Zieltechniken erklärt von T.Sillmann

Begonnen von Martin Dabidabidu, 18.10.16, 00:03

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Zunaechst mal:
Es heisst Port Orford Cedar, nix Oxford.
Zweitens: Im Bogensport misst man in Zoll und nicht in mm
Drittens: Pfeillaenge wird immer vom Nockboden bis zum Anfang der Spitze (Back of Point =BOP) gemessen.
Viertens: Holzpfeile kauft man immer volle Laenge und saegt dann in 1/4" Stuecken ab und schaut wie sie schiessen.
Deshalb braucht man ein taugliches Tapertool und etwas Heisskleber fuer die Spitzen. Die Parallelspitzen bringen keine Vorteile und kosten nur mehr Geld.
Fuenftens: Die bewussten Zieler (gap point of aim) versuchen die gaps/ distant zwischen point of aim und dem echten Ziel moeglichst gering zu halten. Das gilt fuer die ueblichen Distanzen so bis 30m. Das Problem sind zu grosse Unterschiede zwischen dem point of aim und dem zu treffenden Ziel.
Da muss man dann bei 22 Meter Hirsch 18" in den Boden halten. Ist der Pfeil laenger, bverkuerzt sich diese Distanz.
Hast Du einen sehr langen Auszug, dann ist nicht viel mit laengermachen. Holzpfeile gehen meist eh nur bis 31.5" BOP.
Instinktiv ist das egal, da die Pfeilspitze ja nicht bewusst verwendet wird, diese also nicht fokusiert wird.

Als kleines Beispiel: Langbogen 60# auf den Fingern, dann habe ich einen Carbonschaft volle Laenge mit 300 grain Spitze bei 25" Auszug. Der Pfeil schaut also rund 6.5" Zoll vom Bogenruecken aus raus. Damit habe ich ein point on bei 25 yards. Bei 20 yards haelt man ein Zoll drunter, bei 30 yards rund 2" hoeher. Ankerpunkt am Wangenknochen unter dem Auge.
Wenn ich mit meinen normalen Holzpfeilen schiesse (28.25" bis Vorderkante Spitze), liegt der Point of aim rund 44" unter dem point of impact bei 20 yards. Die Pfeilspitze zielt also irgendwo in den Boden vor dem Hirsch. Im Feld nicht praktikabel. Und das bei Anker am Wangenknochen, also schon hoeher als mit Mittelfinger am Mundwinkel.

Gundog


Gundog

In dem Buch von Thomas Sillmann über Goldangst werden verschiedenste Methoden  beschrieben.. im Prinzip nur für Release Schützen. Er verweist auch auf andere Autoren (Kidwell) hin hat aber Joel Turner (IronMind, siehe Videolink am Anfang des T) überhaupt nicht erwähnt. In einem pers. Gespräch meinte er da nie was von gehört zu haben. Jeder der nach Targetpanic im internationalen Bereich sucht stolpert über Joel Turner (Master of the Barebows etc.).

Lanzelot


Jaaaaa doch.... hab mich halt verschrieben.
Ich weiß auch dass es keine echte Zeder sondern eine Scheinzypresse ist.
Das mit den Zollmaßen weiß ich auch. Ich habe aber schon von unterschiedlichen Shops bei Angabe von Zollmaßen
unterschiedlich lange Pfeile erhalten. Da wollte ich halt auf Nummer sicher gehen.
Danke für die Folgeinfo. Ich habe die Schäfte jetzt mit voller Länge bestellt und gucke was geht.
Der Link zu den Zielmethoden ist zwar vom Inhalt her auch das was Herr Vorderegger schreibt, aber noch einmal schön
komprimiert beschrieben und bebildert. Auch dafür vielen Dank.

Sportliche Grüße

Lanzelot.


AST

Bei der Länge sind Angaben zum Messbereich wichtig (über alles, vom Nockboden bis Spitzenansatz,...)damit man da nicht unterschiedlich lange Stöckchen bekommt - egal ob die Angaben in inch  oder cm sind.

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