?Körperspannung?

Begonnen von Rattleman, 19.07.12, 01:49

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Rattleman

hallo archers,

im april hab ich mir zum erten mal einen bogen gekauft,
dann haben mir erfahrene bogenschützen die standards, die man zum treffen braucht erklärt:

fest stehen,locker den bogen heben, kopf u. körper gerade, ?körperspannung?,
am mundwinkel ankern, und nach dem loslassen starr bleiben bis der pfeil im ziel ist.

-alles habe ich bis jetzt umsetzten können(auch endlich den kopf gerade halten), bis auf die körperspannung!

ab und zu merke ich wie mein bizeps leicht mitarbeitet, -sollte aber nicht sein

könnt ihr mir sagen wie ich die körperspannung so aufbaue wie es richtig ist ?


grubenreiner

ich würde jetzt in deinem ablauf "körperspannung" mit "auszug durch RÜCKENSPANNUNG" ersetzen und dann ists wahrscheinlich auch schon verständlicher.

Soma

ja, ist auch meine meinung. wirkliche spannung solltest du nur in der oberen rückenmuskulatur (und natürlich in den fingern/unterarm des zugarms) spüren. wenn du im vollauszug ruhig weiteratmen kannst, ist das schon ein gutes anzeichen dafür, dass du unverkrampft stehst.  :tu:

Markus

Körperspannung ist m.E. schon richtig, denn ohne einen stabilen Körperbau, speziell Rumpf/Beine/Füße wackelt alles und der Schuß geht in die Hose.
Wichtig ist nur, dass man nicht verspannt ist und meint, jeden Muskel im Körper unter Spannung setzen zu müssen.

Für mich ist Körperspannung auch eher ein Aspekt für den fortgeschrittenen Schützen, der nicht mehr auf die Grundlagen beim Schießen achten muss, sondern sich schon mit den Feinheiten auseinandersetzen kann.
Auf eine gute Rückenspannung sollte natürlich von Anfang Wert gelegt werden.
Sind wir nicht alle ein bisschen Negi?

Woodchopper

Ich sehe es da auch eher wie grubenreiner und Soma.
Die Rückenspannung ist eine elementare Voraussetzung für einen guten Schuss.
Den Unterkörper würde ich auch eher entspannt und locker lassen.
Spätestens auf einem 3D Turnier kannst du den ganzen Körper nicht anspannen.
Wenn ich versuche den ganzen Körper unter Spannung zu bringen fange ich schnell an zu verkrampfen.

Markus

Öhm - ich darf mich mal selbst zitieren?

Zitat von: Markus am 19.07.12, 11:18
Wichtig ist nur, dass man nicht verspannt ist und meint, jeden Muskel im Körper unter Spannung setzen zu müssen.


Körperspannung ist was für Fortgeschrittene, die in der Lage sind, während ihres Schusses auch den Körper zu beobachten. Ein Anfänger hat zu Beginn deutlich andere Probleme. Spannung bedeutet ja nicht nur Anspannung, sondern ebenfalls Kontrolle.
Eine gute Rückenspannung bedeutet gleichzeitig eine Spannung im Bauch und im Bereich der Hüfte. Wenn der ganze Rumpf stabil - nicht verkrampft! - ist, steht man stabil, ruhig und kann gut schießen. 

Das Problem der Parcourschützen sehe ich hierbei einfach darin, dass jede Situation anders ist und man daher kaum mal vergleichen kann. Wer dagegen längere Zeit auf ebenem Gelände vor eine Scheibe steht, wird den Unterschied einer guten Körperspannung schnell kennen lernen.
Das kann man aber nicht vermitteln. Das muss man selbst erfahren.

Vielleicht sollte man das Ganze auch eher unter "Körperkontrolle" einsortieren.
Sind wir nicht alle ein bisschen Negi?

Hachiman

@ Markus ganz deiner Meinung!  :tu:
....Der Sammler.....
der der auch mit links schiessen kann O.o

Soma

Zitat von: Markus am 19.07.12, 12:33
Das Problem der Parcourschützen sehe ich hierbei einfach darin, dass jede Situation anders ist und man daher kaum mal vergleichen kann. Wer dagegen längere Zeit auf ebenem Gelände vor eine Scheibe steht, wird den Unterschied einer guten Körperspannung schnell kennen lernen.

...wobei ich mich beim "statischen" scheibenschießen eher mal verkrampfe als auffm parcours.

Markus

Soma - wäre ich böse, würde ich sagen, dass Du vor der Scheibe weniger Entschuldigungsmöglichkeiten hast, wenn Du nicht triffst und deshalb auf einmal verspannter bist ... aber ich bin ja nicht böse  :green:

Ernsthaft - ich denke, dass dies daher kommt, dass man vor der Scheibe immer "alles richtig" machen will, das dann übertreibt, sich selbst zu genau beobachtet, an sich herumdoktert und schlussendlich völlig verkrampft. Hier hilft nur häufiges Scheibenschießen.
20 Pfeile vor der Scheibe schafft jeder, 40 die meisten, aber irgendwo ab 50 zeigt sich, wer mit seinen Kräften haushalten kann.
Sind wir nicht alle ein bisschen Negi?

