Langbogenklasse bei 3D-Turnieren von Vereinen

Begonnen von taspe, 17.09.18, 15:55

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AST

Na ja, Recurve ist eigentlich nur, wenn die reverse Biegung im äusseren Teil der Wurfarme (zu den Tips hin) stattfindet.
Reflex kann auch im Griff sein, was dann eben kein Recurve ist....So kann es eben auch einen reflexen Recurve geben (gab es historisch auch). Da die Kurven bei einem Hybriden meist sehr lang sind (großer Radius), ist ein Hybrid kein richtiger Recurve..... aber auch kein richtiger Langbogen - eine Hybris sozusagen 8).

Karly

Zitat von: AST am 19.09.18, 12:00...ist ein Hybrid kein richtiger Recurve..... aber auch kein richtiger Langbogen - eine Hybris sozusagen 8).

Also kein Langbogen ....
Somit sollten alle Hybrid Bögen bei den Recurves mitschiesen... Ziemlich klare Regel...
Was 99% der sogenannten Tierschützer betreiben ist einfach nur das ausleben einer unbehandelten Geisteskrankheit!

ragnar

Zitat- eine Hybris sozusagen 8).
Der Terminus "Hybris" ist leider schon anderweitig belegt ...  :rolleyes:

Dann würden auch übliche Reiterbögen in die Kategorie Recurve fallen. Erstere haben aber üblicherweise keinen Shelf / Schußfenster.
Ich würde mich da etwas schwertun, mit den Stringwalkern und Gapshootern mitzuhalten ...
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand.
Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat."
(René Descartes)

Karly

Zitat von: ragnar am 19.09.18, 12:30
Zitat- eine Hybris sozusagen 8).
Der Terminus "Hybris" ist leider schon anderweitig belegt ...  :rolleyes:

Dann würden auch übliche Reiterbögen in die Kategorie Recurve fallen. Erstere haben aber üblicherweise keinen Shelf / Schußfenster.
Ich würde mich da etwas schwertun, mit den Stringwalkern und Gapshootern mitzuhalten ...


Warum ?
Stringwalking und Gap geht doch auch mit dem Reiterbogen.. Da kannst den Fitanasen echt Angst machen ;)

Und Schußfenster war über 10000 Jahre nicht wichtig ;) :)
Was 99% der sogenannten Tierschützer betreiben ist einfach nur das ausleben einer unbehandelten Geisteskrankheit!

AST

Im Begriff Recurve steckt nichts von einem Schußfenster, das ist ein nicht passendes Kriterium für die Bezeichnung über die Bogenform (Wurfarmform).
Das Reiterbogen ein etwas unglücklicher Begriff ist, da gab es schon einige Diskussionen - vielleicht sollten dann solche Bögen nur von reitenden Bogenschützen geschossen werden; zu Fuss im Wald auf 3D Turnieren sind Reiterbögen dann auf jeden Fall fehl am Platz  :evil:
Gibt ja auch den besseren Begriff Reflexbogen - womit wir wieder beim Recurve wären....

Karly

Zitat von: AST am 19.09.18, 12:45Gibt ja auch den besseren Begriff Reflexbogen - womit wir wieder beim Recurve wären....

Und somit auch das Faktum Bogenfenster eliminiert hätten ;)
Was 99% der sogenannten Tierschützer betreiben ist einfach nur das ausleben einer unbehandelten Geisteskrankheit!

ragnar

ZitatGibt ja auch den besseren Begriff Reflexbogen - womit wir wieder beim Recurve wären....
Stimmt, im Begriff "Recurve" steckt nicht explizit ein Schußfenster.
Das geht dann (meistens) aus einer verbalen Beschreibung der Bogenklasse hervor.

ZitatWarum ?
Stringwalking und Gap geht doch auch mit dem Reiterbogen.. Da kannst den Fitanasen echt Angst machen ;)
Bei mir nicht. Ich ziehe mit dem Daumen, und bis zur Schulter. Da ist nichts mit "über den Pfeil visieren".
Und außerdem würde dabei der energetische Vorteil der (bzw. meiner) Reiterbögen verlorengehen - sprich, die gespeicherte Energie ist proportional zum Auszug (minus Standhöhe).

