dynamischer spine linear?

Begonnen von schrotti, 15.02.08, 23:19

schrotti

hallo zusammen,
ich habe folgendes problem:
beim rohschafttest mit eigentlich passendem spinewert zu neuem
Bogen ( danke paul, geiles gerät), deht der pfeil so stark nach rechts ab dass
er beim einschlag bricht. Dann habe ich mich mit dem nächsten rohschaft hearngetastet bis zu
meinem auszug und dann noch weiter.
aufallend war, dass bis zu einer bestimmten pfeillänge immer weit nach rechts abdrehte, 2cm weiter gekürzt
da flog er schnurgerade.
frage: steigt der dynamische spine nicht linear abhängig von der kürze des schaftes?
ach so LB Stegmeyer 55 # bei 28' mein auszug 26 ', pfeil zeder 11/32 spitze 100 grain

Steinmann

Durch das kürzen wir der Schaft steifer. Ob der dynamische Spine linear ansteigt oder nicht wird bei einem natürlichen Pfeilmaterial nicht wirklich zu beantworten sein. Da dürften innerhalb der Schäfte größere Differenzen sein. Stegmeyers werfen sehr fix und benötigen generell etwas härter Schäfte ( meine Erfahrung ).
Ist bei der Verwendung der nächst höheren Spinegruppe eine Änderung erkennbar?
Durch eine Minute Ärger gehen sechzig wertvolle Sekunden Freude im Leben verloren.

schrotti

hallo steinmann ,
erst mal danke.
ich habe die schädte mit einem bootslack gestrichen, dadurch stieg der spine auf ca 60 an und maximal gekürzt
dann flogen sie mit befiederung passabel.
wenn mein "problem" in der inhomogenität der schäfte besteht, würde das ja bedeuten es ist eher
vom zufall abhängig einen satz gleicher pfeile herzustellen?!

uhu

Hi schrotti,

grundsätzlich hast du recht mit dem zufall. Du kannst ihm aber durch messen des Spines und gleichzeitigem wiegen der schäfte weitgehend ein schnippchen schlagen. wenn beides nahezu identisch ist, kannst du weitgehend ausschließen, daß das verhalten gravierend voneinander abweicht.

natürlich bleibt dann immer noch die bei holz eben vorhandene Unschärfe, etwa bei der unterschiedlichen dichte des Materials auf die gesamte Länge des schaftes bezogen, was sich bei gleichem Spine und Gewicht dennoch auf den unterschiedlichen Schwerpunkt auswirkt.

damit mußt Du leben, oder Kohle schießen.

Gruß uhu

bambus

In dem Längenbereich, er fürs Einkürzen uin Frage kommt kann der dynamische Spine sicherlich als linear zur Länge angenommen werden.
Ob allerdings die materialbedingten Inhomogenitäten am fertigen Pfeil sich merklich auswirken wage ich doch erheblich zu bezweifeln  :whistle:.

Zum Rohschafttest: der ist bei Holzschäften und Langbögen (solange nicht über die Mitte geschnitten) schon extrem empfindlich. Schäfte, die mit kleiner Befiederung perfekt fliegen, drehten als Rohschaft nach 10m unvermittelt seitlich ab. Da kommen kleinste Unregelmäßigkeiten an der Umgebung (Luftzug, Ablaßfehler, nicht hundertprozentig passende Spine/Spitzengewichtskombination) massiv zum Tragen. Bei Bögen ohne Pfeilauflage kommt  erschwerend hinzu, das zum einen der Pfeil sich noch stärker um den Bogen winden muß und die LAge des Pfeils zum Bogen noch weniger exakt bestimmt ist. Mir sind das zu viele Unwägbarkeiten.
"Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben." George Bernard Shaw

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