Experiment mit mehr lbs - Erfahrungsbericht

Begonnen von Amantilado, 15.11.15, 00:02

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Amantilado

15.11.15, 00:02 Last Edit: 15.11.15, 00:05 by Amantilado
Hallo

Ich weiß , jetzt werden mich gleich alle steinigen, aber ich hab mir mal stärkere (viel zu starke) Wurfarme für meinen Bogen zugelegt...
Der Umstand war, dass ich mir viel zu steife Schäfte für meinen Bogen zugelegt hatte, neue Wurfarme für meinen Bogen recht günstig sind, UND ich vor Allem neugierig war! :) Ich weiß , und jetzt auch warum, dass so starke Wurfarme für Anfänger nicht empfohlen werden. Aber zum "trainieren" habe ich und verwende ich ja noch die Leichteren! Und ich bin recht klein (172cm) und habe nur nen 27" Auszug, bin auch recht "kompakt" gebaut und mache etwas Kraftsport. So... Also ich hab mir jetzt 45lbs Wurfarme zugelegt (die passen nach Rohschaft Test zu den Pfeilen mit 150 Grain Spitzen) für meinen Bogen und folgende Erfahrung gemacht;
1. das ist heftig viel mehr als 30lbs! :)
2. Wurfarme für 60â,¬ sind nicht die Weichesten vom Auszug her...
3. das Bespannen ist "gefährlich" :)
4. das ist heftig viel Gewicht auf dem Bogenarm!
5. man hat beim Ankern eher das Gefühl eine "Waffe " in der Hand zu halten ;)
6. die Pfeile fliegen gerade, treffen besser, sind schneller
7. die "zu schweren" (für 30lbs) Holzpfeile fliegen super! Obwohl der Spine eigentlich zu weich ist?
8. Ich treffe, auf einmal verlässlich ein DinA4 Blatt aus 18m !
9. das Gewicht ist (noch) für 1 Stunde Training  zu schwer für mich! :(
10. es macht einen Heiden Spaß !
11. hab ich schon gesagt wie heftig das ist?  :D
Bogen: Primitiv Osage 168cm 46# , Peters Razor Hybrid, Ragim TD Recurve
Auszug: 27' Traditionell Intuitiv  über Schelf + Mediterran

wilfrid

Weißte was auch heftig ist? Sehnenscheidenentzündung der Bizeps sehne, Gelenkentzündungen in den Schultergelenken.....

Ein defektes Handgelenk hilft Dir dann später, Bögen mit und ohne Handscock zu unterscheiden, lebenslang ;-)

Corax

3. nur, wenn man nicht weiß, was man tut.
Dann ist aber alles gefährlich. ;)
Skua: "ein Bogen ist harmlos, ab zwei vermehren sich die Dinger wie Karnickel!"
Club 52

Amantilado

Ja, danke für die Besorgnis um meine Gesundheit ! ( das mein ich ehrlich !)
Aber ich hab ja schon geschrieben, dass es ein "Experiment " war/ist und ich mir bewusst bin, dass es zu heftig ist und eine zu große Steigerung! Und das obwohl ich seit 25 Jahren Kraftsport mache ! Aber ich daher weiß, dass Gewichtsteigerungen nur langsam erfolgen sollten!  Ich würde das auch niemanden empfehlen! Aber das unterschiedliche Flugverhalten der Pfeile finde ich schon bemerkenswert! Obwohl der Bogen wohl auch nicht für solche Gewichte ausgelegt ist?  Ist auf jeden Fall ein Motivation für mich dahin zu trainieren! Und auf einen Bogen zu sparen, der solche Gewichte dann besser umsetzt.
...also ich bin nicht größenwahnsinnig geworden und will meine Gesundheit ruinieren!  :)
Bogen: Primitiv Osage 168cm 46# , Peters Razor Hybrid, Ragim TD Recurve
Auszug: 27' Traditionell Intuitiv  über Schelf + Mediterran

