Ankerpunkt bei 3under für 3D-Turniere?

Begonnen von Antelope67, 30.07.13, 16:35

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Antelope67

30.07.13, 16:35 Last Edit: 30.07.13, 18:42 by Antelope67
Hi Folks,

ich schieße einen einteiligen Jagdrecurve und habe Frühjahr 2012 auf 3under (Apachengriff) umgestellt, weil:

1. Mir der Auszug und das im-Anker-verharren dann leichter fällt. Ich finde 3under einfach viiiiel komfortabler als split finger.
2. Ich den Pfeil besser unters Auge kriege (die horizontale Abweichung minimiere ich, indem ich den Pfeil genau aufs Ziel richte. Vertikal dann nach Gefühl).

Ich bin mir nun etwas unsicher, wo ich ankern sollte: bislang tu ich meinen rechten Zeigefinger in den rechten Mundwinkel. Das hat den Vorteil, dass ich dann mit meinem Alexbow AXR 45# meinen Nullpunkt bei 45m habe. Ich treffe aus dieser Entfnerung, bzw. zwischen ca. 25m und 45m also recht gut. Nachteil ist, dass ich aus kurzen Entfernungen stark drunterhalten muss und weniger gut treffe.

Nun habe ich mal das Ankern mit dem Mittelfinger im Mundwinkel probiert, was die Trefferbilanz auf kurzen Entfernungen doch zu verbessern scheint. Allerdings muss ich dann ab 35m die Pfeilspitze über das Ziel halten, was ich ein bisschen unangenehm finde, und ab 50m wird's vollends diesig.

Mein Problem ist, dass ich langsam mal gerne auf 3D-Turniere gehen würde und bis dann meinen Anker klar haben möchte. Ich habe hier im Forum alles zum Stichwort 'Anker' durchforstet, bin aber auf keine befriedigenden Antworten gestoßen. Deswegen meine zwei Fragen:

1. Wo ankert ihr, und warum? (Hat eure Wahl was mit eurer Turnierpraxis zu tun?)
2. In welchem Entfernungsbereich spielen sich 3D-Turniere eigentlich ab? Welche Rolle (% der Ziele) spielen da überhaupt Entfernungen über 35m?

Freue mich auf Eure Ratschläge ...

Antelope

FBy

Zitat....bislang tu ich meinen rechten Zeigefinger in den rechten Windwinkel.


:?: Was ist ein Windwinkel?
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie dann ihren Standpunkt.
Albert Einstein

Antelope67

Oh, ich meinte natürlich 'Zeigefinger am rechten Mundwinkel', danke für den Hinweis!

Polaris

Ich praktiziere den klassischen "Feldbogen-" Anker...d. h., der Daumen liegt unter dem Wangenknochen und der Mittelfinger "ruht" im Mundwinkel..., die Nase fungiert als "Klicker" ...

Warbeast

Mundwinkel oder unterkante nase
und das gap ist halt bei nahen Entfernungen größer

alles andere wäre facewalking
Club 48" - der Rest ist zu einfach

Antelope67

Zitat von: Warbeast am 30.07.13, 19:08
Mundwinkel oder unterkante nase

Und was tuste da dranhalten? Den Daumen, den Zeigefinger?
Und Du arbeitest also mit zwei Ankerpunkten, je nach Entfernung - oder nach Turnier??

"alles andere wäre facewalking"

Das will ich auch vermeiden ...

nikodemus

Erlaubt ist nur EIN wärend des Turniers unveränderter Ankerpunkt
( wenn Du in der Rec Klasse schießen willst )

Je direkter der Pfeil vor dem Auge liegt um so einfacher ist das Treffen,
dies ist unabhängig von der Distanz.
will man die Distanz und das Drüberhalten durch eine Grifftechnik
ausgleichen ,probiert man am besten das Stringwalking (BarebowKlasse)
Es ist wesentlich präzieser durchzuführen als das Facewalking .
Aber gerade das Drüber und Drunterhalten macht ja nun mal das Trad /Visierlose Schießen aus
es geht genau darum dies zu beherrschen.

Die Distanzen sind auf Turnieren verschieden ,officiel zB Ifaa bis 80y entspr. ca 74 m


Nikodemus



Warbeast

das oder hängt von dem bogen oder der Tagesform ab
ich verwende für den tag dann den selben ankerpunkt

Mundwinkel ist es die zeigefinger spritze
an der nase ist es meist dann der nock.
Club 48" - der Rest ist zu einfach

SilentEntry

Ich schiesse auch 3 unter und habe immer die nocke im Mundwinkel und fahre gan gut damit

Snoopy

ich denke auch, dass du nur einen Anker verwenden solltest, dann kannst du Deinen "Computer" sauber rpogrammieren durch viele Schüsse.
Nimm den Anker, mit dem du dich am wohlsten fühlst und dann schieße unterschiedlcihe Distanzen.

