Descartes)

Waldgeist

Damit haben die KaRi aber praktisch keine Kontrolle bezgl. Stringwalkings.
Jeder Mensch kann irren, aber Dummköpfe verharren im Irrtum!
Cicero

cweg

Recurve Alpsbow Shadow Shadow Techno Special 62" 44#@30"

goldenarrow

Waldgeist hat das Problem verstanden.

goldenarrow

Ragnar ich sehe das als Vorteil wenn man 3under spielt
und die Nocke relativ gut klemmt sodas sie beim Ziehen nicht verrutscht brauche ich keinen Nockpunktbegrenzer. Hab mein beste Runde am Vereinsparcour ohne gespielt. Die Frage ist ob dies erlaubt ist oder nicht. Ich hab mir jetzt einen alibimässig einen draufgewickelt, verwende ihn aber nicht da ich die Nocke absichtlich ein wemig tiefer einnocke. Ist das erlaubt?

Landbub

DFBV:

Der Punkt an der Sehne an dem der Pfeil eingenockt wird; dieser Punkt kann
durch ein oder zwei Klemmringe (o.ä.) markiert sein

"KANN" - also kein Muss!

Aber:
Es ist nur ein (1) Nockpunkt an der Sehne erlaubt, welcher durch ein oder zwei Nockpunktringe
markiert sein kann.

Wie willst du ohne Begrenzer zeigen, dass du nur einen Nockpunkt verwendest?


DSB:
einem Nockenbett mit Wicklung oder bis zu zwei Nockpunktmarken.

Würde ich so interpretieren, dass ein Begrenzer da sein muss.


Was sicher nicht geht ist ein "Alibi-Begrenzer". Der wäre eine unerlaubte Zielhilfe, wenn im Sichtbereich.


Das ist aber hypothetisch, weil das Schiessen ohne Fixierung auf der Sehne relativ sinnfrei ist.



AST

Also ich habe jahrelang ohne Nockpunktbegrenzer geschossen. Funktioniert prima.
Ich mag dazu auch keine  fest klemmenden Nocken. Funktioniert auch prima (bei mediterranem Release ;) ).

"Primitive" means FIRST - (not worst)

Hegges

du hast doch aber trotzdem einen "Nockpunkt" an dem die Nock auf die Sehne gelegt wird, oder ?
der Punkt ist immer gleich, oder variiert die Nock auf der Sehne ?

Gibt es sowas wie "Nockwalking" ?
Wäre bestimmt ein interesanter Einwurf für div. Sportordnungen :)

Hegges
Das Leben ist grausam

ragnar

Also, flexibler Nockpunkt und Schießen über den Handrücken passen jedenfalls nicht zusammen. Der Pfeil tendiert dann nämlich dazu, tiefe Spuren in der Haut zu hinterlassen - vom Reiten einmal ganz abgesehen. Deswegen steht das für mich überhaupt nicht zur Debatte.
Meine Tochter schießt auch 3-under (hat sie vom Trainer, nicht von mir), aber mit fixem Nockpunkt.
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand.
Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat."
(René Descartes)

AST

17.10.18, 10:47 #10 Last Edit: 17.10.18, 12:28 by AST
Ich habe versucht, immer auf der gleichen Stelle einzunocken. Man erkennt die Stelle auch auf der Miwick nach ein paar Schüssen. Man kann auch den Faden, der beim Wickeln der Miwick durchs Festziehen herausschaut als Anhaltspunkt nehmen...
Jetzt habe ich mittlerweile einen gewickelten Nockpunktbegrenzer, da blindes Einnocken (bspw. bei einem Nachtturnier) ohne Begrenzer ziemlich nervig ist, da man immer mit der Taschenfunzel schauen muss....

Wie gesagt gilt das bei mir für mediterranes Release.
"Primitive" means FIRST - (not worst)

Landbub

Zitat von: AST am 17.10.18, 10:05Also ich habe jahrelang ohne Nockpunktbegrenzer geschossen. Funktioniert prima.
Ich mag dazu auch keine  fest klemmenden Nocken. Funktioniert auch prima (bei mediterranem Release ;) ).

Wo ist da der Vorteil? Ein fester Nockpunkt ist essentiell für die Gesamtsystemabstimmung. Es gibt da auch keine Situation, wo man mit "etwas höher oder niedriger" Vorteile hätte.
Und dabei hilft eben ein Nockpunktbegenzer oder zwei.

Das müssen auch nicht diese unmöglichen Messingrige sein. Wenn die Nocke gut auf sie Sehne passt, reicht da ein dickerer Knoten (ich nehmen den "Double Contrictor Knot") aus Sehengarn und fertig. Da ruscht keine Nocke drüber.

AST

18.10.18, 15:18 #12 Last Edit: 18.10.18, 22:08 by AST
@Landbub

Ohne Nockpunktbegrenzer ging es prima und ohne Probleme!
Wenn dich sowas in deinem "Weltbild" erschüttert, einfach ignorieren. Wahrscheinlich haben wir beide einfach komplett unterschiedliche Heransgehensweisen an das Bogenschiessen. Ausserdem habe ich geschrieben, dass ich immer auf der gleichen Position eingenockt habe (Zumindest habe ich es versucht... ;) ).

Ich habe über die Jahre einfach zu viele Schützen erlebt, die an jeder zweiten Scheibe den Nockpunkt und die dazugehörige Standhöhe gecheckt haben, die überhaupt nicht mehr schiessen konnten, wenn sich ihr geklebt/gewickelter/geknoteter Nockpunkt ganz leicht verschoben hat.
Wenn ich mal daneben lag, hatte ich bei diesem Schuss entweder eine sofortige Rückmeldung meines Fingergelenks oder der Pfeil hat nen Rodeoflug gemacht oder beides..... beim nächsten Schuss einfach wieder ein bisschen mehr geschaut, was ich da mache und es ging prima weiter...
Heutzutage bin ich älter und bequemer, schieße einen Bogen über einen längeren Zeitraum mit ein und denselben Pfeilen und mach mir auch als Begrenzer nen Knoten auf die Miwick. Ich traue mir aber immer noch zu, auch ohne Nockpunktbegrenzer ohne Probleme zu schiessen!
"Primitive" means FIRST - (not worst)

ragnar

ZitatOhne Nockpunktbegrenzer ging es prima und ohne Probleme!
Da muß ich AST prinzipiell zustimmen.
Ich habe einen Nockpunktbegrenzer nur, um blind einnocken zu können. Und zwar den Pfeil nach Gefühl etwas unterhalb des Begrenzers auflegen, und dann bis zum Anschlag nach oben schieben.
Ich schieße Reiterbogen ohne Pfeilauflage, also über den Handrücken (eigentlich den Daumen). Das führt den Anspruch des sub-millimetergenauen Einnockens ad absurdum, da die Position der Bogenhand und damit der "Pfeilauflage" differiert.
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand.
Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat."
(René Descartes)

grumpf

Ich schieß teilweise nur mit einer Markierung als Nockpunkt auf der Sehne. Durch das Daumen schießen haben sich bei mir schon ganze Mittwicklungen verschoben (zu viel Druck von unten auf den Pfeil und dadurch auf den Nockpunkt).
Messingringe mag ich nicht und auf der aktuellen Sehne halten die gewickelten Nockpunkte nicht.
Wer trifft, ist nur zu faul, seine Pfeile zu suchen.

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