Sicherheit

Begonnen von hoze, 17.05.17, 10:33

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Stringwistler---früher Blankbogner

Zitat von: hoze am 17.05.17, 20:52
Keinesfalls kann dieser Platz aufgegeben werden, denn das is schon ziemlich genial!  Wenns wirklich "sein" muss is auch ein 100m
schuss drinn. :whistle: Beim Knallpeng fragt auch niemand nach dem Teuro.  Lg. hoze

Was bitte ist daran genial?
Es ist und bleibt viel zu gefährlich.
Und solche wie ihr, bringen unseren Sport nur in Verruf und sind mit daran schuld, wenn wir alle irgendwann darunter leiden müssen und nicht mehr so wie heute, auf Parcours oder Turniere fahren können.
Selbstüberschätzung kann ganz schnell nach hinten los gehen....  :(
Ich betreibe den 3D Sport jetzt seid über 38 Jahren und glaub mir, selbst auf 50m und mit Compound und Visier kannst du an einer 3x4m Wand als guter Schütze vorbeischießen. Es muß nur was an der Pfeilauflage locker werden, oder der Pfeil hat einen Knax den du nicht gemerkt hast.  :red:
Servusla, bis bald....Guidl

https://stringwistler.blogspot.de

Greywolf

Zitat von: hoze am 17.05.17, 20:52
Keinesfalls kann dieser Platz aufgegeben werden, denn das is schon ziemlich genial!  Wenns wirklich "sein" muss is auch ein 100m
schuss drinn. :whistle: Beim Knallpeng fragt auch niemand nach dem Teuro.  Lg. hoze




Den Spruch bitte dann auch so an die Polizei und Rettungsdienste weitergeben falls dann mit den Tieren oder Kindern doch mal was passiert. Die haben sicher Verständnis dafür daß dein Hobby vor deren Gesundheit geht.

Bogenschiessen auf eigenem Grund ist nur gestattet wenn sichergestellt ist daß der Pfeil das Grundstück nicht verlassen kann.
Hab schon A praller gesehen die locker über ne 3 Meter Wand kommen.
Lone wolf,no club

ragnar

Mir ist momentan das Zuggewicht deines Bogens entfallen.
Aber ich habe letztes Jahr einmal die Reichweite meines Compounds ausgemessen.
Bowtech Infinite Edge, ca. 40#, Carbonpfeile mit 380 grain. Gemessene Weiten 280 bis 295 Meter (leicht bergauf).
Und ich konnte dort 600m weit einsehen.

Nur damit du im Notfall den Suchkreis eingrenzen kannst ...   :blink:
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand.
Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat."
(René Descartes)

AST

@hoze
Wenn du gerne weite Entfernungen schießen möchtest, such dir nen WA Verein. Ich glaube 90m sind da für nen Compound schon angedacht.
Wenn du gerne 3D schießen möchtest findest du eigentlich nur Entfernungen, die deutlich drunter liegen....
Leider folgst du einem Trend, der 3D meiner Ansicht nach unterwandert und diese Art zu schießen von seinem Ursprungsgedanken wegbringt. Schneller, weiter und Autobahn (leider helfen beim Bogensport keine Leitplanken).
Gerade bei Compoundschützen und anderen technisch hochgerüsteten Schützen sehe ich diesen Trend am häufigsten.

Der Bogen ist übrigens nirgendwo (in keinem Land) als Sportgerät definiert! Er fällt in vielen Ländern nicht unter das Waffenrecht (da er keine Energie speichern kann - gilt z.B für D).
Bei einer Armbrust ist das schon ganz anders.... durch das Let-off geht auch ein Compound stark in die Richtung Armbrust. Es muss nur mal was passieren und schon wird es Diskussionen um das Thema geben (Leider wird das dann auf alle Bogenschützen zurück fallen und das wären auch die Grabsteine für viele Parcours)
Falls jemand eindeutige Gesetzestexte hat, wo der Bogen explizit als Sportgerät aufgeführt wird, würde ich mich über einen Link etc. freuen.

stöckchenschubser

Zitathat, wo der Bogen explizit als Sportgerät aufgeführt wird, würde ich mich über einen Link etc. freuen.


Der Bogen wie auch der Säbel, Degen und alles was dazu gehört, ist nach wie vor eine Waffe,
der in der Hauptsache zur Ausübung eines Sports genutzt wird.
Darum wird er allgemein als Sportgerät angesehen, was er letztendlich ist hängt von der angeklagten Tat
ab, für die er ursächlich als Hilfsmittel gedient hat.
Es wäre schön wenn das so bliebe und er nicht den Stellenwert eines Baseballschlägers bekommt,
der als gefährlicher und zum Führen verbotener Gegenstand gilt.
Genau wie ein Küchenmesser ein Küchenmesser ist, bis es zur Körperverletzungsutensil, Raub- oder Mordwaffe wird.

Das Waffengesetz sagt nur aus, dass der Bogen keine Schusswaffe ist. Weiter wird er nicht behandelt.

