Wölfe

Begonnen von wilfrid, 03.04.15, 23:10

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Muetze

Isländer ticken etwas anders als Fjordpferde,da es in Island schon lange keine Wölfe mehr gibt, aber unsere Fjords haben problemlos jeden Hund vertrieben oder auch gekillt der nicht rechtzeitig durch den Zaun geflitzt ist. Auch ein Steinmarder und ein Fuchs die sich wohl nur um die Nachgeburt kümmern wollten wurden tot aud der Wiese gefunden. Der Tierarzt dem wir die Kadaver brachten war überrascht, doch die Todesursache war eindeutig Pferdebiss und -tritt (keine Tollwut wie wir befürchteten). Wölfe als oppoturnisten werden ein so wehrhaftes „Wild" meiden.
Haben Pferde platz sich zu wehren, so hat der Wolf keine Chance .

Gruß Mütze
Ich bin kein böser Mensch, ich bin Bogenbauer. Mein maß an Sarkasmus entspricht exakt Deinem maß an Blödheit.

Esteban

Zitat von: vinkona am 20.05.15, 13:54
Das Fohlen vom Weltmeisterhengst war nur so ca. 5000-6000 EUR wert ....
Dass auch wertvolle Stuten alleine auf der Weide abfohlen ist normal ...

Glaub mir, wenn mir ein Viehzeugs an meine Pferde geht - werde ich mich wehren!

Grüßle
Bettina


Deine Pfere sind sicher in so einer Situation nicht alleine, wenn ein Rudel Unterwegs ist. Und nur dann kannst du dich wehren. Am nächsten Morgen loslaufen und was tun, dann bekommst du sicher Post vom Gericht und das dann zu Recht.  

Es gibt Leute, für die sind 5-6000,- viel Geld. Aber gerade dann lasse ich so was Wertvolles nicht bewußt alleine bei drohender Gefahr. 

@ Mücke: sicher. Ein Wolf/Hund, ein Pferd, da passt das. Eine Stute mit gerade geborenem Fohlen gegen mehrere Wölfe/Hunde ? Da sieht die Chancenverteilung anders aus.

Hier hätte aber ein angepasstes Verahlten den Menschen den Vorfall verhindern können. Ich gehe mal davon aus, dass es wirklich ein Wolfsrudel war. Darauf wollte ich mit Bard Zitat und der Meldung hinweisen.

No captain can do very wrong, if he places his ship alongside that of the enemy ( Horatio Nelson, Battle of Abukir, 1798)

vinkona

Der DNA Abgleich läuft, obs ein Wolf gerissen hat.

Ich kann meine Pferde abends nicht ans Haus holen - sie passen einfach nicht aufs Sofa. Wir haben Wiesen am Ortsrand - teilweise halb im Wald. Wenn sich hier der erste Wolf in den Enzkreis verirrt, darf er mir nicht begegnen. Als Selbstversorger kann ich keine Wolfszäune bauen. Es reicht, daß mir die Sch .... Wildschweine alles umgraben. Irgendwann muss mal Schluss sein. Ich habe keinen Goldesel! Mir zahlt keiner den Wiesenschaden. Wenn ich dann auch noch wolfsicher bauen muss wird's doof.

Wenn ich im Wolfsgebiet meine Pferde hätte, wären die Stuten zum Abfohlen sicherlich in Hausnähe und mit mehr Litze eingezäunt. Nur ob das ausreichend wäre?
Arbeitende Menschen (muß numal sein, sonst gibt's kein Futter für Mensch und Tier) können nicht den ganzen Tag an der Wiese Wache halten.

Grüßle
Bettina

corto

ich würde auch vermuten das tagsüber garnix los ist, und es wenn dann nachts losgeht...

aber ich denke da wird über kurz oder lang jemand mit elektronik zurückschlagen..
bewegungsmelder mit hundpfeife/gebell/vogelschreck oder irgendwas in der richtung würde ich da mal ausprobieren... sollte nur etwas sein was die pferde nicht auch kirre macht :P
es gab diese Problem bisher nicht in dem maße das es profitabel wäre da abwehrmaßnahmen zu verkaufen.

