Intuitiv und Gefälle... ich bekomme es nicht gebacken!

Begonnen von Amantilado, 16.11.16, 22:31

Nach unten

AST

Tai chi hilft das Körpergefühl zu verbessern  :whistle:

sagittarius

Ich hab ein ähnliches Problem, zwar nicht am Parcours aber auf der Wiese.....

wir haben da FITA-Scheiben  bis auf 90 m
und dazwischen Viecher auf 10, 30, 40 und 50 m

Die FITA-Scheiben auf 30, 40, und 50 m schieß ich geradzu weltmeisterlich :-)))
Die Viecher auf 10 m auch.

Aber auf 30 m fängts schon an, ich bin mit dem ersten Schuß deutlich zu tief, bei den weiter entfernten dasselbe.
Zu tief heißt in diesem Fall, daß ich nicht nur das Kill net treffe sondern der Schuß entweder kurz vorher in den Boden fährt oder kanapp unter dem Bauch durch.

Technisch gesehen schieß ich ja eigentlich "bergab", weil die FITA Scheiben ihr Gold ja  glaub ich auf etwa 1.50 m Höhe haben - also ziemlich level zum "T", die Viecher aber ihr Kill irgendwo zwischen 20 cm (der Dachs auf 10 m) und 60 cm (der Bär auf 50 m) haben.

Interessanterweise passiert mir das auf meinem Haus-und Hofparcours nicht, denn da stehen sowieso alle Ziele irgendwie im Hang, einen "ebenen" Schuß gibts da gar nicht.

Is also offenbar alles  a Kopfsache......




treffehnix

Aber zwischen 1,50 Scheibenmitte und 60 cm Killmitte beim Bären auf 50 Meter ändert sich doch Dein "T"nicht wirklich.

Das mit der "Kopfsache" kann ich schon eher nachvollziehen.

Corax

Ich behaupte mal, du denkst zu viel. Du willst die Höhendifferenz kompensieren, das hat dein Kopf aber schon erledigt.
Skua: "ein Bogen ist harmlos, ab zwei vermehren sich die Dinger wie Karnickel!"
Club 52

stöckchenschubser

Vor allem, wenn du IM Hang stehst, stell dich mit dem Hang, also etwas breitbeinig,
dann wird es fast ein gradeaus Schuss.
Arbeite mit dem Gelände, nicht dagegen.

Dryad

Die "Halt drunter"Regel kommt eigentlich aus der Gebirgsjagd mit der Büchse. Kann man so nicht übernehmen. Üben des Oberkörperabknickens geht ganz gut auf extrem kurze Entfernung.

Glück Auf
"Among the many misdeeds of the British rule in India, history will look upon the act of depriving a whole nation of arms, as the blackest." M.Ghandi

Carsten

Zitat von: Dryad am 16.06.17, 16:55
Die "Halt drunter"Regel kommt eigentlich aus der Gebirgsjagd mit der Büchse. Kann man so nicht übernehmen. Üben des Oberkörperabknickens geht ganz gut auf extrem kurze Entfernung.

Glück Auf


Die Regel kommt aus der Ballistik die auch für Pfeile gilt.
Ganz extremes Beispiel: senkrecht nach unten fliegt der Pfeil keine Kurve mehr, sondern eine gerade.

Ansonsten kann ich mich nur anschließen: Körper und Kopf sauber ausrichten+üben

Dryad

Gilt nur mit Einschränkung, Siehe Drallstabilisierung und Pfeilstabilisierung. Es ist auch ein Unterschied ob ich ein Geschoss mit 700-1100 m/s habe oder einen Pfeil mit 70 m/s. Ausserdem stimmt es halt mit der Büchse schon nicht. Der Effekt aus Gravitation und Rotation ist auf die üblichen Bogenentfernungen zu vernachlässigen. Die Probleme entstehen meistens aus einer Kombination von falscher Schusshaltung und falschem Auszug.
Zur Rotation, viele Glauben dass die Drehung des Pfeils im Flug diesen Stabilisiert, stimmt so nicht. Dazu ist die Rotation zu langsam. Ausserdem dürften Blankschäfte dann ja nie geradeaus fliegen. Der "Sogeffekt"am Ende des Schftes trägt da mehr zur Ausrichtung bei.

Glück Auf.
"Among the many misdeeds of the British rule in India, history will look upon the act of depriving a whole nation of arms, as the blackest." M.Ghandi

Gundog

Ob nach oben oder nach unten schießen ist nicht "ganz" egal. Aber für die meisten Schützen vernachlässigbar was der Unterschied da ist.

Wenn rauf runter ein Problem sind kommt es darauf wie gut der eigene Stil ist und wie man das "T" etc. wirklich umsetzt.

