Frage zum Pfeilgewicht

Begonnen von Steppa, 28.04.18, 10:45

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Wolverine

ich würde dir den hier vorschlagen : https://www.nijora.de/carbonschaefte/beginner-pro-1200-6er-set, mit dem dürftest du richtig abgestimmt auf die angestrebten 200 grains kommen, stabil sind die auch, ansonsten rufe einfach den Klaus an, der wird dir den Passenden empfehlen.
Es gibt Menschen, die zeigen Dir immer wieder, wie Du niemals werden willst.
Bögen von Bavarian Longbow, Black Widow, Centaur, Wapiti Bows, Martin

Steppa

Aktuell nimmt sie 800er (nijora starter). Ich finde interessant, dass ihr 1000-1200er empfehlt. Sind Pfeile mit höheren Spine-Werten generell leichter?

1250er waren bei ihrem ersten 18 Pfund Bogen mit dabei. Ich hätte erstmal angenommen, und habe auch entsprechende Aussagen bekommen, dass für ihre 25 Pfund 800er angemessen sein? Sie fliegen jedenfalls im Prinzip ganz in Ordnung.

Wie kommt es, dass ihr einen so hohen Spine empfehlt?

ZitatDas mit der Standhöhe...
Ich würde eher denken, je leichter der Pfeil, um so größer die Standhöhe.
Ein leichter Pfeil ergibt einen etwas nervöseren Bogen.
Das kann man durch eine etwas größere Standhöhe eventuell kompensieren.
Dadurch verliert man aber auch wieder etwas vom gewonnenen Speed.


Ok. Interessant. Mit der Standhöhe ist das eh' so 'ne Sache. Ich weiß, dass die nicht zu hoch und nicht zu tief sein sollte. Und ich weiß, dass man über die "richtig" abgestimmte Standhöhe zu einem leiseren Abschussgeräusch kommen kann. Was ganz genau die eigentlich wirklich beeinflusst, das weiß ich gar nicht. Wie kompensiert eine höhere Standhöhe einen  nervöseren Bogen?

Steve.bsfd

Richtig, generell wird der Schaft mit zunehmenden Spinewert auch leichter.
um den richtigen Wert zu ermitteln, ist aber noch Spitzengewicht + Pfeillänge wichtig. Die Sehnenart macht auch noch etwas aus.
Für 25# scheint mir 800 etwas zu steif. Wie gesagt, ohne die o.g. Daten lässt sich das nicht genau sagen. Ein Rohschafttest sollte dann auf jeden Fall durchgeführt werden, dann bist Du/Ihr beide auf der sicheren Seite.
68" Spigarelli Revolution BB mit Uukha Vx+ 42# <br />64" Jackalope Tourmaline Speed 45# @ 28"<br />60" Jackalope Diamond (green/black) 40# @ 28"

machichmorgen

Das optimale Pfeilgewicht kann man nicht ausrechnen.

8gpp sind ein Anhalt für das Mindestpfeilgewicht, damit der Bogen keinen Schaden nimmt.
Das hat mit empfohlenen Pfeilgewicht fürs Schießen an sich erst mal absolut nichts zu tun.

Wenn sie 25# schießt, ist sie sicher noch am Anfang, mach dir über die Pfeile erst mal nicht so viele Gedanken,
Dann schießt sie eben 11gpp, fliegt auch. Viele schießen viel mehr an Gewicht.

Nur mal als Beispiel der Aurel Oryx wiegt bei 1000 nur 5,3 Grain per inch, da wärst du schon bei 250 grain.
Nur mal als Anhalt, dann wärst du schon bei 10 gpp, und das ist schon ein guter Wert.
Natürlich kannst du auch schauen welche Pfeile es noch gibt, wichtig für dich sind dann die gpi x28", plus Spitze und 15 grain für Nocke und Feder.

Der Beginner Pro wäre bei 5,1 gpi wäre dann 247 Grain, also 9,9 gpp
Du siehst also, dass das letztlich gar nicht so viel ausmacht.

