rechtsgrundlage Bogenschiessen

Begonnen von mschwanner, 31.05.18, 18:36

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OKOK-Klaus

Ich bin da voll bei Andreas.
Kommunikation statt Konfrontation

Sprich mit den Jägern

Lade sie ein, zeig ihnen was ihr macht.


Ihr benötigt mit Sicherheit eine naturschutzrechtliche Genehmigung,
das geht nicht gut aus.

Im Zweifelsfall wird eine streng geschützte Art aus dem Hut gezaubert,
wir hatten mehrere Jahre lang ein Haselmaus Problem. 

Stell dir mal vor ihr gewinnt den Rechtsstreit, hmmm...kein gutes Karma
Autauga County Bowhunters

Gundog

Zitat von: tombows am 31.05.18, 19:22Grundsätzlich kann der Eigentümer dem  Jagdpächter sogar das Jagen auf seinem Grundstück untersagen

Das geht so einfach nicht. Nur mit erheblichen Aufwand und Gewissensentscheidungen  die bei einer Gemeinde wohl nicht zu finden sind.

Auch kann man im Aussenbereich nicht so einfach "Scheiben" aufstellen. Das kommt auf die Scheiben an... das geht evtl. bis zum Bauamt und die versagen das dann sowieso.

Bei vielen Jagdpachtverträgen ist es so das wenn sich die zu pachtende Fläche um einen gewissen Prozentsatz vermehrt oder verringert, kann der Vertrag aufgelöst werden .. aber letztlich sind solche Jagdpachtverträge nicht nur Dinge wo es um ein Hobby geht. Die Pächter haben eine Verantwortung, den Abschuss zu erfüllen, Wildschaden zu vermeiden , ggf. Fallwild zu entsorgen und bei Unfällen parat zu stehen (wenn z.B. keine Polizeistation in der Nähe ist) ... uvm. Je nach Revier, Lage ,Bundesland und Vertrag.

Das Wild vergrämt wird durch die zusätzliche Nutzung durch Bogeschützen ist keine Mär. Es kommt immer auf die individuelle Situation an. Wenn der Parkour in einem Rückzugsgebiet weit und breit ist (gerade im Winter)..

Ideal für beide Seiten sind in der Regel Ortsnahe Flächen wo eh schon viele Freizeitler rumtiegern. Diese werden eh wenn überhaupt nur selten bejagt. Auch ist das dann mit dem Diebstahl von Scheiben nicht so einfach ... 

 

machichmorgen

06.06.18, 11:49 #17 Last Edit: 06.06.18, 11:53 by machichmorgen
Aber bei einem Bogenparcours ändert sich die Fläche nicht, sie bleibt, wie wird nur zusätzlich genutzt,
ist nichts anderes wie Wandergruppen im Wald. Auch dadurch wird die Fläche nicht verringert.
Mit den Scheiben ist es von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche, in RLP braucht man z.B. eine Baugenehmigung
um Scheiben zu stellen.

Der beste Weg ist natürlich wenn beide Seiten aufeinander zugehen, Konfrontation sollte immer das letzte Mittel sein,
aber man sollte sie auch nicht scheuen.

Das meiste Wild findet man nebenbei auf Truppenübungspätzen, also dort wo immer Krach und richtig viel los ist,
ganz nebenbei sind das die gesündesten Ökosysteme die es in D gibt.

tombows

Für Scheiben brauchst du nur eine Baugenehmigung, wenn du sie fest installierst, wenn du nur Dreibeine ausstellst sind diese orstveränderlich, somit brauchst du keine Baugenehmigung, zumindest ist das bei uns in Bayern so. Genauso ist dies mit 3D Zielen.

Aber zum Glück gehört das Grundstück auf dem unser Parcuours steht nur 2 Privatpersonen, die eine davon bin ich.

Gruß tom

Gundog

Zitat von: machichmorgen am 06.06.18, 11:49Aber bei einem Bogenparcours ändert sich die Fläche nicht, sie bleibt, wie wird nur zusätzlich genutzt,

Materie kann aber nicht an zwei Stellen gleichzeitig sein... Wenn Bogenschützen da sind, wird die Ricke mit dem Kitz oder die Bache mit den Frilies wohl kaum neben der Scheibe bleiben und sich wohlfühlen.

