Zuggewicht

Begonnen von Jath, 10.09.12, 23:30

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Netzwanze

Zitat von: Ralf57 am 11.09.12, 14:49
Darf ich mal kurz in eigener Sache was posten, ohne gleich einen Extrafred aufzumachen?

Mach besser einen eigenen Thread auf als  hier noch mehr durcheinander zu bringen.

Ralf57

Zitat von: Elm am 11.09.12, 15:21
Zitat von: Ralf57 am 11.09.12, 15:10

Hatte auch etwas mehr als sonst "geheimwerkert"...................

Gruß Ralf


Und genau da liegt der Hund begraben.
Als ich vor 2 Jahren den Sockelputz beim Haus machte, kam ich (bzw. eigentlich meine Frau) hinterher drauf dass ich alles mit dem linken Arm = mein Bogenarm ausgeführt hatte.
Da ich von klein auf "bihändig" bin, fiel mir das nicht auf.
Meinem Arm schon.
Dadurch zog ich mir einen schlimmen Tennisarm zu, an dem ich bis heute laboriere (siehe Verkauf des Widow Recurve).



Mist! Sowas hatte ich befürchtet-....................................................over

Soma

Zitat von: Ralf57 am 11.09.12, 15:10
"geheimwerkert"...................

nein, ich wills nicht wissen...  :-p

aber wenns hier schon um zuggewichte geht möchte ich euch meinen persönlichen standpunkt natürlich nicht vorenthalten: :evil:
das zuggewicht sollte sich nach den anforderungen richten. wenn ich jagen geh und es auf pfeilgeschwindigkeit und penetrationswirkung ankommt brauch ich hohes zuggewicht, keine frage.
mein hausverstand sagt mir: beim scheibenschießen UND 3D (es ist egal mit welcher wucht der pfeil ins gummitier einschlägt, hauptsache er trifft und bleibt stecken) hängt das nötige zuggewicht von der entfernung ab.
bis 30m reichen mir z.B. 30# für eine gute trefferlage. ich bin zwar auch mit 45# auffm parcour unterwegs, aber eigentlich nur, weil ich keinen 30#-bogen hab, der sich so schön zieht und schießt wie der buffalo. trotzdem komme ich mir dabei schon etwas "unvernünftig" vor.
das ist halt die "männernummer" - oder kennt jemand frauen, die mehr als 45# für nötig halten? :eek:

Sandergemer

@soma

Du nimmst mir die Antwort aus dem Mund  :tu:

Genauso sehnich es auch und meine 42# auf den Fingern reiche auch für den weitesten Schuss auf jedem Parcours.

Gruss Ralf
Team Roth Bogensport
Verband:  www.dfbv.de

Warbeast

jip
45# im wohlfühlauszug reicht heute für alles.
und präzise technik ist auch möglich
Club 48" - der Rest ist zu einfach

AST

Zitat von: Netzwanze am 11.09.12, 14:10
Zitat von: AST am 11.09.12, 13:58
Warum da jetzt ein Holzknüppel ins Spiel kommt und gleich mit dem Vorurteil ein Holzknüppel sei langsam

Ich habe absichtlich Holzknüppel geschrieben und meinte damit einen extrem starken aber auch extrem langsamen Bogen. Das war keines falls abwertend gemeint, sondern sollte nur sagen, dass es nicht auf das Zuggewicht ankommt, sondern auf die Pfeilgeschwindigkeit (wie Du es schon mit Deinmem Reiterbogen-Bashing sagst).
Ich habe nie gesagt, dass hier irgend jemand einen Holzknüppel schießt.




aber du hast nicht geschreiben was du meinst! Da ist dann viel Platz für Missverständnisse....

... und bashing sieht anders aus (war nen netter Abend mit Janitschar, er wollte mich überzeugen aber wie du am Fazit sehen kannst, fehlten ein paar Argumente)!

