Ab wann muss ich meine Fita Trainerin stoppen?

Begonnen von jegla, 10.01.14, 16:18

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jegla

Hallo zusammen,

ich will das Bogenschießen richtig erlernen und bin deshalb in einen Boegensportverein eingetreten.
Dort wird aber nur Fita geschossen (traditionelle Vereine gibt es rund um Trier meines Wissens nicht)
Am Anfang war das auch kein Problem für mich, die Technik soll ja erst einmal sitzen und ob ich nun gerade oder leicht gebeugt stehe war mir egal.
Der Leibogen ist ein üblicher Fita TD Recurve.
Der Griff den man mir beibrigt ist der Apache (Mediteran darf ich nicht, da ich kein Visier habe ???) Auch das klappt gut, da man mir das Mittelfinger am Mund ankern zulässt.
Jetzt kommt aber die Fingerschlinge ins Spiel und ich soll nur noch Zeigefinger und Daumen um den Bogengriff greifen und dann den Bogen in die Schlinge fallen lassen... das finde ich schon etwas merkwürdig...
UND ich stelle mir die Frage, ab wann kommt der Punkt der sich mit dem traditionellen Bogenschiessen nicht mehr vereinbaren lässt -> Visir ? -> Stabis? -> Technik?
UND wie sage ich es meiner Trainerin, die wirklich gut ist und die Schußergebnisse werden auch besser...
Die nächste Frage ist dann die Zweigliesigkeit (Fita vs. Traditionell), denn am Wochenende schieße ich dann meinen Leih Langbogen traditionell...

Bin ich da auf dem richtigen Weg und kann da so zweigleisig fahren...

Helft mir aus meiner Verunsicherung...als Anfänger ist man da etwas hilflos  :cry:
Gruß Jens

zentaur

Zitat von: jegla am 10.01.14, 16:18
(traditionelle Vereine gibt es rund um Trier meines Wissens nicht)


Einspruch.

Schau mal hier: http://www.fbs-biersdorf.de/

Oder Schick mal dem SilentEntry eine Nachricht. Der kann dir bestimmt helfen.


ravenheart

Hach je, ein weites Feld...

Was sicher GANZ schlecht ist: 2 Dinge mischen oder beide halbherzig machen!
Daher mein Rat: Befrage Dein Herz!  

Es gibt 3 Wege:

1. Vergiss traditionell und konzentriere Dich voll und ganz auf Fita.
2. Stelle "traditionell" zurück, lerne Fita erst mal richtig und mit ganzem Herzen, und ERST wenn das SITZT, teste das Andere.
3. Vergiss Fita, brich JETZT SOFORT ab, sage ihr "das ist nicht's für mich" und schieße traditionell-intuitiv.

Alle 3 Wege mache Sinn.
Alle 3 führen an ein Ziel.
Der erste lässt Dir die anderen beiden offen.
Der schwerste und längste ist der zeite, dafür kannst Du hinterher evtl. beides.
Der dritte führt in eine sehr andere Richtung und macht es Dir schwerer, die Richtung zu wechseln.

Rabe

Frithjof

Moin ,

es giebt aber auch einen 4 Weg  :whistle:

Kauf Dir den Jagdbogen , den Du haben möchtest und beim nächsten Training

sagst Du zu Deiner Trainerin , schau mal ,was ich mir schönes gekauft habe . :tu:

Dann wird sie schon sehen , was Du eigendlich möchtest .

                    Thorsten
Das Reh springt hoch, das Reh springt weit, warum auch nicht, es hat doch Zeit!!!

Antelope67

jegla schrieb:
"Jetzt kommt aber die Fingerschlinge ins Spiel und ich soll nur noch Zeigefinger und Daumen um den Bogengriff greifen und dann den Bogen in die Schlinge fallen lassen... das finde ich schon etwas merkwürdig..."

Macht aber auch für einen traditionellen viel Sinn ... also lass dich ruhig drauf ein.

Und überhaupt: man kann von den Fitanesen sehr viel gutes Handwerkszeug lernen. Viele Traditionelle kommen dagegen kaum übers in-der-Gegend-rumballern hinaus und nennen das dann "instinktiv" ... yeah, sort of ...

