Intuitiv und Gefälle... ich bekomme es nicht gebacken!

Begonnen von Amantilado, 16.11.16, 22:31

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Muetze

Amantilado, wenn du wirklich In*tiv schießen würdest, dann hilft nur üben, auf die Mitte vom Ziel schauen und den Pfeil loslassen. Das ganze Hüfte knicken. T- verstellen, drüber oder drunter halten ist nur was für Systemschützen.

Gruß Mütze
Ich bin kein böser Mensch, ich bin Bogenbauer. Mein maß an Sarkasmus entspricht exakt Deinem maß an Blödheit.

ragnar

ZitatAmantilado, wenn du wirklich In*tiv schießen würdest ...


Das tue ich auch, deswegen liegt der erste Pfeil bei Bergab-Schüssen meistens drüber. Weil ich eben diese Schüsse kaum speziell geübt habe.
Ich lasse mich eben von der direkten Entfernung täuschen, die in diesem Fall viel größer als die horizontale ist.
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand.
Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat."
(René Descartes)

bambus

 :green: Es ist wirklich Herz erwärmend  hier einmal so viel Positives zum Sinn des Übens zu lesen  :green:
Sonst geht es ja eher darum, welches (käufliche) Material oder welcher Trick möglichst viel an Punkten bringt  :whistle:
"Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben." George Bernard Shaw

cweg

Denkste, ich hab gerade ein 10er Pack Üben bei ebay gekauft.  :wow:

Amantilado

Hallo

Ja, "lustig " üben ist genau das Thema!
Es ist nicht so, dass ich effektiv oder speziell , bergauf oder ab Schüsse geübt hätte, aber seit dem ich 2-3 mal die Woche schießen gehe und nicht nur 3-4 im Monat, ist es viel besser geworden! Ich "übe" auch eigentlich gar nicht, sonder schieße zum Spaß! :) War z.b. Letzte Woche 2mal in Collenberg! Da gibt es einige auf und ab Schüsse. Und ich hab echt oft getroffen! Aber ich hab meine "Herangehensweisen " auch geändert!
Ich ziehe nicht mehr aus, gehe in den Anker,Ziele, und lasse los wenn es "passt " , sondern ich lege den Pfeil auf, stelle mich hin, lass den Bogen unten, konzentriere mich auf das Ziel, stelle mir den Bewegungsablauf kurz vor, und lege dann erst an, ziehe aus in den Anker und lasse praktisch sofort los; alles mehr oder weniger als eine Bewegung! Die Bewegungsphase  dauert ca. eine Sekunde, wohingegen ich früher schon mehrere Sekunden lang im Anker blieb!
Und ich treffe damit besser! Und das Erfolgserlebnis ist höher wenn ich treffe!
Das klingt jetzt vielleicht ein wenig nach "Zen" und "Hokuspokus " aber es klappt auch NUR wenn ich eingeschossen bin! Nach so 30-50 Pfeilen. Bei den ersten Zielen , geht auch der erste Pfeil immer zu kurz, der zweite oben drüber und der dritte trifft. Die letzte Station in Collenberg am Sonntag allerdings dann, bergauf Schuss in eine (Berg?)Wand an der drei Tiere standen .- drei Schüsse - alle drei Tiere ins Kill! Vom blauen Pflog! Und mit der oben genannten Methode, innerhalb von <30 Sekunden! :) Da fährt man einfach gut gelaunt heim! Auch wenn man auf dem Parqours 2 Pfeile nicht mehr gefunden hat und nur die wenigsten  der Tiere im Parqours überhaupt (von "Kill "ganz zu schweigen) beim 1. Schuss getroffen hat! ;) Aber das letzte Drittel lief super! Bergauf Bergab total egal! Einfach weniger denken und mehr üben! :) Also wenn ich immer so treffen würde wie die letzten sagen wir 5 Stationen am Sonntag , würde ich mich sogar auf ein Turnier wagen! Aber wenn man mir "jetzt" sofort einen Pfeil und Bogen in die Hand drücken würde, würde ich wohl nicht mal meinen eigenen Fuß treffen ! :)
Bogen: Primitiv Osage 168cm 46# , Peters Razor Hybrid, Ragim TD Recurve
Auszug: 27' Traditionell Intuitiv  über Schelf + Mediterran