"Primitive" means FIRST - (not worst)

Gantenbert

@Tyrnaud: Geh ins Krafttraining. Bergbau und Gerüstbau macht zwar stark, ber die Gelenke kaputt. 80 Prozent aller Bauarbeiter, ins besondere Gerüstbauer, leiden ab dem 50sten undter zunehmenden und meist invalidiesierenden Skelettschäden. Die Lebenserwartung eines Bergarbeiters unter Tage ist glaube ich immer noch unter 60. Die der Bauarbeiter, nachdem sie zwischenzeitlich auf 70 geklettert ist, dank der Rationalisierungsmassnahmen und der vorbildlichen Wirtschaftspolitik des Schröderregimes liegt in Deutschland mittlerweile unter 65. Mit Massvollem Kraftraining kannst Du dir Jahrzehnte Pflegebedürftigkeit ersparen. Sehr wichtig der Beitrag von Pfeilflug (oder so). Sehnen und Bänder brauchen doppelt so lang, um sich an höhere Gewichte zu gewöhnen als die Muskeln nd schäden sind sauschwehr zu diagnostizieren und noch schwerer zu behandeln. Der Erwähnte Tennisellenbogen (habich mir durchs unsachgemässe Pfeileziehen und indirekt durch das hohe Zuggewicht eingefangen), ist fast nicht wegzukriegen, weil in meinem Fall der Muskelansatz (nicht lachen) dauernd durch das Tippen gereizt wird. Eigenlich müsste die Flosse mal zwei Wochen in eine Schiene. Kann ich mir als Selbstständiger aber nicht leisten. Und versuch deiner Lohnausfallversicherung mal klar zumachen, dass Du als Schreiberling nicht arbeiten kannst, weil Du nen Tennisellenbogen hast. Ich hab mir mal die Hand gebrochen. Da haben die mir allen ernstes 50% Erwerbsausfall bezahlt, weil ich ja noch eine von zwei Händen benutzen konnte. Hat mich ne Tastatur gekostet, weil ich mit dem Daumen der betroffenen Hand noch einige Tasten erwischt und mit dem Gibs auf die Leerschlag- und Enter-Taste gezimmert hab. Meines Erachtens sind sehr hohe Zuggewichte kein Problem, wenn man 1. einigermassen Trainiert ist (und nicht nur durch Bogenschiessen), 2. Nicht zu lange Trainingseinheiten und zwischen den Trainingseinheiten Erholungstage einlegt. Für Turniere und dergleichen braucht man keine 60 lbs. Irgendwo hab ich gelesen, dass alles über 70 lbs zu Gelenkschäden führt. War'n Aufsatz von 'ner bogenschiessenden Orthopädin.
Die herrschenden Ideen einer Zeit waren stets nur die Ideen der herrschenden Klasse.<br />K.M.

seearrowsfly

Der Test der mir beigebracht wurde, um festzustellen, ob das Zuggewicht des Bogens zum Schützen passt:

10x den Bogen 10 sec lang im Vollauszug halten, dazwischen immer 10 sec Pause.
Wenn Bogenarm (oder allgemein irgendwas) arg zu Zittern beginnt, isses zuviel.

Daran angelehnt mein Kraftraining mit dem Bogen (nach dem üblichen zweistündigen Training):
9, 9, 8, 7, 6 und 6 sec halten, dazwischen immer 5 sec Pause
Nach 1 min das Ganze wiederholen mit
8, 8, 7, 6, 5 und 5 sec und wieder jeweils 5 sec Pause dazwischen.

Es gibt fürs Mobiltelefon gratis Apps, die das optisch/akkustisch anzeigen.

Tyrnaud

@ Bertgeier

...ein gewisses Maß an Krafttraining muss ich eh machen, wegen des Rückens...LWS, BWS...obgleich ich generell mal wieder mehr tun müsste / sollte...
Aber nur wegen des Zuggewichts werde ich das nicht tun... Wenns 45# sind , die gut gehen...dann gehen ebend 45#...feddich :!: Da muss ich nur wegen des Bogensports nix dran ändern...ist ne Kopfsache das anzunehmen (zumindest subjektiv bei mir)...

Was ich sicher tun muss / werde und auch schon mache...über Bewegungsschule/Abläufe und gezielte Belastungen den bisherigen Schäden ihre Brisanz nehmen und vor eventuel weiteren verschlechterungen vorbeugen...