PG

Und sie wird verzweifeln  :green:
Da kannst dir die FITA-Schule ruhig antun, wenn du die Grundlagen verinnerlicht hast, kannst du ruhig auf den traditionellen Weg umschwenken. Ich kenne einige FITA Schützen, die erstaunlich gut auf 3D Ziele schießen, weil sie gelernt haben sich gut zu konzentrieren.

Peter
Never too old to Rock 'n' Roll, but too young for Schlagermusik

Nergal Recurve 66"39#
Marduk LB 68"40#
Osage Selfbow, 68"40#
Bambus Massa, 68"48#

opmuender

ich glaube nicht, dass das zwingend ein widerspruch ist, ich trainiere im winter bei den fita´-schützen und gehe ab dem frühjahr wieder ausschl. 3-d schiessen. allerdings habe ich dem fita trainer gesagt, dass ich 3d-schütze bin und das im winter nur zu übungszwecken in der halle betreibe, danach hat er mich mit fita-technik weitestgehend in ruhe gelassen, im gegenteil, manchmal denke ich, dass einige der fitaschützen ganz interessiert zuschauen.... aber abgucken konnte ich mir auch da so einiges (stand, atmung, körperspannung.....) alles in allem ergänzen sich die disziplinen ganz gut, finde ich.
glück auf

Christoph
unterwegs mit einem  Zuzeca III, 62", 39lbs@28"

tottobauer

Zitat von: Frithjof am 10.01.14, 17:10
Moin ,

es giebt aber auch einen 4 Weg  :whistle:

Kauf Dir den Jagdbogen , den Du haben möchtest und beim nächsten Training

sagst Du zu Deiner Trainerin , schau mal ,was ich mir schönes gekauft habe . :tu:

Dann wird sie schon sehen , was Du eigendlich möchtest .

                    Thorsten


um meinem Namensvetter nicht ganz zustimmen zu müssen, ich würde nur den Langbogen mitnehmen, wenn du diesen Weg gehen möchtest.

Ich glaube das reicht schon.

Mediterraner Griff ist grunsätzlich bei FITA vorgeschrieben.  :-p
Auch für Langbogner bzw. traditionelle Schützen.

Auf den FITA Halle Kreis- und Gaumeisterschaften hatte ich jedenfalls nur "Platzprobleme" als Traditioneller Schütze. (gekippter Bogen kommt nicht gut auf gefühlte 2 Handbreit Platz ;) ). Ein Glück dass ich nicht gut, aber dafür schnell schießen kann ;)

Ich denke du kannst dir gerne die FITA Techniken aneignen.
Daniel Schölz beschreibt in seinem Buch "Der rote Punkt" den Unterschied zwischen FITA und traditionell ganz gut:
FITA= System- oder Technikschießen
traditionell = praktisches Bogenschießen.

Es ist im Laufe der Zeit bestimmt einfacher vom Systemschießen auf das Schießen aus dem Bauchgefühl heraus zu wechslen als umgekehrt.

Viellecht kommt später nur der Ehrgeiz einen "HighTec" Bogen zu schießen und zum Schafschützen auf 90m zu werden.

Aber du siehst, so viele Antworten du bekommst, so unterschiedlich sind auch die Meinungen.
Entscheide du nach deinem Bauchgefühl.
LG
Thorsten

Corax

Das Ding mit der Schlinge ist eigentlich gar nicht so schlecht.
Ich habe meine kleine Zicke (KMag, 52") anfangs festgehalten und konnte irgendwie keine Kontinuität in mein Trefferbild bringen.
Bis mir einer der Übungsleiter in meinem Verein (Fitanesen) sagte, das ich den Bogen im Release verreiße - ich solle doch mal mit Schlinge schiessen.

Siehe da - die Gruppen wurden schlagartig deutlich kleiner. Ich ziehe jetzt mit offener Hand aus und lege vor dem Release die Fingerspitzen nur ganz leicht an den Bogenrücken.


