Neue (potenzielle) Reiterbogenklasse

Begonnen von Netzwanze, 19.10.11, 15:17

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Janitschar

Meine Definiton erweitert:

Einen max 70" langen einteiligen Recurve ohne jegliche Pfeilauflage.
Ab 56" Bogenlänge mit statischen Recurves.
Bogen und Pfeile unterliegen keiner Materialeinschränkungen.
Beim Ablass müssen mindesten zwei Finger den Pfeil berrühren.

@tecum
Ein Sehnenbelegter Plainsbogen gebaut mit Naturmaterialien gehört in die Primitivklasse.
Genauso wie ein Horn-Sehnen Komposit, wobei dieser auch in der RB-Klasse natürlich starteb könnte.
Zum Pfeilmaterial:
Mein TRH Türke besteht aus lauter "Schweinereien" - warum sollte ich bei den Pfeilen damit aufhören?
In der Primitivklasse macht eine Beschränkung auf Holr/Bambus Sinn aber nicht bei den ja auch teilweise Carbon Reiterbogen.

@benzi
Du kennst ja meine Meinung. Ich hab den Fred übrigends nicht eröffnet... 8)

Aber nochmal in die Runde gesprochen. Ich persönlich kenne nur drei ernsthaften Reiterbogenschützen die das volle Potential aus dem Bogen holen und mediterran schießen. Und zwei davon sind auch noch miteinander verwandt ;)
Oder es sind richtige Cracks die mit jedem Bogen klasse Ergebnisse schießen.

Im Bereich Daumenschützen sieht die Welt schon ganz anders aus.
Da ist Leidenschaft , Anspruch und Ehrgeiz vertreten.
Daher ist die VOrderung von benzi nach einer Daumenklasse auch für mich ganz schmackhaft.
Wir hatten dieses Jahr auch schon unser erstes Daumenturnier mit ca 12 Teilnehmern.
- manchmal mehr als auf einem handelsüblichen Turnier.

Gruß
Stephan


Thumbarchery.de - Die Kunst der Daumentechnik

Karly

Ich bin der Meinung das die Richtung hier stimmt und wenn eine Definition da ist diese auch benutzt werden kann..
Zumindest macht die aktuelle Definition es mir nicht leicht bis zum Frühjahr zu warten um mir dann einen neuen Reiterbogen zu kaufen :)
Was 99% der sogenannten Tierschützer betreiben ist einfach nur das ausleben einer unbehandelten Geisteskrankheit!

Janitschar

Gibt es überhaupt eine aktuelle Definition? Nicht das ich wüsste...
Und warum bis zum Frühjahr warten?

Gruß
Stephan

P.S Nette Seignatur Karly ;)
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Karly

Weil das Aktuelle Spielgeld für nen neuen Compound drauf gegangen ist...
Was 99% der sogenannten Tierschützer betreiben ist einfach nur das ausleben einer unbehandelten Geisteskrankheit!

Janitschar

Thumbarchery.de - Die Kunst der Daumentechnik

corto

Zitat von: Netzwanze am 20.10.11, 09:22
RB Schützen sind individualisten. Und wenn dann noch jemand einen "echten" RB schießt, wird nicht mit leichten Carbonis kommen.


hehehe, und hier wirst du dich irren :D
meine leichten Carbonis werden super auf meinem flighttauglichen Komposit fliegen - das seh ich ihnen schon im display an.

wartet nur bis ich euch damit zwischen die finger - äh den daumen bekomme :D

benzi

der Unterschied zu den Prmitivbogen ist der dass es Reiterbogen sind  :green: :green: :green:
Um die Welt zu verändern, müssen wir die längste Reise überhaupt antreten: Die Reise in unser tiefstes Inneres, auf der wir uns selbst verändern.

Janitschar

Ich beantrage das Cortos Pfeil/Bogen Setup nicht beachtet wird!
Ägyptischer Horn-Sehnen Komposit von Koopedryer mit GoldTip TedNuget Schäften  :eek: :eek: :rofl:

... allerdings dürfte er damit in der bisher erarbeiteten Definiton mitschießen.....

Gruß
Stephan
Thumbarchery.de - Die Kunst der Daumentechnik

benzi

ich hab schon mal ein ganzes Jahr Compound mit Holzpfeilen geschossen!

die ersten Alus hab ich mir für den türkischen Reiterbogen (TRH) von Grozer gekauft  :green:  :green: :green:
Um die Welt zu verändern, müssen wir die längste Reise überhaupt antreten: Die Reise in unser tiefstes Inneres, auf der wir uns selbst verändern.

Eberesche

Hallo,
Janitschars Definition finde ich gut, sie benennt die wesentlichen Unterschiede zu den Jagdbögen, zu denen man uns ja gerne steckt.
Vielleicht sollte man noch ein paar Worte zur Masse des Bogens verlieren. Eine Zahl festzusetzen ist sicher schwierig, aber ganz freie Materialwahl für den Bogen erlaubt Sachen, die wir nie mit dem Begriff "Reiterbogen" in Verbindung bringen würden.
Und dass ein 300g schwerer Windfighter sich anders schießt als ein Jagdrecurve mit dem 3-fachen Gewicht, ist ja irgendwie auch ein Charakteristikum des Reiterbogenschießens.

Gruß
Anna
Der Klügere sollte nur nachgeben, wenn er es verantworten kann.  (Gerlinde Nyncke)

benzi

ok kurz ernsthaft:

ja es sieht in der Tat so aus, dass jeder die Klasse so definiert, dass sein/ihr Material und Stil der Klasse entspricht.

Das kommt aber, meiner Meinung nach,  nicht daher, dass sich jeder einen Vorteil verschaffen will, sondern daher, dass die Reiterbogenwelt eben so vielfältig ist, dass kaum jemand sie in ihrer ganzen Breite erfaßt!