Zum Glück habe ich nicht mein ganzes erstes Berufsleben in solchen Gewerken gekloppt...aber die Jahre die es waren, haben schon gereicht...
Egal, Leben geht weiter...gelle

Tyr
Ich bin kein Bogenbauer - ich baue lediglich Bögen & member Club Mephisto

AST

Zitat von: seearrowsfly am 11.09.12, 17:01
Der Test der mir beigebracht wurde, um festzustellen, ob das Zuggewicht des Bogens zum Schützen passt:

10x den Bogen 10 sec lang im Vollauszug halten, dazwischen immer 10 sec Pause.
Wenn Bogenarm (oder allgemein irgendwas) arg zu Zittern beginnt, isses zuviel.

Daran angelehnt mein Kraftraining mit dem Bogen (nach dem üblichen zweistündigen Training):
9, 9, 8, 7, 6 und 6 sec halten, dazwischen immer 5 sec Pause
Nach 1 min das Ganze wiederholen mit
8, 8, 7, 6, 5 und 5 sec und wieder jeweils 5 sec Pause dazwischen.

Es gibt fürs Mobiltelefon gratis Apps, die das optisch/akkustisch anzeigen.


da ich nur Holzbögen schieße, hüte ich mich davor meine Bögen 10sec im Vollauszug zu halten, denn ich möchte meine Bögen schießen und nicht durch so komische Tests ruinieren......

Auch denke ich, dass "Mensch" dazu neigt, sich durch solche Übungen eine komplett falsche Haltung anzugewöhnen - Stichwort: den Rücken überspannen und die Gelenke verriegeln, damit man die lbs halten kann. Ich bevorzuge nach wie vor einen fließenden Schießstil ohne lange Ankerzeiten. Das "Zielen" findet schon vor dem Auszug statt. Durch diese sehr kurzen ankerzeiten, brauche ich auch nicht so viel Kraft, wie ich benötige, wenn ich immer lange im Anker bleibe. Auch ist die Belastungszeit deutlich kürzer und weniger intensiv (da sind wir wieder bei den von mir angesprochenen unterschiedlichen Schießstilen......).

Zur Info: mit 40 lbs angefangen und über die Zeit langsam auf 60/65lbs gesteigert und mittlerweile nach knapp 20 Jahren ohne Gelenkschäden bei ca. 50 lbs angekommen, da es für die meisten Situationen auf 3D parcouren passt.
Ich liebe dabei aber die Abwechslung und mein Experiementiergeist  und meine Neugier in Bezug auf unterschiedliche Schießstile ist ungebrochen (In Dauernheim auf eine prähistorsichen turnier vor 2 wochen habe ich einen 46" mit 23" Auszug geschossen. Der Bogen hat bei 23" ca 47/48lbs. Es hat ganz gut funktioniert, obwohl die meisten der Meinung sind, mit so einem kurzen Auszug kann man nicht / nicht gut / nicht wirklich  schiessen.


"Primitive" means FIRST - (not worst)

corto

das kann man alles nicht verallgemeinern.

wenns für dich passt, dann mach so weiter.

ich z.b. scheitere nur an meinem linken unterarm/handgelenk - weil ich die nötige Kraft um die hand nach vorne geklappt zu halten sehr sehr schnell weg ist.
ein einfacher griff wie z.b. howard hill bögen sieht da anders aus, da hat die hand selbst kaum arbeit.

da dieser muskel dort schnell überreizt und schwer zu trainieren ist - sind bei solchen techniken die Zuggewichte >40# schon ein handicap was sich nicht jeder antun sollte ;)

seearrowsfly

@ AST
Natürlich würd' ich mit einem Selfbow sowas nicht machen, Vollkommen richtig. Hab aber keinen und damit is das kein Problem.

Dass es unterschiedliche Schießstile gibt, bestreitet niemand und (ich glaub) niemand will dir diese madig machen, ich sicher nicht. Jeder soll machen, was ihm/ihr Spaß macht!

Aber zwischen einem Schützen, der 20 Jahre kontinuierlich schießt und gern mal was Neues ausprobiert, der ein geschultes Körpergefühl hat, und einem Anfänger, der grad mal 1 Jahr schießt ist nun mal ein großer Unterschied.
Du selbst schreibst, du hast mit 40 lbs angefangen und "langsam über die Zeit hinweg gesteigert".