Und auch mir ist kein Gesetzestext bekannt in dem er explicit als Sportgerät definiert wird, nur dass
er in D ausschließlich als solcher genutzt wird, so lange unterliegt er auch keinerlei Einschränkung im Verkauf und beim Führen.

Was die Benutzung und auch die Sicherheit angeht, es gibt klar definierte Regeln, von DSB und DFBV, sowie anderen Verbänden,
und man kann sich sicher sein, dass sowohl die Haftpflicht wie auch die Polizei genau diese Regeln als Grundlage
nimmt, sollte es mal zu einem Schadensfall kommen. Sollte die Versicherung feststellen, dass fahrlässig eben
diese Regeln nicht eingehalten wurden, zahlt man aus eigener Tasche, und das kann mit Krankenhaus, Reha
und eventuellen Folgeschäden, mal eben schnell etwas mehr kosten als das eigene Haus.

Wäre dumm, wenn das eigene Haus plötzlich Nachbarn gehört.

Nur so nebenbei, gleiches gilt für Parcoursbauern und Turnieren, bzw. für  die Verantwortlichen.

Loner

Bei DSB und bei DFBV gibts Gutachter die Parcours abnehmen bzw. dir Gutachten erstellen können und dir Aufrüstmassnahmen empfehlen können.

Falls du in einem der Verbände bist, anfragen. Kostet natürlich Geld wenn einer rausfährt und dir "Brief und Siegel" gibt das dein "Schiessplatz" sicher ist.


Eins muss du dir merken, egal was passiert, wieso weshalb wann bla etc. ist immer der Schütze für sein Schuss verantwortlich.

Die höchste Wand, das dickste Netz, was auch immer, ist kein Freibrief wenn da was schieff geht.

Wenn ich nicht zu 101% sicherstellen kann das ich niemand gefährde, schiesse ich auch nicht im Garten.
>>>-------- Loner --------->

stöckchenschubser

Zitatist immer der Schütze für sein Schuss verantwortlich.


Der ist ähnlich viel wert wie Eltern haften für ihre Kinder.

Verantwortlich ist der, der den Schuss stellt und/oder zu Verfügung stellt.
Der Schütze haftet nur im Bereich der einfachen Sichtprüfung, das war´s.
Es sei denn der Schütze verstößt grob gegen die Sicherheit, wie den Bogen so hoch halten,
dass der Pfeil über Ziel und Backstop hinweg geht.

Wenn 5 Meter hinter dem Ziel ein Wanderweg verläuft, der durch Buschwerk verdeckt ist,
dann haftet der, der diesen groben Verstoß gegen die Sicherheitsrichtlinien gestellt hat.

Im Fall von dem Thread Opener ist er natürlich Beides, aber sollte mal sein Kumpel schießen
und was passieren, ist erst mal der dran, der das ganze möglich gemacht, und nicht sicher gestellt
hat, das die ganze Sache sicher ist.

Sabiji

Zitat von: stöckchenschubser am 18.05.17, 13:16
Zitathat, wo der Bogen explizit als Sportgerät aufgeführt wird, würde ich mich über einen Link etc. freuen.


Der Bogen wie auch der Säbel, Degen und alles was dazu gehört, ist nach wie vor eine Waffe,
der in der Hauptsache zur Ausübung eines Sports genutzt wird.
Darum wird er allgemein als Sportgerät angesehen, was er letztendlich ist hängt von der angeklagten Tat
ab, für die er ursächlich als Hilfsmittel gedient hat.
Es wäre schön wenn das so bliebe und er nicht den Stellenwert eines Baseballschlägers bekommt,
der als gefährlicher und zum Führen verbotener Gegenstand gilt.
Genau wie ein Küchenmesser ein Küchenmesser ist, bis es zur Körperverletzungsutensil, Raub- oder Mordwaffe wird.

Das Waffengesetz sagt nur aus, dass der Bogen keine Schusswaffe ist. Weiter wird er nicht behandelt.

Und auch mir ist kein Gesetzestext bekannt in dem er explicit als Sportgerät definiert wird, nur dass
er in D ausschließlich als solcher genutzt wird, so lange unterliegt er auch keinerlei Einschränkung im Verkauf und beim Führen.



Du hast Recht und Du hast nicht Recht.

Im §1 Abs. 2 Nr.1 und 2 WaffG in Verbindung mit den Anlagen 1 und 2 ist klar geregelt, was Waffen im Sinne des WaffG sind.


Waffengesetz (WaffG)
§ 1 Gegenstand und Zweck des Gesetzes, Begriffsbestimmungen

(1) Dieses Gesetz regelt den Umgang mit Waffen oder Munition unter Berücksichtigung der Belange der öffentlichen Sicherheit und Ordnung.

(2) Waffen sind 1.
Schusswaffen oder ihnen gleichgestellte Gegenstände und
2.
tragbare Gegenstände,a)
die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen, insbesondere Hieb- und Stoßwaffen;
b)
die, ohne dazu bestimmt zu sein, insbesondere wegen ihrer Beschaffenheit, Handhabung oder Wirkungsweise geeignet sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen, und die in diesem Gesetz genannt sind.

Der Bogen wird explizit nicht benannt und ist damit keine Waffe im Sinne das WaffG.