Dryad

Zitat von: bambus am 22.06.17, 18:45
:green: Es ist wirklich Herz erwärmend  hier einmal so viel Positives zum Sinn des Übens zu lesen  :green:
Sonst geht es ja eher darum, welches (käufliche) Material oder welcher Trick möglichst viel an Punkten bringt  :whistle:


Der Trick ist beides zu machen, üben und Material.
"Among the many misdeeds of the British rule in India, history will look upon the act of depriving a whole nation of arms, as the blackest." M.Ghandi

GroBo

Zitat von: Dryad am 22.06.17, 23:20
Zitat von: bambus am 22.06.17, 18:45
:green: Es ist wirklich Herz erwärmend  hier einmal so viel Positives zum Sinn des Übens zu lesen  :green:
Sonst geht es ja eher darum, welches (käufliche) Material oder welcher Trick möglichst viel an Punkten bringt  :whistle:


Der Trick ist beides zu machen, üben und Material.


...stimmt, ich gehe auch mehr dazu über mit meinem Material zu üben... :green:
Wer aussteckt muß auch einteilen können !

ragnar

Zitat...
Und ich treffe damit besser! Und das Erfolgserlebnis ist höher wenn ich treffe!
Das klingt jetzt vielleicht ein wenig nach "Zen" und "Hokuspokus "...
Zitat

Wenn ich mich hier nicht schwer täusche, nennt sich das nicht "Hokuspokus", sondern Howard-Hill Stil.
Und ich schieße genau so. Durch längeres Ankern verbessert sich bei mir gar nichts.
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand.
Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat."
(René Descartes)

stöckchenschubser

@Amantilado

Nennt sich fliegender Anker und bedarf eines Vielfachen an Training und manche lernen es trotzdem nie richtig.

Was mir immer wieder auffällt, das viele Schützen das Gelände nicht lesen und beachten, wenn z.B. in der Hanglage
versucht wird einen geraden Stand zu finden. Wird meines Erachtens auch zu wenig von "Trainern" angesprochen.

Wer im im Hang steht und sich so stellt wie auf der geraden, schulterbreit oder mehr, wird merken, dass dieser
Stand ein Abknicken der Hüfte fast ganz überflüssig macht, was das Schießen an sich auch wieder erleichtert und Fehlerquellen minimiert.

Hier schön zu sehen, wie die Schützen hinten einen erhöhten Punkt nutzt um wieder in ein gerades T zu kommen, trotz Bergabschuss.

http://www.bogensportblog.de/wp-content/uploads/2016/07/bogensportblog-de-EBHC-2016-Saalbach-Hinterglemm-013-1.jpg

bambus

Ich frage mich immer wieder, wie unsere Vorfahren vor 6000 Jahren mit Pfeil und Bogen umgehen und überleben konnten, obwohl sie keine "Trainer", "theoretische Lehrmeinungen", Bücher und "Möchtegern-Weisen" hatten.

Sie haben einfach geschossen, immer wieder (aber sicher weniger als 50 Pfeile /Tag!) ---- und haben überlebt.
Wunder gibt es....  :green:

Fazit: immer wieder üben, so früh wie möglich anfangen, in verschiedensten Situationen schießen und immer voll konzentriert.

PS. das Bild ist ja ganz nett, aber irgendwas "intuitives" oder natürliches sehe ich da nicht drin.

@Amantilado, laß dich nicht irre machen sondern mach es einfach so, wie es DIR am besten passt! Wenn Andere lachen oder die Nase rümpfen, dann lach über sie oder streck Ihnen die Zunge raus -  und schieße weiter.  :whistle:
"Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben." George Bernard Shaw

Amantilado

Hallo

@stöckchenschubser ; ja, kann man so lesen, als wäre es ein "fliegender" Anker . Ist es aber nicht, da ich schon jedes Mal in den selben physisch existierende Ankerpunkt ausziehe und immer dort löse!
Nur halt viel "flüssiger" und dort nicht ewig verweile und Ziele.