Ich glaub, dass auch jedem hier klar ist, dass die Sache sehr individuell ist und von Körperkonstitution und Frequenz und Intensität von Training abhängt, was zuviel ist.


Sehr geringe Ankerzeiten können halt zu einem fliegenden Anker führen, bei dem das Release immer früher und schneller kommt. Schont den Selfbow, klar!
Der Schütze kann aber in die Situation kommen, dass er kaum mehr lange ankern kann, geht soweit, dass die Hand schon bei leichter Berührung der Wange aufgeht. Ich glaub ich erzähl kaum hier jemand was Neues.
Das kriegt man nur durch langes und diszipliniertes Blindschießen wieder unter Kontrolle!

Ich versuch dem Entgegenzuwirken, indem ich hin und wieder bewusst Schüsse mit sehr langem Anker einstreue. (nicht gut bei Selfbows.. schon geklärt)

Das Ganze führt nun zu weit in eine Technikdiskussion. ;)
"Das Zielen findet schon vor dem Auszug statt“. Wenn’s für dich passt, wunderbar.
Ich halte davon nichts, weil da das ganze System noch bewegt wird, so ruhig kannst du deinen Arm beim Auszug gar nicht halten. Und erst wenn geankert wird, wird der Punkt anfokusiert.

Vielleicht nennen wir auch nur dasselbe bei unterschiedlichem Namen. Pfeilflug visualisieren mach ich manchmal auch vor dem Heben des Bogenarms, während der ersten Halteposition.


Bitte nicht falsch verstehen. Ich seh' die Diskussion hier eher unter dem Aspekt: "Was soll man einem Anfänger raten?"

Netzwanze

Zitat von: AST am 11.09.12, 15:58
aber du hast nicht geschreiben was du meinst! Da ist dann viel Platz für Missverständnisse....

Ich dachte, die Spitze sei auch ohne Erklärung rübergekommen.
Naja, dann halt doch nicht.


Dryad

Hier wurde öfters gepostet das ich höheres Zuggewicht nicht brauche da ich die Geschwindigkeit ja auch über die leichteren Pfeile holen kann. Ich bin mit meinem BP Custom QuickStick jetzt mal den anderen Weg gegangen. Der Bogen hat 63lbs@30 und ich schieße 450grains/7,1gpp, Die fliegen schon ordentlich schnell. Hatte noch welche mit 380grains,
da wurde mir aber doch etwas Angst und Bange :red: Die Pfeile sind mit 450 schwer genug um nicht zu leicht durch Wind oder Kontakt an Halmen und Ästchen abgeleitet zu werden,
sind aber so schnell das ich bis 40 m kaum Haltepunktveränderungen habe.
Und nein, ich halte den Bogen nicht 10sek im Vollauszug(warum auch), kann aber 100 Schuß gemütlich abfeuern.
Probleme mit dem Ellenbogen hatte ich auch mal, mit einem Bogen der 10lbs weniger hatte, mich vom Griff aber in eine ungünstige Haltung zwang(High Gripp) und ich dadurch Bänder überdehnte.
Bei meinen Holzbogen habe ich festgestellt das ein Mehr an Zuggewicht auch ein deutliches Mehr an Wurfleistung bringt, trotzt der proportional schwereren Pfeile.

Glück Auf
"Among the many misdeeds of the British rule in India, history will look upon the act of depriving a whole nation of arms, as the blackest." M.Ghandi

AST

Zitat von: seearrowsfly am 11.09.12, 18:07
@ AST
Natürlich würd' ich mit einem Selfbow sowas nicht machen, Vollkommen richtig. Hab aber keinen und damit is das kein Problem.

Deswegen passt deine Herangehensweise nicht für alle!