Gundog

Es sind schon Hunde an der Leine der Besitzer von Wölfen angefallen worden. (z.B. nähe Peine). Es wird von öffentlichen Stellen mit erheblichen Druck versucht die Öffentlichkeit von den Vorfällen nix wissen zu lassen. Viele Wölfe zeigen nicht die Scheu die diese lt. sog. "Fachleute" haben müßten. (ggf. ehem. Gehegewölfe ?). Wenn ein Raubtier Hunger hat , will und wird es was fressen. Am liebsten leichte Beute. Egal ob Schaf oder Fohlen.
Die Wolfsromantiker (WR) sehen nicht die Probleme der Realisten (jetzt nur: Bauern, Schäfer, Viehzüchter, Haus-Tierbesitzer, etc.), über kurz oder lang wird auch ein "Unfall" mit Menschen passieren wenn die Dichte der Wölfe zu hoch wird und die Beute zu knapp. Die Kosten für Gegenmassnahmen zahlen die WR´s nicht. Zäune, Hütehunde etc. Wenn dann Hütehunde von Wölfen gebissen werden ist das ja deren Job, quasi nen Dienstunfall. Da muss man ja nicht an Tierschutz (für die Hütehunde) denken!
Heikles Thema und noch lange nicht zu Ende.

Schratzl

Die Wölfe haben genauso eine Recht hier zu Leben wie wir - ein Wolf kann nun mal nicht in einen Supermarkt gehen und sich was kaufen.
Wölfe haben Ihre Berechtigung auch in unseren Breiten, wer einen Wolf tötet beginnt eine Straftat.
Lebe Glücklich, lebe froh, wie der Mops im Haferstroh

Gundog

Zitat von: Schratzl am 20.05.15, 18:12
Die Wölfe haben genauso eine Recht hier zu Leben wie wir - ein Wolf kann nun mal nicht in einen Supermarkt gehen und sich was kaufen.
Wölfe haben Ihre Berechtigung auch in unseren Breiten, wer einen Wolf tötet beginnt eine Straftat.

Mag sein. Hatte das Fohlen kein Recht hier zu leben ? Wenn DEIN Hund, DEIN Kind, DEIN... betroffen ist, dann denkst du etwas anders.

Esteban

Der Wolf hat nicht den Hund angefallen, sondern in seinen Augen war das ein eindringender Wolf in SEINEM Revier. Der wird vertrieben, der Hund kann nur relativ schlecht abhauen, so an der Leine.

@ Bettina: Du hättest mit der Stute genau das gemacht, was das Fohlen vermutlich gerettet hätte. Deswegen habe ich mich über den Bericht gewundert.

@ Gundog: Wenn der Wolf Futter vorgesetzt bekommt( Fohlen, noch keinen Tag alt), dann darf man sich nicht wundern, wenn er es sich schmecken lässt.

Wir sind nur einfach den Umgang mit grösseren Raubtieren nicht mehr gewöhnt. Klar wird es Verluste geben. Die gab und gibt es in allen Wolfgebieten auf der Welt. Aber es liegt an uns, diese durch Verhalten und Vorkehrungen zu minimieren.
No captain can do very wrong, if he places his ship alongside that of the enemy ( Horatio Nelson, Battle of Abukir, 1798)

corto

seh ich genauso. man schaue nur mal die wolfsdichte nach dem 30 jährigen Krieg - und irgendwie haben die leute es geschafft nicht alle als schnitzel zu enden...
in einer Zeit ohne Wildkameras, bewegungsmelder und weis der kukuck - da sollten wir das auch hinkriegen.

bambus

Na ja, das Schneewittchen Syndrom haben noch nicht alle abgeschüttelt...
Die Angst vor Hunden haben die meisten...
Die Angst vor Autofahren haben fast alle verdrängt.