ZitatDas Reiterbogen ein etwas unglücklicher Begriff ist, da gab es schon einige Diskussionen - vielleicht sollten dann solche Bögen nur von reitenden Bogenschützen geschossen werden; zu Fuss im Wald auf 3D Turnieren sind Reiterbögen dann auf jeden Fall fehl am Platz  :evil:
In den Begriff könnte man einiges reininterpretieren.
Aber Völker, die derartige Bögen benutzen, hatten üblicherweise keinen zweiten Nicht-Reiter-Bogen für die Benutzung zu Fuß.
Und bei "im Parcours fehl am Platze" fallen mir automatisch die antennenbewehrten Target-Compounds ein ...  :evil:
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand.
Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat."
(René Descartes)

tradbowarchery

Sicher alles richtig und doch viel Kaffeesatzlesen! ;)

Was Dich genau erwartet, das liest du in der Ausschreibung des jeweiligen Turniers!
Der Veranstalter macht die Regeln und muss sich dabei (gottseidank) nicht an Vorgaben der mittlerweile fünf deutschen Verbände halten.
Manchmal wird auch nur nach verwendetem Pfeilmaterial einsortiert und wenn dein Wurfgeräte keine Rollen hat, ist es egal ob Langbogen oder Recurvebogen...

Wie gesagt: Es liegt im Ermessen des Veranstalters!

Gruß TBA

ragnar

Genau.
Habe mich letztens bei einem Turnier angemeldet, wo die Beschreibungen für die RB und PB-Klassen praktisch identisch sind. Einzige Kriterien - keine Pfeilauflage und Holzpfeile.
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand.
Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat."
(René Descartes)

AST

Zitat von: AST am 19.09.18, 11:30Die Bezeichnung der Bogenklassen lässt hinsichtlich der Trennschärfe schon lange zu wünschen übrig...

Im Grunde genommen werden dadurch doch nur Turnierklassen / Wettbewerbsklassen beschrieben und keine Bogentypen...

Ich glaube das passt hier, das Zitat 8)

Juergen Becht

Klärt mal einen auf der keine Ahnung hat:

Was ist ein Hybridbogen?
(Ich kenne Hybris nur vom Amiga) ;)
Anpassung für Kleingeister: Besser eine Taube im Bett als den Spatz in der Hand...

Landbub

Ein langbogen mit etwas recurve, also keine klare "D-Form".

Mathematisch: Der Bogen hat mindestens einen Wendepunkt im Wurfarm.

Kuckingen

Und jetzt stellt sich die Frage, warum sollte man einen Langbogen anders definieren als die Verbände. Gibt eh mehr als genug Bogenklassen.
Dem klugen Schützen gleicht der höhere Mensch. Verfehlt dieser sein Ziel, so wendet er sich ab und sucht die Ursache seines Fehlschusses in sich!

Juergen Becht

Hmm, ist dann mein Griffon auch ein Hybrid?
Der hat abgespannt nämlich auch eine Recurveform in den Wurfarmen, nur, wenn er aufgespannt ist hat er eine klare LB-Form...
Anpassung für Kleingeister: Besser eine Taube im Bett als den Spatz in der Hand...

Lakeshooter

Es geht klar um die aufgespannte Form. Alles andere wäre ja total Banana.

Und zu:
Zitat von: Kuckingen am 20.09.18, 14:39Und jetzt stellt sich die Frage, warum sollte man einen Langbogen anders definieren als die Verbände. Gibt eh mehr als genug Bogenklassen.

Wären sich die Verbände einig, dann würde sich die Frage nicht stellen.
Gibt ja auch teilweise die Bogenklasse "moderner Langbogen", wo dann alle Hybriden reinfallen.

Habe auch schon von Schützen gehört, die mit einem Wave bei Meisterschaften mitgeschossen haben, trotz Reflex/Deflex (meine es war beim DSB).

Worin der Unterschied zwischen einem TD-Langbogen (mit abnehmbaren WA) sein soll, zu einem nicht TD (beide klassische D Form) erschließt sich mir nicht. Genauso wenig, warum die Form des Bogenfensters einen Bogen zum Langbogen machen soll oder nicht.

Wenn in den Ausschreibungen zu einem Turnier nichts über eine Definition des Langbogen gemäß Verband XY steht, wäre bei mir jeder Bogen zulässig, der mindestens 64" hat und bei dem die Sehne nicht an den Wurfarmen anliegt. Und um sicher zu gehen, beim Anmelden vor Ort nachfragen und sich ggf. nach TRB umschreiben lassen. Ist zwar doof, aber wenn die Verbände schon nicht in der Lage sind einheitliche Definitionen zu schaffen, kann man es von den Turnierveranstaltern erst recht nicht verlangen.



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