Wenn der Stil gut ist und man in der Ebene saubere Gruppen schießt, sollte man sich ein passendes Gelände suchen und mit nach oben oder nach unten das ganze mit der PointOfAim Methode einmal ausschießen. Also muss man z.B. in der Ebene auf einen Punkt auf 25m ca. 40cm druntervisieren, dann macht man das mal bei 30° Hangneigung. Ideal wenn da eine große Scheibe steht. Man sieht ja dann den genauen Unterschied. Ansonsten gibt es die unterschiedlichsten Methoden des Ausgleichs. Bodnik (aus einem Video mal gesehen) und Vorderegger (in einem seiner Bücher gelesen) kompensieren das in dem die den Treffpunkt visuell einfach tiefer legen. Statt Kill z.B. die Unterkante Bauch in den Fokus stellen. Für mich wäre das keine Methode da ich ja dann mein Unterbewußtsein betrügen will, die beiden sind aber erfolgreicher wie ich ;-) . Wie schon Bambus geschrieben hat, kann man intuitiv einfach viel üben und schon wird das klappen. Das Gehirn/Unterbewußtsein trainiert ja mit. Man muss sich nur darauf einlassen.

Techniker würden grob für alle 5° Höhenunterschied nach oben 1.5% nach unten 2.5% von der realen Distanz abziehen. Bei einem Schuss nach oben muss man mehr Energie (Pfeil von der Erde entfernen) aufwenden wie bei einem Schuss nach unten.  Sprich man hat 25° Neigung nach oben sind das 5x 5° also 5x1.5% = 7.5% von der realen Entfernung abziehen.

Am sichersten ist immer alles mit eigenem Equipment auszuschießen.

Leider fehlen uns für sowas  die Berge hier im  westlichen Münsterland.

Dryad

Das ist worauf ich hinaus wollte, bei 60 m  wären das grob wieviel, 4,5 m Entfernung verschätzt? Mal ehrlich, DAS macht den Unterschied? Wohl eher nicht. Wie Gundog  richtig bemerkt ist es meist eher ein Technikfehler. Gerade mit längeren Bogen und längerem Auszug bergab haben viele Schwierigkeiten richtig zu ziehen und zu Ankern. Das T muss halt stehen. Dasselbe Bergauf.
Deshalb der Tip mit der nahen Scheibe, da kann man gut üben in der Form zu bleiben.

Glück Auf
"Among the many misdeeds of the British rule in India, history will look upon the act of depriving a whole nation of arms, as the blackest." M.Ghandi

bowster

Üben, Üben und Vertrauen in Intuition und Unterbewusstsein, wenn ich mal anfangen würde für alle 5° Höhenunterschied nach oben 1.5% nach unten 2.5% von der realen Distanz abzuziehen, könnte ich mir vorstellen, dass es mit der Freude am Bogenschiessen, zumindest bei mir, schnell vorbei wäre.

Dryad

So ist es,

die drei Entfernungen beim 3d Bogenschiessen : Weit, weiter, ach du Scheisse.....
"Among the many misdeeds of the British rule in India, history will look upon the act of depriving a whole nation of arms, as the blackest." M.Ghandi

Gundog

Zitat von: bowster am 21.06.17, 22:19
Üben, Üben und Vertrauen in Intuition und Unterbewusstsein, wenn ich mal anfangen würde für alle 5° Höhenunterschied nach oben 1.5% nach unten 2.5% von der realen Distanz abzuziehen, könnte ich mir vorstellen, dass es mit der Freude am Bogenschiessen, zumindest bei mir, schnell vorbei wäre.


Es gibt halt auch Systemschützen. Wie beschrieben... muss man ja nicht  machen, dann einfach mehr üben üben üben.

Ich zeige Neulingen das mit dem T immer bei uns bei einem Mini-Bergabschuss (von 3m hoher Wall). Den Bogen spannen, den Neulingen sagen das die auf den Überstand der Spitze vor dem Bogen achten sollen, dann einmal ohne T und dann mit T nach unten gehen. Dann macht es sofort "klick".

c70bear

Zitat von: bambus am 17.11.16, 10:16
Wenn du wirklich intuitiv schießt ist das nur durch mehr üben, üben und nochmals üben zu erlernen.


Ein Wahrheit beim Bogenschießen, die zu Wenige kennen oder beherzigen, ist das Üben das Einzige ist, das sicher und dauerhaft hilft, besser zu schießen...  :evil: und in Folge dessen auch besser zu treffen  :evil: :evil:



vollkommen richtig! wer wirklich rein instinktiv schießt muss üben üben damit das hirn die erfahrung hat und das beim nächsten mal umsetzen kann!

das kleiner machen wirkt ja in prinizip als kompensator (der Höhe) für das gelernte an der tafel
Für den Diener ist der König nur ein Hanswurst

Club 52"

stöckchenschubser

Hin und wieder mal einen Feldparcours schießen, das trainiert besser als drei Runden 3D.
Vor allem das Bergauf und -ab

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