Gesucht: Reiterbogen/Reflex/Hybrid ohne Bogenfenster >80lbs

Begonnen von Yeti, 01.12.17, 05:17

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Yeti

Hi bin neu hier und äußerst neugierig auf einen obengennanten Bogen mit 80lbs und mehr.
Habe bis jetzt einen 35er und einen 50er geschossen und mir Anfang der Woche einen 60lbs gekauft und mich schon an das Zuggewicht gewöhnt.

Wer was weiß Bitte melden ;-)

AndiE

Hallo

Wie lange schießt Du schon?
Hätte schon einen Hybriden da mit 80# aber gehobene Preisklasse und mit Shelf (kann man aber auffüllen wenn wirklich so gewollt).

MfG
        Andi

ragnar

Um's Gewöhnen ans Zuggewicht geht es beim Bogenschießen nicht.
Beherrschst du den Bogen auch, und triffst du auch etwas - auch nach 50 oder Hundert Schuß ?
Rethorische Fragen, die du dir selbst beantworten mußt.

Kassai bietet Reiterbögen (Glasfiber mit Leder) bis zu 110# an.
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand.
Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat."
(René Descartes)

Yeti

Ja Beherrsche ihn schon so einigermaßen..das 35er Teil lässt sich halt schneller ausziehen. Mit dem 60er pack ich so ca 1 Pfeil pro Sekunde bei 4 Stück in der Zughand.
Treffen tu ich auch  ;)
Deshalb sage ich gewöhnen denn mit dem leichteren bin ich etwas flinker

Yeti

Taugen die Kassai Bögen was? Das Modell Bear wäre ja in entsprechenden Zuggewichten erhältlich...ist wieder erwarten nicht mal Teuer..200 Euro

ragnar

Der Weg ist eigentlich umgekehrt.
Erst geringes Zuggewicht, bis die Technik wirklich paßt.
Dann langsam steigern.
Bestimmt haken hier bald die Leute ein, die dir erklären, daß ein zu hohes Zuggewicht auf Dauer schädlich für die Bänder und Gelenke ist. Und die haben leider recht ...

Ein Zuggewicht beherrschen heißt für mich:
- auch nach 100 Schuß noch so gut treffen wie am Anfang, ohne Schwerzen/Ermüdung
- den Bogen 60 Sekunden lang im Vollauszug halten können, ohne zu zittern
Anderenfalls ist es Aufbautraining.

ZitatTaugen die Kassai Bögen was?

Dem Preis angemessen.
Gute Verarbeitungsqualität, Aussehen Geschmackssache, signifikanter Handschock, mittelmäßige Leistung.
Das trifft zumindest auf die Glasfibermodelle zu, der Bär gehört dazu.
Zum Training reicht es auf alle Fälle, wenn dich der Handschock nicht stört.
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Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat."
(René Descartes)

lim naru ungol

Zitat von: ragnar am 01.12.17, 14:22
Bestimmt haken hier bald die Leute ein, die dir erklären, daß ein zu hohes Zuggewicht auf Dauer schädlich für die Bänder und Gelenke ist. Und die haben leider recht ...


Und da ist schon der erste  ;)

Wobei das so einfach nicht zu sagen ist. Es ist nur leider so,
daß die Muskulatur sich schneller an die Belastung gewöhnt als eben Bänder,  Gelenke etc.
Daher ist es für den eigenen Körper besser langsam vorzugehen.

Aber wenn man dies schon nicht macht, dann benötigt es eben viel mehr Selbstdisziplin.
Denn mit den höheren Zuggewichten sollte man anfangs nur sehr wenige Pfeile nacheinander schiessen.
Diese wenigen Pfeile sollte man auch noch mit einer sauberen Technik fliegen lassen.
Und auch die Regenerationsphasen sollten länger sein. Das ganze auch noch über längere Zeit.
Also ein sehr langsames steigern der Gesamtbelastung.
Braucht halt alles seine Zeit, also Geduld.

Mein Rat wäre aber es mit den Zuggewichten langsam angehen zulassen.

Yeti

Macht euch mal keine Sorgen um meine Gesundheit.
Ich schieße mich immer mit dem leichten Bogen warm, denn als Sportrainer ist mir natürlich Bewusst, dass Muskeln, Bänder und Gelenke sonst mal schnell beleidigt sein können.

Doch wozu es gut sein soll, eine Minute im Anker zu verharren ist mir Rätselhaft und ich sehe dies als unnötigen Stress und Belastung für den Bogen. 0,5-5 Sekunden müssen ausreichend sein zum Zielen.
Wenn man dafür zu viel Zeit benötigt stimmt entweder Auge oder Zieltechnik nicht.

Nun zurück zum Kern der Sache. Gesucht wird ein Bogen, ohne Bzw wenig Handschock wäre Toll. Habe noch ein bisschen Zeit, noch ist es etwas zu früh um 80+ zu Schiessen doch ich weiß, dass Sowas selten Gebaut wird und somit ist es auf keinen Fall zu früh schon mal danach zu Suchen.

ragnar

ZitatDoch wozu es gut sein soll, eine Minute im Anker zu verharren ist mir Rätselhaft und ich sehe dies als unnötigen Stress und Belastung für den Bogen.