TipiHippie

Guckstu wie alte Mann stehen auf Wackelitsch und Körperspannung hat... bissi gehen in Knie und stehe stabil:
https://www.facebook.com/pages/Redneck-Bowhunters/130552350350092 (Video ganz unne linggs... ist ein sogenannter ZDF-Schuss: "mit dem zweiten trifft man besser")

Auch schön mit Körperspannung, diesmal in der "Hosenscheißerstellung":http://www.free-archers.de/galleries/index.php?action=ugPic&public=true&gal=-5&album=878&page=1&image=30-CIMG3762.jpg&;

@ Markus
20 Pfeile vor der Scheibe schaffe ich nicht... spätestens nach dem fünften ist bei mir die Konzentration im Eimer, danach kommt nur noch Murks raus. Liegt bei mich nicht an Kraft, sondern ist reine Kopfsache. Ich bin der Überzeugung, daß mein Hirn nach allerspätestens zehn Schüssen (eher früher) abschaltet nach dem Motto " is doch eh alles das Gleiche"; damit ist wie gesagt die Konzentration weg und m.E. auch der Trainingseffekt. Da geh ich lieber auf den Parcour und schieße wenige Pfeile, die aber mit VOLLER Konzentration. Meist reicht dann auch einer pro Viech
Deiner Aussage "Körperspannung ist etwas für Fortgeschrittene" kann ich nur bedingt beipflichten. So bald die Grundzüge wie Auszug, Ankern Lösen sitzen, kann man relativen Anfängern durchaus beibringen, wie man im Gelände stabil steht... frag mal z. B. Vinkona zum Thema "Füße und Knochen sortieren", die kann Dir da aus eigener Erfahrung berichten. Ihre Turniererfolge nach relativ kurzer Anlaufzeit sprechen für sich (oder die Leute die sie "in den Wald gepflanzt haben")
HUGH ich habe gepostet

Swissbow

Schau dir mal das Video von Arne Moe an...

http://www.youtube.com/watch?v=6c8_-96h6BY

Der zeigt da eine recht einfach anzuwendende Technik, wie man in die Rückenspannung kommt. Am besten stellst Du dich ca. 5 m vor eine Scheibe hin und konzentrierst Dich nur auch den sauberen Ablauf. Und dann heisst es üben, üben und nochmals üben, dann klappt das schon mit der Rückenspannung.

----------
Andy

Rattleman


danke an alle

@swissbow :   das video werd ich noch einige male anschaun

also;
die Körpersannung ist das was die Profies lernen,

dann lern ich zuerst die Rückenspannung

stöckchenschubser

Dieses Video zum Thema Rückenspannung ist auch eventuell hilfreich.

http://www.youtube.com/watch?v=XR5QM4GGOPk

Markus

Zitat von: TipiHippie am 19.07.12, 19:42

@ Markus
Deiner Aussage "Körperspannung ist etwas für Fortgeschrittene" kann ich nur bedingt beipflichten. So bald die Grundzüge wie Auszug, Ankern Lösen sitzen, kann man relativen Anfängern durchaus beibringen, wie man im Gelände stabil steht... frag mal z. B. Vinkona zum Thema "Füße und Knochen sortieren", die kann Dir da aus eigener Erfahrung berichten. Ihre Turniererfolge nach relativ kurzer Anlaufzeit sprechen für sich (oder die Leute die sie "in den Wald gepflanzt haben")


Dann gibst Du mir ja fast recht, denn wenn die Grundzüge (s.o.) sitzen, kann man sich als fortgeschritten bezeichnen. Es gibt immer Leute, die einfach ein gutes Gefühl für ihren Körper haben. Andere sind Bewegungslegastheniker.
Wollen wir uns nicht über Definitionen streiten. Ohne eine gute Körperkontrolle - nicht nur Rückenspannung - kann kein dauerhaft gutes Schießen heraus kommen.
Sind wir nicht alle ein bisschen Negi?

Soma

Zitat von: Markus am 19.07.12, 13:00
Soma - wäre ich böse, würde ich sagen, dass Du vor der Scheibe weniger Entschuldigungsmöglichkeiten hast, wenn Du nicht triffst und deshalb auf einmal verspannter bist ... aber ich bin ja nicht böse  :green:

hm, nö. ob ich treffe ist mir bei target oder 3D gleich wurscht. der einzige grund warum ich nicht treffe bin ich - nicht das material und nicht die umgebung.  da gibt's nix zu entschuldigen. ;)
ich denke, das  hängt bei mir eher mit dem umfang der passen zusammen. die ersten 4-6 pfeile auf die scheibe gehen immer locker vom bogen. dann merk ich (manchmal) dass ich die beine durchstrecke und einfach nicht mehr locker bin. so ab 10-12 pfeilen am stück kommt's dann schon ab und zu mal vor, dass mir der bogenarm "lahm" wird und ich deshalb im auszug die luft anhalte. passiert aber auch nur mit dem schweren buffalo und nie mit dem leichten lb (obwohl etwas höheres zuggewicht). wird sich mit mehr training vermutlich von selbst erledigen.
das alles kommt natürlich auffm parcours mit max. 3 pfeilen pro ziel nicht vor.

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