Leutz, lernt wieder mit der Natur leben. Wölfe sind das Geringste, bei weiterer Erwärmung werden wir uns in Mitteleuropa mit Gelbfieber, Malaria und Ähnlichem herumschlagen müssen, von den angriffslustigen Wildbibern  :whistle: ganz zu schweigen...
"Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben." George Bernard Shaw

Woodchopper

Wir reden hier nur immer über Tiere und Wildbestände.
Aber was ist mit unseren Kindern?
Als ich klein war, war der nahegelegene Wald mein liebster Spielplatz.
Auch meine Kinder haben einen Teil ihrer Freizeit im Wald verbracht.

Wäre zu der Zeit ein Wolf auch nur in der Nähe dieses Waldgebietes gesichtet worden, hätten meine Kinder „Waldverbot“ bekommen.
Und dabei ist es mir ziemlich egal, ob wir Menschen in das Beuteschema des Wolfes passen oder nicht!
Ich weiß nicht wie wählerisch ein hungriger oder kranker Wolf ist.

Seit 200 Jahren hat niemand den Wolf vermisst und vom Aussterben ist er auch nicht bedroht.
Es gibt eine Menge Probleme, die uns der Wolf in unserer dichten Besiedelung bescheren kann.
Und die Vorteile …?

Gruß Lumberjack

Korkenzieher

...schwierige Sache, das. Ich zumindest halte fast  sämtliche Gefahren der Stadt (Verkehr, Arschlöcher..) für gefährlicher als ein Wald (abgesehen von Zecken) mit ein paar Wölfen. Ich jedenfalls würde meine Kinder tagsüber  noch immer da lieber spielen lassen, als in der Stadt.

stöckchenschubser

Als ich klein war, musste man sein Haus nicht abschließen
und konnte den Schlüssel im Auto stecken lassen.
Tatsächlich habe ich gelernt beides abzuschließen und den Schlüssel sicher zu verwahren.

bambus

Zitat von: Woodchopper am 20.05.15, 19:20
Wir reden hier nur immer über Tiere und Wildbestände.
Aber was ist mit unseren Kindern?
Als ich klein war, war der nahegelegene Wald mein liebster Spielplatz.
Auch meine Kinder haben einen Teil ihrer Freizeit im Wald verbracht.

Wäre zu der Zeit ein Wolf auch nur in der Nähe dieses Waldgebietes gesichtet worden, hätten meine Kinder „Waldverbot“ bekommen.
Und dabei ist es mir ziemlich egal, ob wir Menschen in das Beuteschema des Wolfes passen oder nicht!
Ich weiß nicht wie wählerisch ein hungriger oder kranker Wolf ist.
...


Wie oben schon geschrieben, manche leben noch in den Hausmärchen der Gebrüder Grimm und können reale von eingebildeten Gefahren nicht mehr unterscheiden. Traurig!

Wie wäre es damit, sich mal zu informieren? Sogar die Blödzeitung glaubt nicht mehr an alle Märchen...

"Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben." George Bernard Shaw

wilfrid

OT
Das Fohlen wurde wahrscheinlich von Wölfen gefressen, selbst das steht noch nicht fest. Ob es totgeboren wurde, von der Stute nicht angenommen, von der Herde abgelehnt oder was auch immer, wurde, ist noch nicht raus.

5 Stuten haben nach meiner Information erfolgreich gefohlt und die Fohlen leben noch. 2 Esel sollen zum Herdenschutz auch dabei gewesen sein---
Und ansonsten , die ganze Geschichte ist denn doch dubios.

Auf Island gibts auch wildernde Hunde, also Isländer und "Raubzeug" , bei 6 Stuten wette ich keinen Cent auf das Leben eines Hundes oder Wolfs

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