Gewisse Dinge kann man gleichzeitig mehrfach nutzen, andere Dinge nicht. Wenn du aber für eine Nutzung zahlst und die Verantwortung dafür hast, dann sieht die Perspektive anders aus. Ich kenne beide Seiten der Medaille.

OKOK-Klaus

Die Baugenehmigung ist zwar teuer, aber bietet dir Rechtssicherheit, da sie nicht einfach widerrufen werden kann.
Ach.. hier gibt es die getüpfelte Waldunke, und schon wird die naturschutzrechtl. Genehm.
einfach widerrufen.
Mit ner Horde Jägern die dir nichts gutes wollen und sich in Sachen geschützte Arten sicherlich nicht schlecht auskennen, hätte ich da Bauchschmerzen.
Autauga County Bowhunters

machichmorgen

ZitatMaterie kann aber nicht an zwei Stellen gleichzeitig sein... Wenn Bogenschützen da sind, wird die Ricke mit dem Kitz oder die Bache mit den Frilies wohl kaum neben der Scheibe bleiben und sich wohlfühlen.

Das kenne ich aber von einigen Parcours andere, bestes Beispiel Dodenau.
Da kann man oft genug nicht schießen, weils Reh neben der Scheibe steht, und die Geräusche
aus der Dickung im oberen Bereich der Kultur, da wo der Hochstand ist, lassen auf zahlreiches
grunzendes Leben schließen.
Die Benutzung der Suhle im Südparcours sowieso.

Die Tiere haben sich schnell dran gewöhnt, und wenn die Bogner sich an die Zeiten halten,
tritt meiner Erfahrung nach, das Wild wieder wie gewohnt aus.
Sehe ich oft wenn ich Kontrollgang mache und unter der Woche allein unterwegs bin.

In einem anderen Parcours haben die Bogner sogar so etwas wie ein Biotop eingerichtet,
wird sorgsam drauf geachtet, dass da die Kröten und co genügend Wasser haben.

Der einfachste Weg ist halt immer nicht auf kostenlos zu hoffen, wenn jeder seinen Obulus erhält,
ist im Allgemeinen jedem Genüge getan.

Waldgeist

Das zeigt doch aber auch, dass es sich nicht ausschließlich um ein juristisches Thema handelt. Zum Problem wird es dann, wenn sich Hiorden von Menschen lärmend über einen Parcours hermachen!
Jeder Mensch kann irren, aber Dummköpfe verharren im Irrtum!
Cicero

machichmorgen

Auf unserem Schießstand, wo 3-4 mal die Woche Randale ist, konnten wir wochenlang
nur Kurzwaffe schießen, weil im Bereich der 50 und 100 Meter Bahn eine Ricke ihr Kitz geworfen hat.
Oft genug standen schon Rehe auf der Bahn, als wir aufschlossen, obwohl nebenan schon fleißig geballert wurde.
Samstag habe ich Haufen an Wildschweinkacke weggeräumt, nur von der KW Bahn.

Und da laufen jeden Tag 30+ Leute her vom Jogger über Hundegänger usw.
Bogenschützen Roven da, nebenan ist der Betriebshof vom Staatsforst, da knattern auch mal
Quads und Bikes her und wir sind auch jedesmal 10.20 Autos, 3-4 mal die Woche.
Und ganz zufällig ist rund um den Stand alles gekennzeichneter Reitweg.

Die Viecher juckt das nicht.

Und mindestens 3 mal die Woche knallt das hier Abends, weil der Jäger wieder Beute gemacht hat.

Wohne nur 1-1,5 Km Luftlinie vom Stand, bin fast jeden Tag da (Hunderunde), und sehe was da im Wald rum läuft.

mschwanner

Hallo
also das Gespräch hat ja stattgefunden, es war wie zu erwarten mit den Jägern nicht zu reden. Sie haben halt gedroht etc.
Wir haben jetzt von der Gemeinde ein kleineres Grundstück (umzäunt) bekommen, auf dem die Jäger keinen Zutritt haben.
Die Vollpfosten haben auf dem ursprünglichen Grundstück die Zuwegungen mit Baumstämmen blockiert, was bei der momentanen Waldbrandgefahr
der Feuerwehr gar nicht gepasst hat. Da haben sie dann ein Eigentor geschossen.



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