Ansonsten wie von den Anderen schon beschrieben, Facewakling oder Stringwalking, was aber in machen Klassen nicht erlaubt ist.

Nebenfrage an die anderen: Wer kontrolliert denn so was auf einem Turnier, hat das schon mal jemand erlebt?

nikodemus

Zitat von: Snoopy am 31.07.13, 09:42
Nebenfrage an die anderen: Wer kontrolliert denn so was auf einem Turnier, hat das schon mal jemand erlebt?

Also ich hatte mal jemand  auf ner EM der Ifaa der hat mehr oder weniger
auffällig "gewalket" wenn er gut gewesen wäre hätt ich  reklamiert....
es sind  bei Bogenwettbewerben ja immer die Gruppenmitglieder die was sagen,
sieht ja kein anderer .Proteste sind ja auch nur zulässig von Schützen innerhalb der gleichen Klasse.

Ich kann Regelwidrigkeiten gar nicht ab hatte auch mal Jemand der obwohl Holzpfeil ausgeschrieben mit Carbon
in der LB gemeldet .Ich war Schreiber , und habe die Scorekarte ohne Ansage und Diskussion
mit Begründung umgeschrieben ...kam weder vom Schützen noch sonstwem eine Nachfrage aber der
Schütze stand später in der RecKlasse wo er hingehörte.

NIkodemus

Snoopy

Zitat von: nikodemus am 31.07.13, 10:19
Zitat von: Snoopy am 31.07.13, 09:42
Nebenfrage an die anderen: Wer kontrolliert denn so was auf einem Turnier, hat das schon mal jemand erlebt?

...auffällig "gewalket" wenn er gut gewesen wäre hätt ich  reklamiert....
es sind  bei Bogenwettbewerben ja immer die Gruppenmitglieder die was sagen,
.....Ich kann Regelwidrigkeiten gar nicht ab hatte auch mal Jemand der obwohl Holzpfeil ausgeschrieben mit Carbon
.

NIkodemus


HI, stimme Dir voll zu, Regeln sind da um eingehlaten zu werden.
Dann hatte ichs chon richtig vermutet, das kommt dann von den anderen Gruppenmitgliedern. Eigentlich logisch, ist ja sonst niemand dabei.
War noch nie auf großen Verbandsturnieren, hätte ja auch sein können, dass da ein "Unparteiischer" die Gruppe begleitet...baer wäre zuviel Aufwand und Personal nötig, ist schon klar.

Antelope67

Zitat von: Snoopy am 31.07.13, 09:42
ich denke auch, dass du nur einen Anker verwenden solltest, dann kannst du Deinen "Computer" sauber rpogrammieren durch viele Schüsse.


Danke für den Tipp, aber ich hatte nie vor, mir zwei Anker zuzulegen (im Gegensatz zu Warbeast), sondern möchte mich für einen entscheiden, der gut zu den Entfernungen bei typischen 3D-Turnieren passt. Und das hängt eben davon ab, wie weit die Ziele weg sind. Wenn ich bei 3under einen Anker wähle, der mich das Ziel ab 40m nicht mehr sehen lässt (Mittelfinger im Mundwinkel), solche Entfernungen aber oft vorkommen, dann würde ich eben beim tieferen Anker (Zeigefinger) bleiben.

Ich bin ansonsten Läufer und kein Walker ...  ;)

Antelope67

das Thema lässt mich nicht los ...

Die Youtube-Videos von guten US-Schützen zeigen einen hohen Anker. Nun hat in einem englischsprachigen Forum einer behauptet, dass in den USA die maximale Entfernung bei 3D-'Jagden' bei 30 yards läge. Das würde aus jagdlichen Gesichtpunkten Sinn machen. Wegen dieser kurzen Distanzen wählen die einen hohen Anker (Mittelfingerspitze im Mundwinkel) und sind dann mit der Spitze nah am Ziel.

Aber würde so ein Anker bei einem typischen Turnier in D funktioneren? Oder sind zuviele Zielentfernungen dafür zu weit?

GroBo

Also ich schieße Split-Fingers, ankere mit dem Zeigefinger im Mundwinkel und komme da
ganz gut mit zurecht. Mich persönlich stört der Pfeil, wenn er zu dicht unter dem rechten Auge
liegt, genauso wie der Bogengriff bei Entfernungen > 45-50 m. Ich habe es am liebsten, wenn ich mit beiden
Augen "freie Sicht" aufs Ziel habe.


Wer aussteckt muß auch einteilen können !

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