Für deine Frau wäre ein 1000 Spine mit 90 Grain Spitze, dann bist schon wieder mit dem Gesamtgewicht runter.
Wer dir Spine 800 für die 25' empfohlen sollte aufhören Ratschläge zu geben.

Die Standhöhe lass wie sie ist, im empfohlenen Bereich, spielt nicht wirklich eine Rolle
beim Pfeilgewicht, später kann man dann den sweetpoint ausschießen, wenn man sattelfest ist.

Achtbaeren

Grundlegend - wird oft das "leichte Pfeilgewicht", mit der "gewünschten Präzision" verwechselt, das ist aber genau der falsche weg, um unser Bogenschießen zu erlernen. Somit finde dein "wohlfühlpfeilgewicht" durch üben und testen.
Auf meinem Border RC mit 48 Pfund bevorzuge ich einen 425 grain Pfeil...

Sonnigs Grüßle

Micha
Nunc est bibendum!

Sehnenbauer, Bogenbauer, Hundeliebhaber, Humorist

Steppa

Zitat8gpp sind ein Anhalt für das Mindestpfeilgewicht, damit der Bogen keinen Schaden nimmt.
Das hat mit empfohlenen Pfeilgewicht fürs Schießen an sich erst mal absolut nichts zu tun.


Nein. Der Hersteller sagt klar, 8gn/lbs sind empfohlen, man könne aber auch ruhig leichtere oder schwerere Pfeile schießen.

ZitatWenn sie 25# schießt, ist sie sicher noch am Anfang, mach dir über die Pfeile erst mal nicht so viele Gedanken,
Dann schießt sie eben 11gpp, fliegt auch. Viele schießen viel mehr an Gewicht.


Ist allerdings am Thema vorbei.

ZitatFür deine Frau wäre ein 1000 Spine mit 90 Grain Spitze, dann bist schon wieder mit dem Gesamtgewicht runter.
Wer dir Spine 800 für die 25' empfohlen sollte aufhören Ratschläge zu geben.


Interessant. Ich gebe das mal weiter.

Der, der ihr das empfohlen hat ist ein ziemlich guter Bogenschütze, der für gewöhnlich weiß, wovon er spricht. Deswegen wundert mich deine Aussage. Was nicht heißen soll, dass du Unrecht hast. Wir werden probieren, wie's mit 'nem höheren Spine aussieht. Dann sehen wir ja selbst.


ZitatSomit finde dein "wohlfühlpfeilgewicht" durch üben und testen.


Genau darum geht's hier. Aktuell gucke ich, was zu testen Sinn macht.

ZitatRichtig, generell wird der Schaft mit zunehmenden Spinewert auch leichter.


Ah, danke.

Zitatum den richtigen Wert zu ermitteln, ist aber noch Spitzengewicht + Pfeillänge wichtig.


Das Spitzengewicht ist 65gn.  Die Länge kann ich im Augenblick nicht ermitteln.

Corax

Ich habe dich weiter oben so verstanden, dass deine Frau 28" Auszug hat - war das richtig?
Schauen die Pfeile im Anker weit aus dem Bogen?


Mal zum Vergleich - ich bin bei den eingegebenen Daten von 29" Pfeillänge ausgegangen.
Das Programm gibt nur Näherungswerte aus, aber das spricht schon für sich.
Der obere Screenshot zeigt die Daten des 800er Nijora beginner, der untere die des 1200er.


Skua: "ein Bogen ist harmlos, ab zwei vermehren sich die Dinger wie Karnickel!"
Club 52

machichmorgen

30.04.18, 00:25 #22 Last Edit: 30.04.18, 00:29 by machichmorgen
ZitatNein. Der Hersteller sagt klar, 8gn/lbs sind empfohlen, man könne aber auch ruhig leichtere oder schwerere Pfeile schießen.


Ja, das bezieht sich aber allein auf ein empfohlenes Gewicht um  Schaden vom Bogen abzuwenden.
Es hat keinerlei Bedeutung für eine Empfehlung für das richtige Setup.
Wenn du dich mal umschaust wirst du sehen dass die 8gpp so ziemlich von jedem Bogenhersteller genannt werden.