Skua: "ein Bogen ist harmlos, ab zwei vermehren sich die Dinger wie Karnickel!"
Club 52

Taran of Caer Dallben

Fita lehrt eine saubere Technik und vor allem Gleichmäßigkeit.
Das dann für einen Jagdbogen zu "modifizieren" ist allen gelungen, die ich kenne.



Problematisch sind eher diese Fälle, die sagen, ich schieß instinktiv, ich brauch keine Technik, und wenns nicht mehr klappt, kaufen sie einen neuen Bogen...

Mach das FITA-Training solange mit, wie es dir Spaß macht.
Ist eine gute Grundlage.
On and on we go
through this old world a-shuffelin';
if you got a truffel dog,
you can go truffelin' -

Amber

Zitat von: Taran of Caer Dallben am 10.01.14, 18:47
Fita lehrt eine saubere Technik und vor allem Gleichmäßigkeit.
Das dann für einen Jagdbogen zu "modifizieren" ist allen gelungen, die ich kenne.

So habe ich es auch erlebt...  :tu:

Grüße

Hilde


Wie die Gedanken, die du am häufigsten denkst, ganz so ist deine Gesinnung (Marc Aurel)

AST

richtig festhalten sollte man einen Bogen nie, dawird man immer wieder verreißen, weil im ganzen Arm die Muskeln auf greifen gespannt sind - das ist anders als den Arm einfach vom Körper in eine Richtung weg halten....
Eine Schlinge braucht man dafür aber nicht zwangsläufig.

Es gibt übriigens nicht wirklich einen traditionellen Schießstil.... es gibt das Schießen mit traditionellen Bögen im Unterschied zum modernen Compound oder modernen Olympisch Recurve.

Der größte Unterschied ist, dass bei Fita normalerweise bewußt mit Hilfsmitteln visiert wird und dabei ein immer gleicher Ablauf angesagt ist, damit eben die Visierung passt.
Die traditionellen Schützen schießen in der Regel ohne montiertes Visier, aber oftmals visieren sie trotzdem (Pfeilspitze in Relation zum Ziel, Geländemarken, etc.) oder aber sie schießen instinktiv oder sie mischen je nach Entfernung.......
Es gibt doch im traditionellen Bereich ne Menge Arten zu schießen, so dass die Gleichsetzung von traditionell = instinktiv falsch ist. Das Schießen im traditionellen Bereich iist einfach um einiges individueller-....
Und dabei sollte man aber auch eine saubere und immer wieder gleichmäßige Technik anwenden...

Landbub

FITA / WA Training? Dafür muss man sich nicht schämen  :red: Im Gegenteil: Nutze die Trainerin so lange es geht!
Es ist ja auch nicht so, dass ein FITAnese ohne Stabi und Visir am Bogen nur noch ins Unterholz schießt.
Und auf 50m zuverlässig einen Bierdeckel zu treffen kann auch Spass machen!

Leonhard

Hallo Jens,

Rund um Trier ( wie groß darf der Radius denn sein)

nehme an du bist bei den Konzern (mit Jutta Weyand hast du schon eine ganz gute Trainerin)

dann hätten wir noch

PSV, Wengerohr (bin ich auch) http://www.polizeisportverein.de/ ; überwiegend Fita und Blankbogen , traditionell nur ich
Eifel Bowhunter, Dahlem   http://www.eifel-bowhunter.de/home.htm ;  
Burgschützen, Prümzurlay   http://www.burgschuetzen.com/
FBS, Biersdorf  http://www.fbs-biersdorf.de
BSC, Ürzig  http://www.bsc-uerzig.de/

Hab auch mit FITA angefangen und jetzt überwiegend traditionell.

Leo
Meine Bögen:
Zuzeca 58"  45lbs
Hellhammer Mephisto 58" 45lbs
Win&Win XpertNX, Winex 32lbs
Tuscany Style TD 150  40lbs

W.Munny

ZitatFita lehrt eine saubere Technik und vor allem Gleichmäßigkeit.
Das dann für einen Jagdbogen zu "modifizieren" ist allen gelungen, die ich kenne.


x2  :tu:

Nutze die Zeit, die dir diese Trainerin zur Verfügung steht  :!:
LG und alle ins Blatt!<br />W.Munny

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