Was jedoch nicht heißt, dass er u.U. früher oder später im WaffG aufgenommen wird.

Semper Eadem

Sabiji

18.05.17, 15:34 #23 Last Edit: 18.05.17, 15:37 by Sabiji
Der wesentliche Knackpunkt ist die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen . Gegenstände, die direkt dafür konstruiert und bestimmt sind, sind grundsätzlich Waffen. Der Bogen ist nicht grundsätzlich dafür Konstruiert und bestimmt, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen.
Daher auch im Sinne des Gesetzgebers keine Waffe.

Das man den Bogen den Bogen im Sinne dieser Definition einsetzen könnte, bleibt unbelassen. Das gleiche gilt für das Nudelholz.

Nunchakus und Shuriken wurden in das Gesetz aufgenommen und letzendlich sogar Verboten, obwohl sie für viele Kampfsportler als Trainings- und Sportgeräte gelten, weil sie immer wieder im Sinne der o. g. Definition eingesetzt wurden.
Semper Eadem

AST

Mir ging es darum, mit der irrigen Aussage: Der Bogen ist keine Waffe - der Bogen ist ein Sportgerät" aufzuräumen.
Ist ein Gerücht, dass sich unter Bogenschützen leider etabliert hat.

Auch eine Pistole oder Gewehr können Sportgeräte sein. Aufgrund des Status als Waffe unterliegt der Besitz und auch die Benutzung hierbei besondern Regeln.

Sabiji

@AST, dagegen habe ich nichts und ich gebe Dir Recht. Natürlich kann der Bogen als Waffe angesehen werden, auch wenn er die nicht im Sinne das WaffG ist. Sobald sich Fälle häufen, bei dem schon die öffentliche Ordnung und Sicherheit vermehrt gefährdet ist, kann der Bogen irgendwann durch den Gesetzesgeber der Armbrust gleichgesetzt werden.
Und das wollen wir wohl alle nicht.
Semper Eadem

Stringwistler---früher Blankbogner

So lange wir alle sorgsam und vorrausschauend mit dem Bogen umgehen, bleibt es auch ein Sportgerät und ist auch nicht als Waffe anzusehen.

Also, denkt mal über euer Grundstück das ihr da nutzt nach und seid nicht so selbsteigennützig....ihr gefährdet da unser aller Sport.....

http://bogenblog.de/bogen-waffengesetz
Servusla, bis bald....Guidl

https://stringwistler.blogspot.de

Loner

18.05.17, 17:25 #27 Last Edit: 18.05.17, 17:32 by Loner
Zitat von: stöckchenschubser am 18.05.17, 14:23
Zitatist immer der Schütze für sein Schuss verantwortlich.


Der ist ähnlich viel wert wie Eltern haften für ihre Kinder.

Verantwortlich ist der, der den Schuss stellt und/oder zu Verfügung stellt.


Erm, nö. Ich lass dich in meinen Garten schiessen, ohne irgengwelche Backstops und dahinter laufen Passanten. Knallst einen ab und ich bin schuld. Pustekuchen, es ist nach deinem eigenen Ermessen, du haftest für dein Schuss. Wird dich jeder Richter für schuldig erklären und nicht mich. Bitte nicht mit Parcour für Entgelt verwechseln. Wir sind hier Privat zuhause im Garten. Privat ist das alles eine andere Nummer.

Ich sag spring aus dem Fenster, du springst und ich bin dann schuld?
Ich frag meine Oma ob ich hinten im Garten bissi Indianer spielen darf, sie sagt ja, ich schiesse einen über den haufen und sie geht in den Bau?


Deine Aussage unterschreibe ich zu 100% bei einem Öffentlichen Parcour oder Turnier für Entgelt.  Für Privatbereich bissi im Hinterhof - nein  :tu:
>>>-------- Loner --------->

AST

Also zu der Sportgerätediskussion:

Der Bogen (zusammen mit einem Pfeil natürlich) ist eine Waffe!
NUR: Pfeil und Bogen ist in Deutschland keine Waffe im Sinne des Waffengesetzes.

Der Bogen wird in D "ausschließlich" sportlich genutzt. Das macht die Waffe Bogen (+Pfeile) zu einem Sportgerät / Sportwaffe und durch die Waffengesetzgebung kommt es dabei zu keiner Reglementierung.
Es gibt in Deutschland auch die Pistolenschützen, die mit ihrem Sportgerät Pistole ausschließlich sportlich unterwegs sind. Im Falle von Pistolen kommt es dabei im Gegensatz zum Bogen zu Reglementierungen...

Es gibt Länder, da wird der Bogen auch zur Jagd eingesetzt. Was ist der Bogen dort? Wird er dort durch die Waffengesetzgebung anders als in D erfasst?



El Torrro

Wie war das?
"Vor Gericht und auf hoher See......"
Ein Richter wird die Entscheidung treffen. Dabei werden diese oder ähnliche Worte wie "Bestimmungsgemäße Verwendung, fahrlässig und/oder vorsätzlich" eine Rolle spielen.
Gibbs Rule 9: "Never go anywhere without a knife."

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