Amantilado

Zitat von: Corax am 15.11.15, 00:17
3. nur, wenn man nicht weiß, was man tut.
Dann ist aber alles gefährlich. ;)

Da hast du recht !  :wow:
Ist auch nichts passiert!  :D
Ich hätte eher schreiben sollen; "fühlt sich gefährlich an".
Ein Umstand ist, dass sich die Dacron Sehne bei dem Gewicht sehr weit dehnt bei dem Gewicht und ich sie sehr weit eindrehen muss um auf die richtige Standhöhe zu kommen. Dadurch ist sie dann beim Aufziehen sehr kurz und ich muss den Bogen sehr weit durchbiegen um sie aufzuziehen. Dann komme ich mit meinen "kurzen Armen" aber kaum noch an die Bogenarme!  :red: Wenn man dann das Gewicht mit einer Hand hält, und mit der anderen Hand an der Sehne rumfummelt ... Egal, muss ein Bild für die Götter sein!  :eierprinz:
Bogen: Primitiv Osage 168cm 46# , Peters Razor Hybrid, Ragim TD Recurve
Auszug: 27' Traditionell Intuitiv  über Schelf + Mediterran

walta

Tja, einen Bogen spannt man vor allem mit Technik und weniger mit Kraft.

walta

Amantilado

15.11.15, 01:43 #6 Last Edit: 15.11.15, 02:11 by Amantilado
Zitat von: walta am 15.11.15, 01:34
Tja, einen Bogen spannt man vor allem mit Technik und weniger mit Kraft.

walta

Was soll das denn jetzt?  :D
Also die "Technik " um einen Bogen mit Spannschnur zu spannen ist nun wirklich kein Zauberwerk!
Kraft ist da aber tatsächlich ein Punkt, da ich sehr weit nach oben ziehen muss um die Bogenarme weit genug zu überspannen um die (eingedrehte, im umgespannten Zustand sehr)  kurze Sehne darüber zu ziehen!
Ein Link / Tip / Hinweis wie deiner Meinung/ Erfahrung nach eine bessere Technik aussieht, währe echt hilfreicher!
Aber so wirkt dein Beitrag einfach nur überheblich und beleidigend...
Bogen: Primitiv Osage 168cm 46# , Peters Razor Hybrid, Ragim TD Recurve
Auszug: 27' Traditionell Intuitiv  über Schelf + Mediterran

walta

Nun, du hast nicht nach einer besseren Technik gefragt also hab ich auch keine Tips gegeben. Deine Startpost klingt eher nach deinen persönlichen Erfahrungen. Weiters hast du zwei mal darauf hingewisen, dass du Kraftsport betreibst und leider gibt es genügend Leute die glauben , dass man jeden Bogen ausschliesslich mit Kraft schiessen kann.
Ich selber schiesse Bögen mit über 45 Pfund und ich bin beileibe kein Sportler. Und eine Spannschnur hab ich auch nicht. Ausserdem spanne ich jeden Bogen unterschiedlich auf und ab, je nachdem ob er kurz, lang krumm oder gerade ist.

Mein Beitrag ist keineswegs überheblich gedacht gewesen. Es tut mir leid, dass er so bei dir ankommt.

Walta

norbert schliebener

Zitat von: Amantilado am 15.11.15, 01:43
Zitat von: walta am 15.11.15, 01:34
Tja, einen Bogen spannt man vor allem mit Technik und weniger mit Kraft.

walta

Was soll das denn jetzt?  :D
Also die "Technik " um einen Bogen mit Spannschnur zu spannen ist nun wirklich kein Zauberwerk!
Kraft ist da aber tatsächlich ein Punkt, da ich sehr weit nach oben ziehen muss um die Bogenarme weit genug zu überspannen um die (eingedrehte, im umgespannten Zustand sehr)  kurze Sehne darüber zu ziehen!
Ein Link / Tip / Hinweis wie deiner Meinung/ Erfahrung nach eine bessere Technik aussieht, währe echt hilfreicher!
Aber so wirkt dein Beitrag einfach nur überheblich und beleidigend...