Das richtige Setup/Pfeilgewicht ist aber vor allem vom Schützen, dem Bogen und ein anderen Faktoren abhängig.
Für den Einen sind 6gpp am besten, für den Anderen 10 gpp, mit dem gleichen Bogen.

ZitatIst allerdings am Thema vorbei.


Nö, genau drin.
Ist sie denn überhaupt schon so weit, dass leichtere Pfeile und somit ein empfindlicheres Setup,
welches ein Mehr an Können vom Schützen erfordert, überhaupt sinnvoll ist?
Für den Anfang ist ein gemütliches Setup, welches schon mal eine Fehler in der Regel besser.

ZitatDer, der ihr das empfohlen hat ist ein ziemlich guter Bogenschütze, der für gewöhnlich weiß, wovon er spricht.


Offensichtlich bin ich ja nicht der Einzige der einen 1000er Spine empfiehlt.
basieren auf deinen Angaben, 25# bei 28" Schaftlänge ist 800 nunmal völlig daneben.
Richtwerte sind ;

28" auf 40# 700-600
28" auf 35# 800-700
28" auf 30# 900-800

Als Näherungswert, eher ein Stufe nach weich abweichend, und natürlich vom Bogentyp abhängig,
wie auch von der Sehne, der Bogenqualität, vom Bogenköcher, vom Schützen usw.

Rechne doch einfach selbst.

http://www.archers-multitool.com/spinecalculator

Steppa

Zum Testen von leichteren, dünneren Pfeilen und höherem Spine haben wir jetzt einfach mal günstige Lithosphere Slimline geordert und bisher 1x auf dem Parcours geworfen. Bisher ist der Eindruck ganz gut. Wir testen weiter. :)

Samweis

Hallo,

ich klinke mich hier mal ein, falls unpassend kann ich gerne eine neues Thema starten.

Ich schieße zurzeit mit meinem BP Mohawk 62", 40" die Gold Tip Warrior 700, 5.4 gpi mit 85grain Spitzen bei einer Länge von 28". Ich würde gerne aber schwerere Pfeile ausprobieren. Bedeutet dies nun, dass ich einfach einen schwereren Schaft (also mehr gpi) mit gleichem Spinewert nehmen kann?

Absinth

In der Regel und mit einer gewissen Feinabstimmung - ja.

Solltest du bei dem gleichen Durchmesser bleiben wollen, frage ich mich, welcher Schaft (700er) dies dann wäre bzw. hast du denn schon einen diesbezüglichen Schaft ausfindig gemacht?



Beste Grüße,
Absinth
nihil sine deo

Samweis

Zitat von: Absinth am 08.10.18, 15:41In der Regel und mit einer gewissen Feinabstimmung - ja.

Solltest du bei dem gleichen Durchmesser bleiben wollen, frage ich mich, welcher Schaft (700er) dies dann wäre bzw. hast du denn schon einen diesbezüglichen Schaft ausfindig gemacht?



Beste Grüße,
Absinth

Hallo,

Nein. Aber es muss nicht beim gleichen Durchmesser bleiben. Die Pfeile können auch länger sein...

younger

Oder bleib beim Warrior, nimm einen 600er Spine und 125 grs Spitze und kürze ihn soweit bis es passt ;)

Absinth

Dies wäre auch meine Empfehlung gewesen - hat natürlich auch seine Grenze mit nur 0,5 GPI mehr.

Wie viel an Mehrgewicht bzw. welches Pfeilgewicht strebst du denn eigentlich an?


Beste Grüße,
Absinth
nihil sine deo

younger

 :green:
unterm Strich rund 50 grs mehr, beim 500 er geht's dann vermutlich Richtung 150 grs mehr, und das bei ständig ansteigendem FOC...
also ich bleibe ein Freund von relativ leichten Schäften und versuch den eventuellen Wunsch nach höherem Pfeilgewicht über niederere Spineklassen gepaart mit größerem Spitzengewicht zu erreichen - hat natürlich auch seine Grenzen ;)

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