Das mit dem Gelände ausnutzen, am Berg schräg stehen, versuche ich jetzt auch immer bewusst, nach dem es hier auch mehrmals empfohlen wurde. Es ist nur "leider" oft so, dass der Abschuss Platz eben ist. Es ist z.b. eingeebnet, ein Holzhochstand oder ein Plateau etc...
Dann funktioniert das natürlich nicht. Aber wenn das Gelände es hergibt , ja, dann versuche ich es zu nutzen!
Bogen: Primitiv Osage 168cm 46# , Peters Razor Hybrid, Ragim TD Recurve
Auszug: 27' Traditionell Intuitiv  über Schelf + Mediterran

Dryad

Zitat von: bambus am 23.06.17, 16:14
Ich frage mich immer wieder, wie unsere Vorfahren vor 6000 Jahren mit Pfeil und Bogen umgehen und überleben konnten, obwohl sie keine "Trainer", "theoretische Lehrmeinungen", Bücher und "Möchtegern-Weisen" hatten.

Sie haben einfach geschossen, immer wieder (aber sicher weniger als 50 Pfeile /Tag!) ---- und haben überlebt.
Wunder gibt es....  :green:

Fazit: immer wieder üben, so früh wie möglich anfangen, in verschiedensten Situationen schießen und immer voll konzentriert.

PS. das Bild ist ja ganz nett, aber irgendwas "intuitives" oder natürliches sehe ich da nicht drin.

@Amantilado, laß dich nicht irre machen sondern mach es einfach so, wie es DIR am besten passt! Wenn Andere lachen oder die Nase rümpfen, dann lach über sie oder streck Ihnen die Zunge raus -  und schieße weiter.  :whistle:


Na das mit den Trainern ist aber eine gewagte These. Wenn man das Rad nicht jedes mal neu erfinden will,macht es Sinn mal auf die Erfahrung Anderer zurückzugreifen. Lehrbücher und Abhandlungen gab es früher ja durchaus. Alleine die Tatsache das es hergebrachte Stile gibt, scheint mir auf ein gewisses Trainertum hinzuweisen.

Glück Auf

P.S.    (Vereinstrainer der sich das Schiessen auch selbstbeigebracht hat aber alles las und liest was ihm in die Finger kam  und kommt und dann das Glück hatte von einigen sehr guten Trainern zu lernen.)

P.P.S. Auf die Gefahr hin mir den Hass der Gemeinde auf den Hals zu holen, "fliegender Anker" ist ne Entschuldigung für schlechten Stil, zu starke Bogen oder Target Panic. Selbst mit dem Holzbogen kann man kurz ankern und insich gehen.
"Among the many misdeeds of the British rule in India, history will look upon the act of depriving a whole nation of arms, as the blackest." M.Ghandi

AST


bambus

Zitat von: Dryad am 23.06.17, 23:44
.....
P.P.S. Auf die Gefahr hin mir den Hass der Gemeinde auf den Hals zu holen, "fliegender Anker" ist ne Entschuldigung für schlechten Stil, zu starke Bogen oder Target Panic. Selbst mit dem Holzbogen kann man kurz ankern und insich gehen.


Auch auf die Gefahr hin mir den Unwillen und das Unverständnis vieler auf den Hals zu holen (von üblerem nicht zu sprechen) - wer ankert ist nur zu faul zu üben  :green:

PS. Zugegeben, etwas überspitzt, aber deswegen nicht ganz falsch...
"Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben." George Bernard Shaw

Trasher

Beides hat etwas wahres , ist nämlich völlig egal wie man  zum Ziel kommt.
Hauptsache ist, man erreicht es.!
Ob mit Faulheit oder schlechtem Stiel, schiessegal.   :-p
Wer lesen kann ist klar im Vorteil wenn man die Fähigkeit besitzt den Inhalt zu verstehen

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