Nock

Begonnen von Acki, 07.09.07, 11:41

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Acki

Ich habe diese Woche aus Sicherheitgründen eine neue Sehne auf meinen ELB-Bickerstaff gezogen.
Nach mehrmaligen nachjustieren hatte sie dann die "richtige" dauerhaaft gleiche Standhöhe.
Beim zwischenzeitlichen Schiessen ohne Nockpunkt stellte ich fest, es geht auch ohne Nockpunkt, wenn man den Pfeil sorgfältig auflegt (die Greifhand hat ja auch keine Pfeilauflege).
Warum braucht man den nun wirklich (damits beim Schnellschießen fixer geht!?)?
Soweit ich nachlesen konnte, schiessen einige von Euch auch ohne Nockpunkt - welche Erfahrungen habt ihr dabei machen können.

Danke für euere Überlegungen und Hinweise im Voraus

Dead man Acki, der Nockpunktzweifler 8)

Karl-Heinz

Wenn Du konstant schießen und treffen möchtest brauchst Du einen Nockpunkt.

K-H

Jaberwok

Karl-Heinz da möchte ich Dir mal widersprechen. Man braucht keinen Nockpunkt. Fakt ist das NP und Auflage des Pfeils immer im richtigen Verhältnis zueinander stehen müssen. Wenn man diesen Punkt immer trifft, dann brauche ich keinen Np-Begrenzer. Der ist nur eine Hilfe um die optimale Position 'immer wieder zu finden - bzw. nicht suchen zu müssen. Ich kenne genug Schützen die ohne NP-Begrenzer schießen und trotzdem treffen.... 
Der Pfad der Aufrechten: Lernen durch Schmerz - Motivation durch Entsetzen.


Bildcher findet man hier: http://picasaweb.google.de/fa.jaberwok

Schnee

Ich schieße ebenfalls (gut) ohne Nockpunkt. Die linke Hand greift automatisch immer gleich und die Sehnenwicklung ist an der Stelle, an der Andere ihren Nockpunkt haben durch das immer gleiche Einnocken so abgewetzt, dass der richtige Punkt auch "mal schnell" gefunden werden kann. Es geht auch ohne  :)

Pochifiore

Ich schieße je nach Bogen auch ohne Nockpunkt - aber ich gebe zu, dass ich mit edding nen kleinen schwarzen Strich an die Stelle gemacht habe - nur um ab und zu kontrollieren zu können.

Es geht ganz gut und ich denke auch, dass das mit dem Nockpunkt eh fast schon vernachlässigbar ist, wenn man doch schon mit der Bogenhand immer wo anders ist.
Aus dem Grund versuch ich auch den Bogen gar nicht erst loszulassen - geht natürlich auch nicht und nach 2 Stunden kriegt man die Hand nicht mehr auf => nicht zu empfehlen ;)



Esteban

Zitat von: Schnee am 07.09.07, 12:23
....so abgewetzt, dass der richtige Punkt auch "mal schnell" gefunden werden kann. Es geht auch ohne  :)


Das ist doch ein Nockpunkt. Nimm mal eine neue Sehne und überprüfe dann die Trefferlage.

Ich hab seit einer Woche meinen neuen RB. Der hat im Gegensatz zum Alten einen geraden Griff.  Da ging am Anfang trotz Nockpunkt gar nichts. Jetzt ist auf dem Griff eine Markierung, damit ich immer ungefähr gleich greife.  :evil:

Ich bin der Meinung, für eine wirklich gleichmässige und wiederholbare Trefferlage muß auf Griff und Sehne immer der gleiche Punkt getroffen werden.

Morgen teste ich das ganze in Eichenberg auf dem Parcours.

Gruß

Esteban
No captain can do very wrong, if he places his ship alongside that of the enemy ( Horatio Nelson, Battle of Abukir, 1798)

AST

Der Nockpunkt ist nur ne Krücke der Bogenschützen - es geht auch ohne! Zumindest ich habe glaube ich nur im ersten Jahr meiner Bogenschießlaufbahn einen Nockpunkt benutzt (weil das alle gemacht haben), seitdem komme ich gut ohne aus :tu:.
Das die Stelle an welcher man immer einnockt, nach und nach abgewetzt ist, ist ne Form von Verschleiß :green:

Bard

Wenn du ein Shelf oder eine Pfeilauflage hast und der Pfeil so immer an exakt der gleichen Stelle aufliegt machts unbedingt Sinn auch auf der Sehne mittels Nockpunktbegrenzer  die exakte Position festzulegen, weil man dann nicht jedesmal die Konzentration aufs Einnocken legen muss und die Überhöhung nicht schätzen braucht. Bei einem Bogen der über den Handrücken geschossen wird kann die Lage der Hand schon mal etwas variieren, wenn man nicht aufpasst und dann ist es in der Tat besser man hat keinen Nockpunkt, sondern achtet  beim einnocken darauf, dass man so weit wie sonst auch überhöht einnockt und hat so eine konstantere Trefferlage, als wenn  man zwar immer an der gleichen Stelle der Sehne einnockt, aber der Pfeil durch veränderte Handhaltung/Greifposition  in einem anderen Winkel aus dem Bogen kommt. Wenn man den Bogen  immer gleich greift hilft ein Nockpunkt auch ohne Shelf dabei dabei konstant zu schießen  - zwingend notwendig ist er nicht, macht das Leben aber alles in allem einfacher.


MfG Bard
Ich weiss, dass ich verarscht werde, aber manchmal wünsche ich mir dabei einfach etwas mehr Eleganz... 
Frank Markus Barwasser aka Erwin Pelzig

Schnee

Zitat von: Esteban am 07.09.07, 12:36Das ist doch ein Nockpunkt. Nimm mal eine neue Sehne und überprüfe dann die Trefferlage.


Hab ich, funktioniert 1 a  8) Soweit das Verhältnis zur Greifhöhe stimmt, gehts auch ohne Nockpunkt sagt mir meine Erfahrung.

Atheos


Bei Bögen ohne Pfeilauflage bevorzuge ich es auch keinen Nockpunkt zu verwenden.
Mein RB hat ebenfalls einen geraden Griff, damit komme ich viel besser zurecht
als mit einem im Griff gebogenen RB.

LG, A.
Das Bogenschießen war so einfach, bevor wir alle anfingen nachzulesen, wie wir es tun sollen.

frei nach Ben Wyld

Acki

Danke für Euere Meinungen und Hinweise! Ich werde morgen in Bad Lobenstein OHNE Nock auf die "Pisch" gehen - wird bestimmt witzig.
Außerdem hätt ich dann eine Ausrede mehr.... :wow:   :whistle:
Nee, nee der größte Nichttrefffaktor bin ich noch immer selber!! 8)

Nochmals danke  - bis bald Dead man Acki

Negley

11.09.07, 13:41 #11 Last Edit: 11.09.07, 14:17 by Negley
Mit Nockpunkt kann ich auch ohne Hingucken einnocken. Auch frage ich mich warum man keinen Nockpunkt haben sollte, das könnte man ja den FITA-Schützen auch vorschlagen, oder Byron Ferguson oder, oder...

Ich kenne auch keine Lektüre od. sonstige Kapazität die das Schießen ohne Nockpunkt empfiehlt.

Das Ziel muss doch sein, möglichst viele, der ohnehin genug vorhandenen, unbekannten Größen zu fixieren, da sind wir uns ja hoffentlich einig?

johnny.winter

Zitat von: Negley am 11.09.07, 13:41Das Ziel muss doch sein, möglichst viele, der ohnehin genug vorhandenen, unbekannten Größen zu fixieren, da sind wir uns ja hoffentlich einig?

In der Tat! Allerdings führt ein fix angebrachter Nockpunkt bei einem Bogen ohne Pfeilauflage nicht wirklich zu einer fixen Größe, sondern eben je nach Handhaltung der Bogenhand zu einer Variabelen. Da kann das Auge/Gefühl manchmal genauer sein denke ich.

Bei einem Bogen mit Schussfenster oder Pfeilauflage ist ein NP natürlich sinnvoll, keine Frage.

W.Munny

11.09.07, 14:51 #13 Last Edit: 11.09.07, 14:54 by W.Munny
Nee, nee, der Nockpunkt iss schon eine fixe Größe.
Die Hand ist die Variable. Und wie Herr Negley eben betonte, wird im Regelfall versucht möglichst viele Variablen aus der Gleichung herauszunehmen.

Erstens glaube ich nicht, dass jemand in der Lage ist bei einer variablen Handhaltung, den Pfeil jeweils millimetergenau mit der gleichen Überhöhung einzunocken. Zweitens würde sich - wieder bei variabler Handhaltung - das Verhältnis zwischen oberem und unterem Wurfarm ändern, was im Regelfall ebenfalls nicht mit einer Präzisionssteigerung einhergeht.

Aber von mir aus kann schon jeder schießen wie er will.  :kiss:
LG und alle ins Blatt!<br />W.Munny

johnny.winter

Zitat von: W.Munny am 11.09.07, 14:51
Erstens glaube ich nicht, dass jemand in der Lage ist bei einer variablen Handhaltung, den Pfeil jeweils millimetergenau mit der gleichen Überhöhung einzunocken.

Probiers aus! Und du wirst sehen.....

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