Bodkin-Spitzen im Parcours ?

Begonnen von ragnar, 12.09.18, 14:11

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ragnar

Ich habe noch ein paar Spitzen vom Bodkin-Typ rumliegen, die ich auch für meine Parcourspfeile verwenden will. Auch 100 grain, und keine Stelle der Spitze ist dicker als der Schaft (11/32"). Die gestanzten Löcher werden damit also auch nicht größer als bei üblichen Feldspitzen.

Gibt es Parcoursbetreiber, die sich da querstellen ?
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand.
Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat."
(René Descartes)

Karly

12.09.18, 14:19 #1 Last Edit: 12.09.18, 14:25 by Karly
Ja gibt es... Warum ? Frag sie am besten selber...
Aber welche Art von Bodkin Spitzen hast du ?

Hast du echte Bodkins oder nachgemachte möchtegern Kugelkopf Spitzen ?
Was 99% der sogenannten Tierschützer betreiben ist einfach nur das ausleben einer unbehandelten Geisteskrankheit!

ragnar

ZitatJa gibt es... Warum ? Frag sie am besten selber...
Im Heimatparcours ja kein Problem.
Auf Ausschreibungen und Parcoursregeln habe ich noch Bodkins nie erwähnt gesehen. Nur Jagdspitzen sind verständlicherweise verboten.
Wie gesagt, das Loch läßt sich äußerlich nicht von dem einer Feld- oder 3D-Spitze unterscheiden.


ZitatAber welche Art von Bodkin Spitzen hast du ?
Hast du echte Bodkins oder nachgemachte möchtegern Kugelkopf Spitzen ?

Bilder hab ich gerade nicht zur Hand, vielleicht heute abend.
Und nein, nicht die runde Variante. Die Spitze ist eine vierseitige Pyramide.
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand.
Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat."
(René Descartes)

DeLauer

Wenn es diese hier sind, dann sollte das kein Problem sein.


ragnar

Nicht ganz. Pyramidenförmige Spitze (4 Seiten), sonst recht ähnlich.
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand.
Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat."
(René Descartes)

DeLauer

Wenn sowas, dann machst Du dir damit keine Freunde bei Parcoursbetreibern.
Ich würde es lassen. Das kann sogar bis zu einem Parcoursverbot gehen.

ragnar

ZitatWenn sowas, dann machst Du dir damit keine Freunde bei Parcoursbetreibern.
Ja so ähnlich sehen die Spitzen aus.
Habe ich fast befürchtet.
Dann reserviere ich die Spitzen/Pfeile eben für's Strohballen-Schießen, bzw. eine Invasion der Panzerreiter ...

"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand.
Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat."
(René Descartes)

Karly

Ich könnte mir sehr gut Vorstellen das es in den Augen der Parcourbetreiber so ausschaut als ob die Spitze tiefer Eindringt und dadurch mehr "Schaden" am Tier hinterlässt.
Sprich das Tier schneller ersetzt werden muss.. (Kostenfaktor).
Was 99% der sogenannten Tierschützer betreiben ist einfach nur das ausleben einer unbehandelten Geisteskrankheit!

ragnar

Das vermute ich auch.
Wobei mir klar ist, diskutieren ist sinnlos.
Ein Compound richtet viel mehr Schaden an - durch die (meist) fast rechteckige Zuggewichtskurve hat ein Pfeil bei gleichem nominalem Zuggewicht annähernd die doppelte kinetische Energie.

Dann versuche ich es eben mit den sogenannten Seilschneidern ...  :evil:
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(René Descartes)

DeLauer

Zitat von: ragnar am 12.09.18, 20:20durch die (meist) fast rechteckige Zuggewichtskurve hat ein Pfeil bei gleichem nominalem Zuggewicht annähernd die doppelte kinetische Energie.

Nicht zwangsläufig.
Denn ist der Pfeil nur halb so schwer, dann relativiert sich das schon wieder.
Die Menge an kinetischer Energie, die ein Pfeil ins Ziel mitnimmt, hängt auch stark von seiner Masse ab.
Nicht nur vom Zuggewicht des Bogens.

ragnar

ZitatNicht zwangsläufig.
Denn ist der Pfeil nur halb so schwer, dann relativiert sich das schon wieder.
Leichter sind die Pfeile üblicherweise schon, dafür auch deutlich schneller. Und da sich bei Compounds die schwereren Wurfarme nur wenig bewegen, sind Compounds (üblicherweise) sehr effizient.
Bei meinem Bogen habe ich bei 54# und 315 grain Pfeilen ca. 305 fps gemessen. Habe dafür allerdings das Arme-Leute Chrono verwendet, also ein Smartphone mit der "Bowometry"-App. Die mißt die Schall-Laufzeit, in meinem Fall auf 10m.