Mir geht es darum die Reiterbogen aus ihrem Schattendasein als Spassbogen und MA-Spielgerät rauszuholen, damit würde sich der Tellerrand der Bogenschützen allgemein erweitern und von Westen etwas mehr nach Osten verlagert werden.

Daher sehe ich die Fragen im Zusammenhang mit einer Reiterbogenklasse nur unter einem Aspekt:

Fördert diese Klasse die Beschäftigung mit diesen Bogen und den unterschiedlichen Kulturen insgesamt?

Wenn die Klasse so gestaltet wird, dass die "zweite Reihe" der Recurveschützen dahin wechselt, nur weil es hier die chance gibt zu gewinnen, sehe ich dieses Ziel nicht erreicht......... aber ich könnte mich damit durchaus irren!

Grüße  benzi
Um die Welt zu verändern, müssen wir die längste Reise überhaupt antreten: Die Reise in unser tiefstes Inneres, auf der wir uns selbst verändern.

Eberesche

Hallo,
Zitat
Wenn die Klasse so gestaltet wird, dass die "zweite Reihe" der Recurveschützen dahin wechselt, nur weil es hier die chance gibt zu gewinnen, sehe ich dieses Ziel nicht erreicht.........

Das wäre schade. Ich glaube aber nicht, dass das zwangsläufig passiert. Welcher (zweitklassige) Recurveschütze wird schon mit einem schwieriger zu beherrschenden Bogen auf einmal Höchstleistungen bringen.

ZitatFördert diese Klasse die Beschäftigung mit diesen Bogen und den unterschiedlichen Kulturen insgesamt?

Würde ich ohne Pflicht zum Daumenablass eher bejahen. Dann ist es offener und der Einstieg für Interessierte einfacher.

Wenn ich zu einem Turnier gehe, erwarte ich fairen sportlichen Wettbewerb. Natürlich wäre es schön, wenn ich mich mit Meinesgleichen messen könnte. Wenn die Reiterbogenklasse aber so "exklusiv" ist, dass sie regelmäßig nicht eröffnet wird, ist das genauso "gut" wie gar keine Reiterbogenklasse. Statt mit zweitklassigen Recurveschützen mit Mittelaltermarkt-Knüppeln konkurriere ich in der Jagdbogenklasse wieder mit Bögen, die bei gleichen Fähigkeiten des Schützen von vornherein eine höhere Präzision ermöglichen als meiner.

Und selbst wenn der eine oder andere den Bogen wegen der Optik oder der Hoffnung auf wenig Konkurrenz anschafft: wenn er gewillt ist über den Tellerrand zu gucken (das ist eine Frage der Einstellung) wird er sich von ganz alleine füher oder später mit der Herkunft und traditionellen Handhabung seines Geräts beschäftigen.

Gruß
Anna
Der Klügere sollte nur nachgeben, wenn er es verantworten kann.  (Gerlinde Nyncke)

El Torrro

Die Vielfältigkeit ist das Problem der gesamten Bogensport-Szene.
Deshalb diskutieren hier viele schon Seitenlang über jeden techn. Gimmick.
Am Ende werden wir nach vielen Diskussionen feststellen, das die gefundene FA-Formulierung garnicht so weit von den Verbandsformulierungen weg ist.
Die sind sicherlich deshalb so sehr allgemein gehalten und teils merkwürdig formuliert, damit sich möglichst viele Schützen wiederfinden. Das man es nicht Jedem Recht machen kann, versteht sich von selbst.
Gibbs Rule 9: "Never go anywhere without a knife."

benzi

Zitat von: Eberesche am 20.10.11, 14:50

ZitatFördert diese Klasse die Beschäftigung mit diesen Bogen und den unterschiedlichen Kulturen insgesamt?

Würde ich ohne Pflicht zum Daumenablass eher bejahen. Dann ist es offener und der Einstieg für Interessierte einfacher.

Gruß
Anna


ja, ich denke das stimmt!!!

Grüße benzi
Um die Welt zu verändern, müssen wir die längste Reise überhaupt antreten: Die Reise in unser tiefstes Inneres, auf der wir uns selbst verändern.

tecum-tha

Zitat von: Janitschar am 20.10.11, 09:48
Meine Definiton erweitert:

Einen max 70" langen einteiligen Recurve ohne jegliche Pfeilauflage.
Ab 56" Bogenlänge mit statischen Recurves.
Bogen und Pfeile unterliegen keiner Materialeinschränkungen.
Beim Ablass müssen mindesten zwei Finger den Pfeil berrühren.



Humbug,nur Recurve zu nehmen, selbst englische Langboegen wurden vom Pferd geschossen...
Falco produziert einen (Glas-)Bogen angelehnt an den Bogen der Plainsindianer,der eben kein Recurve ist,sondern ein Flachbogen.
Und das Teil verkauft sich offensichtlich recht gut...
Der Bogen erfuellt alle Vorausetzungen eines Reiterbogens und wird auch fuers Schiessen vom Pferd hergestellt.

Und warum 2 Finger am Pfeil. 3 under (Apache Draw) ist genauso historisch korrekt wie pinch-style der Plains-Indianer. Ein Finger beruehrt die Nocke genuegt.
Mechanische Ablasshilfen sind nicht zugelassen.

Veraendert:

Ein einteiligen Recurve oder Flachbogen ohne jegliche Pfeilauflage.
Ab 56" Bogenlänge mit statischen/halbstatischen Recurves.
Bogen und Pfeile unterliegen keiner Materialeinschränkungen.
Beim Ablass muss mindestens ein Finger den Pfeil berühren.
Mechanische Ablasshilfen sind nicht zugelassen.


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