Dass es unterschiedliche Schießstile gibt, bestreitet niemand und (ich glaub) niemand will dir diese madig machen, ich sicher nicht. Jeder soll machen, was ihm/ihr Spaß macht!
Das klingt aber in bezug auf anfänger in deinen Posts anders - ausprobieren und dann irgendwann seinen eigenen Schießstil finden, ist genau das, was ich meine und auch schon geschrieben habe

Aber zwischen einem Schützen, der 20 Jahre kontinuierlich schießt und gern mal was Neues ausprobiert, der ein geschultes Körpergefühl hat, und einem Anfänger, der grad mal 1 Jahr schießt ist nun mal ein großer Unterschied.
Du selbst schreibst, du hast mit 40 lbs angefangen und "langsam über die Zeit hinweg gesteigert".nach einem Jahr habe ich dann auch schon 52lbs geschossen, nach 4 Jahren war ich dann bei knapp 60 lbs und habe dann ne ganze Zeit zwischen 60 und 65lbs geschossen, bis mich nen Krankheit und die Behandlung körperlich zurückgeworfen hat

Ich glaub, dass auch jedem hier klar ist, dass die Sache sehr individuell ist und von Körperkonstitution und Frequenz und Intensität von Training abhängt, was zuviel ist.  deswegen ist deine Testmethode mit 10sec Rhythmen meiner Meinung nach auch nicht richtig


Sehr geringe Ankerzeiten können halt zu einem fliegenden Anker führen, bei dem das Release immer früher und schneller kommt. Schont den Selfbow, klar!
Der Schütze kann aber in die Situation kommen, dass er kaum mehr lange ankern kann, geht soweit, dass die Hand schon bei leichter Berührung der Wange aufgeht. Ich glaub ich erzähl kaum hier jemand was Neues. wo ist das Problem? Wenn der bewegungsablauf gut und gleichmäßig ist, kann man so ganz gut schießen
Das kriegt man nur durch langes und diszipliniertes Blindschießen wieder unter Kontrolle!

Ich versuch dem Entgegenzuwirken, indem ich hin und wieder bewusst Schüsse mit sehr langem Anker einstreue. (nicht gut bei Selfbows.. schon geklärt)

Das Ganze führt nun zu weit in eine Technikdiskussion. ;)
"Das Zielen findet schon vor dem Auszug statt“. Wenn’s für dich passt, wunderbar. "
Ich halte davon nichts, weil da das ganze System noch bewegt wird, so ruhig kannst du deinen Arm beim Auszug gar nicht halten. Und erst wenn geankert wird, wird der Punkt anfokusiert. "Als Lektüre kann ich da immer den Asbell, Fred empfehlen. "Instinktives Schiessen" - der Vergleich zwischen Steine/Schneebälle werfen und Bogenschiessen ist auch ganz gut - und erklär mir mal wie ich beim Steine werfen ziele???

Vielleicht nennen wir auch nur dasselbe bei unterschiedlichem Namen. Pfeilflug visualisieren mach ich manchmal auch vor dem Heben des Bogenarms, während der ersten Halteposition.


Bitte nicht falsch verstehen. Ich seh' die Diskussion hier eher unter dem Aspekt: "Was soll man einem Anfänger raten?"
gerade Anfängern sollte man raten zu probieren, nicht auf den schnellen Erfolg aus zu sein, damit sie sie den Bogen finden, der zu ihnen passt (egal ob Recurve, Langbogen, Primitivbogen, Reiterbogen,....) und auch den Schießstil herausfinden, mit welchem sie zurechtkommen und welcher ihnen Spaß macht - Dogmen und Tips "nur so geht es" sind da fehl am Platz. Ich würde z.B. heute nicht Bogen schiessen, wenn ich nur beim Schnuppertag eines Fitavereines gewesen wäre, wo man mir einen voll aufgerüsteten Fitarecurve für Linkshänder in die Hand gedrückt hat (meine Augen sind fast gleich und die Dominanz ist von ihrer Tagesform abhängig) - ich war froh als ich auf nem Mittelaltermarkt ne Bogenschützentruppe mit Vorführung gesehen habe, wie sie mit ihren "Holzstecken" geschossen haben. Da began für mich die Fazination des Einfachen und die ist bis heute geblieben.
Leider geht der Trend beim Bogenschießen für mich immer mehr in Richtung des arg technischen Schießens, dem schnellen Erfolg hinterherjagen, den bequemen Weg gehen und dass dabei viele der interessanten Facetten dieser sehr alten "Kunst" verloren gehen. Aber vielleicht ist das Trend in unserer Gesellschaft - ob er richtig ist, weiß man erst hinterher, wenn der Schützenanwärter dabei bleibt, oder sich nach 1 - 2 Jahren ein neues Hobby sucht

"Primitive" means FIRST - (not worst)

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