Tuning Stricknadeln für 29# Recurve

Begonnen von Grombard, 06.05.18, 16:38

Grombard


Heute habe ich zum zweiten Mal meinen 52" Recurve mit 29# auf dem Parcours geschossen.
Die Pfeile, die ich eigentlich für meinen 59" ausgeschossen hatte, gehen sauber raus und haben eine angenehm flache Kurve (bei vielen Zielen drübergehauen)
Allerdings ist mir das Setup noch ein wenig zu nervös.
Also möchte ich schauen, ob ich eventuell mit ein klein wenig schwereren Pfeilen und/oder mehr FOC das ganze auf Kosten einer etwas ballistischeren Kurve stabiler bekomme.
Bevor ich jetzt 100 verschiedene Schäfte ausschieße möchte ich mir gerne erstmal etwas Input holen.
Wer schießt eventuell ein Ähnliches Setup?
Was würdet ihr ausprobieren?

Aktuelles Setup:

52" Recurve mit 29#@28"
Schussfenster minimal über Mitte geschnitten.
Ich schieße mit ca. 28" Auszug.
(technisch Murks, aber ich treffe so ganz passabel und mit mehr als 28" mag ich keinen 52" kurzen Bogen schießen. Das klemme ich mir die Finger ein)

Pfeile:
Cross-X Exordium Fertigpfeil.
1100 spine
230gn Gesamtgewicht (also 8gpp)
50gn Spitze
28" Schaftlänge
29" Gesamtlänge
FOC 8,6
Federn 2" Schield

Der neue Pfeil darf einen höheren FOC haben.
Sollte aber nicht über 250gn wiegen.
Länge sollte bei den 28" Schaft bleiben.

Wenn ich mal wieder Zeit habe, werde ich noch ausmessen, wie sich mein Bogen FPS Technisch bei 8/8,5/9gpp verhält.
Irgendwas ist ja immer.

cweg

Der CrossX ist mit 5.9gpi recht "schwer", ich würde Avalon Classic 1100(4.9gpi) mit 70gn Spitze oder Nijora Onawa Pro 1100(5gpi) ausprobieren. Ich kenne drei Schützen von Anfänger bis EBHC die Avalon schießen und sehr zufrieden sind.
Recurve Alpsbow Shadow Shadow Techno Special 62" 44#@30"

Bernardini Nilo mit Kaya Kstorm 70" 38#@30"

Corax

Dir muss klar sein, dass ein 52" Bogen immer eine Zicke sein wird.
Jeder kleinste Fehler in der Technik wird unmittelbar bestraft - wenn du deine Technik schon selbst als suboptimal beschreibst, kann es sein, dass du mit einem anderen Pfeil nicht wirklich ein weniger nervöses Setup erreichst.
Skua: "ein Bogen ist harmlos, ab zwei vermehren sich die Dinger wie Karnickel!"
Club 52

Grombard

Ich selbst bin mit meiner "Technik" zufrieden.
Der Pfeil fliegt in der Regel grob dort hin, wo ich ihn gern hätte.
Das was ich da mache hat halt nur wenig mit dem zu tun, was allgemein unter korrektem Stand und Auszug verstanden wird.
Dass der kurze nie die Stabilität eines 62" mit schwerem Griffstück erreichen wird ist mir bewusst.
Vor allem nicht, wenn er martialische 417g wiegt.  ;)
Aber es macht Spaß mit dem Teil zu schießen und ich bin zufrieden mit meinem Trefferbild.
Den hier habe ich mir vor einer Weile neu gebaut und damit meinen 33# ersetzt.
Bei dem habe ich 700er Warriors mit 80?gn Spitze geschossen. Die lagen bei ca. 270gn und flogen deutlich ruhiger.
Die passen aber bei diesem Bogen nicht so recht.
Außerdem ist der Bogenköcher für dünne Pfeile gemacht.  :D

Ich mag den Bogen sehr, bin damit zufrieden und möchte jetzt mal eine Weile dabei bleiben.
Alle paar Wochen/Monate den Bogen zu wechseln ist nicht gerade optimal fürs Trefferbild.

Deshalb möchte ich gerne das ganz gut funktionierende Setup in ein richtig gut funktionierendes Setup feintunen.
Irgendwas ist ja immer.

Thorstein

Zitat von: Corax am 06.05.18, 22:00
Dir muss klar sein, dass ein 52" Bogen immer eine Zicke sein wird.
Jeder kleinste Fehler in der Technik wird unmittelbar bestraft


Interessant wie unterschiedlich die Empfindungen sind.
Schieße derzeit - um mich auf einen Reiterbogen vorzubereiten der heute offenbar endlich aus dem Zoll darf -
einen alten Pearson 39'' Compound, 60#@31'', blank, mit mediterranem Release.
Und bin total begeistert wie easy das geht.


Corax

Du willst doch nicht wirklich Cp mit Jagdbogen vergleichen? ^^

Ich hatte lange Zeit Spaß mit meinem Kodiak Magnum, obwohl er mir jeden Fehler um die Ohren gehauen hat
Skua: "ein Bogen ist harmlos, ab zwei vermehren sich die Dinger wie Karnickel!"
Club 52

Thorstein

Zitat von: Corax am 07.05.18, 10:35
Du willst doch nicht wirklich Cp mit Jagdbogen vergleichen? ^^


Es geht ums Finger einklemmen

Lichtle

Da ich seit letztem Jahr in der Hallen Saison angefangen hab ernsthaft  :wow: mit einen Blankbogen zu Trainieren habe ich auch mit Dünnen Pfeilen angefangen zu schießen.

Meine Tochter und ich schießen inzwischen den Avalon Classic und sind sehr zufrieden.

Ich hab auch schon von anderen gehört das die mit dem Pfeil zufrieden sind und (Olympic Recurvler) damit tolle Gruppen zaubern.

Für die Halle hab ich 800er Avalon Classic benutzt ca. 29,5" Lang 100grain Spitze 3" Shield Natur Feder mit einem Hoyt Excell 25" Zoll und Kinetic Avantage 68" mit 29Lbs Pfeile  sind etwas zu Steif aber mir gefällts.

Meine Tochter benutzt auch die Avalon Classic 1300er Spine auf einen Metall Olympic Recurve mit allem Gedöns dran mit ca. 24Lbs und ist auch zufrieden.

Finde deine Mitte

Biophotonen Licht

Grombard

Vielen Dank für die Erfahrungsberichte und Empfehlungen.
Ich werde die Tage wohl mal mit 1000er Avalon Classic und verschiedenen Spitzengewichten Rohschaften.
Irgendwas ist ja immer.

c70bear

mit meinem Lieblingsspine Rechner - der für micht sehr gute Ergebnisse liefert

Spinewert-Rechner

Zuggewicht Bogen  29#
Auszugslänge  28"
Pfeillänge  29"
Spitzengewicht  50 gr.
Bogentyp  Recurve
Bogenköcher  Ja
Sehnentyp  Fastflight
Anzahl Stränge  < 10

Spine
Carbon statisch      926
Carbon dynamisch  926

http://server.maiweg.eu/spinerechner.php
Für den Diener ist der König nur ein Hanswurst

Club 52"

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