Es geht um Biomechanik und die Kraftlinien.

Amantilado

@walta
Danke für dass du noch mal geantwortet hast  :tu: um das klar zu stellen. Okay, dann tut mir auch leid, dass ich deine Antwort in den falschen Hals bekommen habe. Nix für ungut! [Ein "Ich überreiche die virtuelle Friedenspfeife" Emoticon hier einsetzten! ]  :D
Und nein, ich bin auch keiner von den Leuten die denken dass man nur "Kraft " braucht.  ;) Ich hab ja auch zig mal geschrieben, dass der Bogen mir zu schwer ist ...."obwohl"  ich trainiert bin.
(Aber beim Bogenschiessen werden halt wohl auch kleine Sehnen und Bänder beansprucht und Gelenke auf eine Art und Weise, für kleine Korrekturen,  die man normal nicht benötigt oder auf diese Weise einsetzt.)
Bogen: Primitiv Osage 168cm 46# , Peters Razor Hybrid, Ragim TD Recurve
Auszug: 27' Traditionell Intuitiv  über Schelf + Mediterran

Speed1966

Also ich finde es einen interessanten und recht witzigen Erfahrungsbericht. Danke 

Hat mich überzeugt, dass ich jetzt doch mit 45# anfange  :green:

Simon Thumb

Und wieder ein Neuer im Bogensport, der ihn sich verbaut ...  :whistle:
"Pfeil und Bogen ist für uns alle Neuland." - Angela Merkel

0815

1.) 45# ist ein Bogen in der unteren Zuggewichtsklasse :green:. 10-45# sind leichte Boegen, 50-75# sind mittlere Boegen und ab 75# kann man heutzutage von schweren Boegen sprechen.....
2.) Die richtige Spannschnur hilft ungemein. Diese sollte auch auf die richtige Laenge fuer den Bogen und den Aufspanner eingestellt sein. Damit spanne ich Boegen bei 165cm Koerperkuerze  problemlos zwischen 20# und 80#.
3.) Am Preis der Wurfarme gemessen gehe ich von keiner radikalen Wurfarmgeometrie aus und deshalb ist die Gompy Aufspannschnur meine bevorzugte und guenstige Wahl.
4.) Man sollte sich eventuell von einem erfahrenen Schuetzen zeigen lassen wie man einen traditionellen Bogen richtig spannt, kontrolliert und richtig einstellt. Das erspart eventuelle Verletzungen und Bogenbeschaedigungen.
5.) Ich habe Bogenbeschaedigung schon bei Euro 1200 Boegen gesehen, die durch falsches Aufspannen entstanden sind. Eine Spannschnur schuetzt nur bedingt vor dem Verdrehen. Die Wurfarme muessen optisch nach dem Aufspannen auf Verdrehung  ueberprueft warden und bei Bedarf gerichtet werden durch Gegendrehen und zwar bevor der Wurfarm ausgezogen wird. 
5.) Die Pfeile sollten entsprechende Qualitaet haben, sonst wird das eher nichts und solllten eben zum Bogen und zum Schuetzen passen.
6.) Anfaenger sollten von weiten Schuessen Abstand nehmen, wenn sie nicht viel Zeit mit Pfeilsuche verbringen wollne oder staendig neue Pfeile kaufen.
7.) Man faengt bei 5m an und dann geht es in 1m Schritten weiter weg, wenn die entsprechende Trefferquote auf die entsprechende Scheibe mit hoher Wahrscheinlichkeit getroffen wird.   

stöckchenschubser

Zitat..also ich bin nicht größenwahnsinnig geworden und will meine Gesundheit ruinieren


Und dann schießt du bewusst viel weichen Pfeile?

AST

...der Threadeeröffner war am 29.11.2015 zuletzt hier online.... ob ihn also alle Weisheiten dieses Threads erreichen???

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