Bodkin-Spitzen im Parcours ?

Begonnen von ragnar, 12.09.18, 14:11

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AST

Die Kanten eines eckigen Bodkins "schneiden" das Zielmaterial kaputt. Deswegen sind Vierkantbodkins genau wie Jagdspitzen in der Regel nicht erwünscht.
Wenn der Bodkin rund ist, macht es normalerweise keine größeren Schäden als mit Feldspitzen.

"Primitive" means FIRST - (not worst)

ragnar

Wie gesagt, ich sehe das eher entspannt. Ich will nur keine Pfeile mitschleppen, die ich dann nicht verwenden darf.
Dann werden eben pseudo-historische Nachbauten draus, mit denen ich Strohballen beschieße.
Wie die Pfeile mit Jagd- und Kriegsspitzen, die ich ein oder zweimal im Jahr probiere.
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand.
Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat."
(René Descartes)

ravenheart

Zitat von: AST am 13.09.18, 19:34Die Kanten eines eckigen Bodkins "schneiden" das Zielmaterial kaputt. Deswegen sind Vierkantbodkins genau wie Jagdspitzen in der Regel nicht erwünscht.
Wenn der Bodkin rund ist, macht es normalerweise keine größeren Schäden als mit Feldspitzen.

Auch eckig nicht, denn wenn der Durchmesser gleich ist, ist der Schusskanal nicht größer als bei einer Feldspitze. Einziger Unterschied: Bei der Feldspitze REISST das Material, und zwar zufällig, der Bodkin hingegen macht einen klar definierten Kreuzschnitt.
Da aber der selbe Schaftdurchmesser "durch muss", dürfte die Gesamtlänge des Schnittes nicht größer sein als der unkontrollierte Riss.

Der wesentliche Unterschied ist:
Der Riss hat raue Risskanten, die sich beim Wiederverschließen teilweise verzahnen, während die Schnittkanten eher glatt sind und daher weniger verzahnen.
Dadurch sinkt der Gesamt-Zusammenhalt des Schaumstoff-Körpers schneller, das Ziel wird schneller "weich"...

Jagdspitzen haben eine Klinge, die i.d.R. breiter ist als der Schaft. Daher ist der damit entstehende "Schlitz" größer, als er für den Schaft sein müsste, und ZUSÄTZLICH glatt im Schnitt...

Rabe

DeLauer

Zitat von: ragnar am 13.09.18, 16:13Man kann es natürlich auf die Spitze treiben, und das Pfeilgewicht immer wieder halbieren......und irgendwann kackt der Bogen ab ...

....

Aber 5gpp und 10gpp geht normalerweise mit jedem modernen Compound.

Das ist mir alles bewusst  8)

ragnar

Das hab ich mir gedacht.
Wobei, der interessante Bereich beginnt früher. Ein gutes Beispiel sind Manchu-Bögen. Selbst heutige Hersteller mit modernen Materialien empfehlen 13gpp oder mehr (z.B. Cinnabar). Geht man drunter, merkt man das am Handschock.
Bei den berüchtigten lederbelegten Glasfiber-Bögen aus Ungarn genauso. Ich habe mit so einem Teil einmal Weitschußversuche gemacht (wegen fehlendem Chrono). Der Bogen hat 13 ... 14gpp Holzpfeile genauso weit geworfen wie 8gpp Carbonpfeile.
Bei den Koreanern (Kaya KTB u.ä.) war das anders, da habe ich einen deutlichen Unterschied gesehen.
Worauf ich hinaus will - von einer konstanten Effizienz des Bogens kann man nicht ausgehen.
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand.
Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat."
(René Descartes)

AST

Effizienz hin oder her, bei der Frage um erlaubte / erwünschte Spitzen auf 3D Parcours kommt mit theoretischen Effizienzwerten nicht weiter...
Es gibt genügend Parcours, die keine Compounds zu lassen.
Und mir ist kein Parcours bekannt, der in irgendeiner Art schneidende Spitzen zulässt. Ab und an gibt es mal vereinzelt Turniere, wo man mit Jagdspitzen teilnehmen darf / muss.

P.S. Ich bin der Meinung, dass der schneidende Vierkantbodkin tiefer eindringt als ein drückquetschender runder Bodkin. Zusätzlich sind die Schäden durch die Schnittkanten größer und führen zu einer geringeren Lebenserwartung der 3D Ziele.
"Primitive" means FIRST - (not worst)

Wolverine

 der schneidende Vierkantbodkin richtet gut Schaden an egal mit welchem Bogen der Pfeil abgeschossen wird, wenn ich ehrlich bin würde ich die Teile auch nicht auf einem Parcours zulassen.
Es gibt Menschen, die zeigen Dir immer wieder, wie Du niemals werden willst.
Bögen von Bavarian Longbow, Black Widow, Centaur, Wapiti Bows, Martin

ragnar

ZitatEffizienz hin oder her, bei der Frage um erlaubte / erwünschte Spitzen auf 3D Parcours kommt mit theoretischen Effizienzwerten nicht weiter...
Es gibt genügend Parcours, die keine Compounds zu lassen.
Die Effizienzfrage ist geringfügig OT, allerdings aus dem Compound-Thema entstanden.
Durch die deutlich größere Energie pro Zuggewicht richten Compounds normalerweise mehr Schaden an als erwähnte Bodkins.
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand.
Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat."
(René Descartes)

AST

Schlägst du mit nem Compound auf die Tiere?

Es sind doch immer die Pfeile, die "Schäden" anrichten. Spitzenform, Durchmesser, Schaftgewicht, Schaftmaterial und dann auch die Energie, die der Bogen überträgt sind dann alles Faktoren....
Die Eindringtiefe und die Art des Loches sind auch zwei unterschiedliche Schadensparameter....
"Primitive" means FIRST - (not worst)

Achtbaeren

Hallo Bogenfreude,

wir sind doch wieder mal auf der via absurdum angelangt und ich find es zum Schmunzeln,
das wir ernsthaft Diskutieren:

Eine Bodkin Spitze ist zur Schadensmaximierung gebaut worden und jetzt Diskutieren wir
über den Schaden bei "Gummi-Tieren" ?
Bitte selber ein Tier kaufen und dann Draufschießen, Parcours bitte tunlichst damit nicht
Beschießen, das wäre mein persönlicher Wunsch, stets Eingedenk der Parcoursbetreiber!

Sonnigs Grüßle
Micha
Nunc est bibendum!

Sehnenbauer, Bogenbauer, Hundeliebhaber, Humorist

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