ZitatDie Menge an kinetischer Energie, die ein Pfeil ins Ziel mitnimmt, hängt auch stark von seiner Masse ab.
Auf kurze Entfernungen wie im Parcours verliert auch ein leichter Pfeil nicht sehr viel Geschwindigkeit. Ich merke das jedesmal, wenn ich die Pfeile aus dem Ziel ziehen muß.
Und ja, ich habe einen zweiten, schwereren Satz Pfeile (380 grain), der schlägt noch tiefere Löcher, obwohl nicht so schnell.
Das die Penetration eher vom kinetischen Moment als von der kin. Energie abhängt, ist mir bewußt.
Deswegen ja auch die leichteren Pfeile. Gummitiere haben weder Herz noch Lunge, und bei den leichteren Pfeilen wirken sich Fehler im Entfernungsschätzen nicht so doll aus ...

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(René Descartes)

DeLauer

Geschwindigkeit ist nicht mit kinetischer Energie gleichzusetzen.
Ein leichter Pfeil ist zwar sauschnell. Speichert aber aufgrund seines geringeren Gewichts gegenüber eines Schwereren Pfeils wesentlich weniger kinetische Energie.


ragnar

ZitatEin leichter Pfeil ist zwar sauschnell. Speichert aber aufgrund seines geringeren Gewichts gegenüber eines Schwereren Pfeils wesentlich weniger kinetische Energie.

Das ist nicht ganz korrekt.
Ein leichterer Pfeil hat gemäß mv2 /2 z.B. die gleiche Energie wie ein doppelt so schwerer Pfeil, wenn er Faktor 1.4142 (Wurzel 2) schneller ist.
Allerdings ist die Querschnittsfläche eines Pfeils in Flugrichtung wenig vom Gewicht abhängig, aber der Luftwiderstand steigt wie die kinet. Energie quadratisch mit der Geschwindigkeit. Damit verlieren leichte, schnellere Pfeile ihre kinet. Energie auch schneller als schwerere Pfeile.
Das zweite Problem sind die Bögen. Mit fallendem gpp-Wert sinkt die Effizienz, und mehr Energie verbleibt im (knallenden) Bogen.
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand.
Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat."
(René Descartes)

DeLauer

Ach Du liebe Sch****e !  8)
Ein Physik Nerd  :D

Das war das erste Fach, welches ich in der Oberstufe abgegeben habe. Das habe ich nie gerafft.

Ich bin natürlich mal rein hypotetisch davon ausgegangen, dass beide Pfeile (leicht und schwer) mit dem selben Bogen geschossen werden.
Der Rest ist (für mich) einfache "Logik" .
Aber ich gebe mich in diesem Fall gerne geschlagen. Erscheint mir dennoch nicht logisch.
Vieleicht kommt ja noch jemand um die Ecke, der/die andere Ideen hat  ;)

ragnar

Zitat von: DeLauer am 13.09.18, 15:57Ach Du liebe Sch****e !  8)
Ein Physik Nerd  :D
Nicht wirklich. Hab ich zwangsweise mit "durchschleppen" müssen ...


ZitatIch bin natürlich mal rein hypotetisch davon ausgegangen, dass beide Pfeile (leicht und schwer) mit dem selben Bogen geschossen werden.
Das ist hypothetisch und praktisch richtig.
Man kann es natürlich auf die Spitze treiben, und das Pfeilgewicht immer wieder halbieren. Dann müßte im einfachen Modell der Pfeil immer schneller werden (Faktor Wurzel 2). Passiert aber nicht, und irgendwann kackt der Bogen ab ...

Aber 5gpp ist der Wert, den die ATA (und meines Wissens auch IBO) für die Geschwindigkeitsermittlung von Compoundbögen vorgeben. Und die Hersteller messen dann ohne Peep, D-Loop, und unter maximaler Ausnutzung der Toleranzen, und kommen so auf phantastische Werte ...
Aber 5gpp und 10gpp geht normalerweise mit jedem modernen Compound.
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand.
Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat."
(René Descartes)

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