Zum Schießen gar nicht, zum Muskeltraining.
Dafür ist ein preiswerter Glasfiberbogen in Ordnung.

ZitatGesucht wird ein Bogen, ohne Bzw wenig Handschock wäre Toll.

Die meisten Reiterbögen, die ich kenne, gehen bis 60#.
ELBs kriegst du auch für deutlich höheres Zuggewicht.
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand.
Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat."
(René Descartes)

grumpf

Mir erschließt sich zwar nicht, warum es ein 80+ lbs Reiterbogen sein soll, aber wenn Geld und Zeit keine Rolle spielt, brauchst Du einen historischen Kompositbogen. Historische Zuggewichte auf dem Pferd liegen zwischen 55 und 80 lbs. Höhere Zuggewichte wurden dann eher vom Boden geschossen.
Wenn nicht einer gerade irgendwo auf Halde 'rumliegt, musst Du 0,5 bis 1,5 Jahre Wartezeit einplannen und mindestens 1000 EUR und mehr berappen. Nach oben gibt es da kaum Grenzen. 3000 - 5000 EUR für so einen Bogen auszugeben ist auch kein Problem.
Die Bögen brauchen aber Aufmerksamkeit, Pflege und Verständnis für das Material. Viele Bogenbauer sagen, dass man diese Bögen erziehen muss wie ein Kind oder einen Hund. Hersteller findest Du am besten über FB in den Gruppen ATARN oder Hornbowyers.
Aber diese Bögen sind nichts für Einsteiger.

VG grumpf
Wer trifft, ist nur zu faul, seine Pfeile zu suchen.

El Torrro

Jeder wie er mag.
Manche legen eine Lernresistenz an den Tag, wo jedes Wort zuviel ist.
Ich habe sowohl im realen Leben, als auch im Internet die "Spezialisten" kommen und gehen sehen, die der Meinung waren, alles besser zu wissen und den Bogen als Hantel zu missbrauchen. Einige glaubten, nach ein paar Wochen Bogenschießen, sehr hohe Zuggewichte nutzen zu müssen, ohne auch nur ansatzweise eine vernünftige Technik zu beherrschen.

Man stelle sich vor, ein Führerschein-Neuling kauft sich nach ein paar Wochen einen 600PS-Supersportler und glaubt auf der Rennstrecke um Rekorde fahren zu können. Wo landet dieser "Rennfahrer" früher oder später?
Gibbs Rule 9: "Never go anywhere without a knife."

Wolverine

Yeti, ich habe auch lange Zeit 80+++++ Bögen geschossen, aber außer zur Jagd und für sein eigenes Ego braucht man das nicht, eine zu schnelle Zuggewichtssteigerung bringt nichts, außer Schmerzen und Rückschläge. Natürlich kann man das alles Wegstecken und wieder von Neuem anfangen, aber ist es das wirklich wert.
Heute sage ich nein und kann jedem nur abraten diesen Fehler zu machen, gewöhne dir mit mäßigen Zuggewicht einen sauberen Stil an und steigere dein Zuggewicht langsam immer unter der Voraussetzung dass dein Stil stimmt, denn sonst macht die das bald keinen Spaß mehr.

Gruß

Wolverine
Es gibt Menschen, die zeigen Dir immer wieder, wie Du niemals werden willst.
Bögen von Bavarian Longbow, Black Widow, Centaur, Wapiti Bows, Martin

Mercenario

Jungs manche Leute muss man einfach machen lassen
Er hat doch gesagt er ist Sportlehrer und hat Ahnung mal sehen ob wir in einem halben Jahr noch was hören oder sehen von ihm  ;)
Es geht doch nichts über ein ehrliches Stück Holz !?!

AndiE

Hallo

Ich ziehe mein Angebot von oben zurück. Bei solchen # Anfragen gehe ich leider immer von Leuten aus die sich Jahre lang dort hin gearbeitet haben und auch einen wirklichen Nutzen für solch einen Bogen haben (Jagd). Ich habe selber über die Jahre schon mal schwerere Bögen geschossen und ich arbeite in einem sportmedizinischen Beruf aber ich sehe hier in beiden Bereichen wenig Knowhow seitens des TE.

@Mercenario: Sportrainer, nicht -lehrer. Nicht das nach dem Stille Post Prinzip noch ein Sportprofessor draus wird.

MfG
        Andi

sneaky

Zitat von: Yeti am 01.12.17, 05:17
Habe bis jetzt einen 35er und einen 50er geschossen und mir Anfang der Woche einen 60lbs gekauft und mich schon an das Zuggewicht gewöhnt.
Wer was weiß Bitte melden ;-)

Hätter er diesen Satz weggelassen,wäre es eine ganz normale "Suche" gewesen ohne Kommentare Wieso - Weshalb - Warum

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