Neue (potenzielle) Reiterbogenklasse

Begonnen von Netzwanze, 19.10.11, 15:17

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Netzwanze

Aufgrund einiger Differenzen zwischen Reiterbogen und Primitivbogen wollen wir heir mal versuchen eine eigene Reiterbogenklasse zu definieren.

Danach kann man sehen, ob ein Vergleich zu dem Primitivbögen möglich ist: Siehe http://www.free-archers.de/forum/index.php?topic=20563.0

Janitschar

Meine Definition:
Einen max 56" langen Recurve ohne jegliche Pfeilauflage mit statischen Recurves.

Yumis errachte ich als das Goldenen Kalb 8)

Gruß
Stephan
Thumbarchery.de - Die Kunst der Daumentechnik

Warbeast

jip
klingt gut
frage ist halt ob kayas drunter fallen, weil laminat

recstliche definition klingt gut

freiewahl ob finger oder daumen auslöse
Club 48" - der Rest ist zu einfach

El Torrro

Gibt es eigentlich Ergebnisvergleiche zwischen Langbogen und Reiterbogen?
Wie weit sind die eigentlich auseinander?
Gibbs Rule 9: "Never go anywhere without a knife."

Janitschar

@warbeast
Einen max 56" langen einteiligen Recurve ohne jegliche Pfeilauflage mit statischen Recurves.
Bogen und Pfeile unterliegen keiner Materialeinschränkungen.
Beim Ablass müssen mindesten zwei Finger den Pfeil berrühren.

Mehr isses nich.


@ElTorro
Hab mal zwei qualitativ hochwertige Turniere rausgekramt mit ordentlicher Konkurrenz in der Reiterbogenklasse:


Das jagdlich gestellte Neubrunn 2011:
http://www.free-archers.de/forum/index.php?topic=19276.0

172 Punkte Differenz der Erstplatzierten

Das moderate gestellte Volkmarshausen 2011:
http://www.free-archers.de/forum/index.php?topic=17814.90
Antwort 95

128 Punkte Differenz der Erstplatzierten

Gruß
Stephan
Thumbarchery.de - Die Kunst der Daumentechnik

tecum-tha

Damit nimmst Du aber kurze sehnenbelegte Plainsboegen raus und das sind auch "Reiterboegen".....
Und ein Samick Mind 50 kann dann auch nicht mitschiessen, da keine statischen Recurves.
Ich wurde die Bogenlaenge bis 60" zulassen, da manche historischen chinesischen Boegen durchaus im Bereich 58-60" liegen. Ja, die mit den ellenlangen Siyahs.

Ein Recurve oder Flachbogen,  max. 60" lang ohne Bogenfenster
Pfeilauflage: eine Pfeilauflage ist nicht zugelassen, es wird ueber die Hand geschossen
Pfeile: Holz oder Bambus, Nocken frei, Naturbefiederung
Release: die Nocke muss mit mind. einem Finger beruehrt werden. keine mechanischen Ablasshilfen, kein Stringwalking

benzi

Ich schiesse nun seit ca 5 Jahren Reiterbogen, zuerst mit drei Fingern und Brustanker (Kassaistil) und dann mit Daumen.

Ich vergleiche mich persönlich mit den Ergenissen in der Primitivbogenklasse!

Sowohl mit drei Fingern und Brustanker, als auch mit Daumenrelease hab ich etwa 2 Jahre gebraucht um die Punkte zu schiessen, die ich vorher mit dem Primitivbogen schiessen konnte (das bewegt sich bei ca 400 Punkten auf einer "normal schweren" 28 Scheibenrunde mit ner 20/16 Wertung)

Mit dem Yumi ist derzeit mein bestes Ergebnis 374 (28 Scheiben 20/16). Die Ergenissse sind sehr schwankend und ich werde lange an meiner Technik arbeiten müssen um konstant ca 400 Punkte schiessen zu können....

Meiner Meinung nach macht es keinen Sinn eine Reiterbogenklasse über den Bogen zu definieren.

Der Länge von Janitschars Vorschlag entsprechend nur sehr wenige Reiterbogen!!

Länger sind u.a. so traditionsreiche Bogen wie: ungarische, mongolische und hunnische Reiterbogen.

Nur DREI Typen von Grozer sind kürzer als 57".............. Hexers Assyrer hat 57"................

Ein Reiterbogen ist ein Bogen der einem historischen Vorbild eines Reiterbogens nachempfunden ist. PUNKT!

Wer das in eine, für Deutsche Verbände taugliche, technische Definition pressen will, wird sich damit sehr sehr schwer tun!

Mein Vorschlag ist daher: die Klasse über die Technik zu definieren: Daumenklasse!

Das gab es bei den Stringwalkern über viele Jahre hinweg, warum nicht bei den Reiterbogen auch.
Und wer sich mit der Technik nicht beschäftigen möchte muss halt in der BHR Klasse antreten.....

Grüße benzi
Um die Welt zu verändern, müssen wir die längste Reise überhaupt antreten: Die Reise in unser tiefstes Inneres, auf der wir uns selbst verändern.

benzi

Hunne 63"


Mongole 62"

Bildquelle: http://www.grozerarchery.com/index_b.htm

das sollen keine Reiterbogen sein?   :cry: :(

Grüße benzi
Um die Welt zu verändern, müssen wir die längste Reise überhaupt antreten: Die Reise in unser tiefstes Inneres, auf der wir uns selbst verändern.

Esteban

Zitat von: benzi am 19.10.11, 23:04
.....

Mein Vorschlag ist daher: die Klasse über die Technik zu definieren: Daumenklasse!

Das gab es bei den Stringwalkern über viele Jahre hinweg, warum nicht bei den Reiterbogen auch.
Und wer sich mit der Technik nicht beschäftigen möchte muss halt in der BHR Klasse antreten.....

Grüße benzi


Und ab wieviel Teilnehmern willst du bei einer Veranstaltung die Klasse aufmachen ?
No captain can do very wrong, if he places his ship alongside that of the enemy ( Horatio Nelson, Battle of Abukir, 1798)

tecum-tha

Nicht jeder Reiterbogen wurde historisch mit Daumenring geschossen,deshalb macht es wenig Sinn die Klasse ueber die Releaseart zu definieren.
Es ist aber immerhin was anderes, wenn jemand einen kurzen Plainsbogen schiesst(also Reiterbogen), als einen laengeren Flachbogen aus einem Stueck ohne Sehnenbacking (Primitivbogen/Holzbogen)
Ich studiere dem Hernn G. seine Bogenformen nicht, deshalb lassen wir einfach die Laengenbegrenzung weg. Schon passt das.
Dann passt auch dein Japanstecken in die Klasse, oder die indischen Boegen von Koppedrayer... oder auch der moderne Glasyumi, wie auch immer er geschossen wird. Nur Verwendung als Speer ist nicht zugelassen....
Und ich denke die Primitivbogner moegen nicht gegen Glas/Carbon-Reflexboegen antreten....
Und mein Vergleichsmassstab waren immer die normalen Langbogenschuetzenergebnisse und nicht die Primitivbogner, denn mein Koreaner hat Glas und sonstige moderne "Schweinereien" eingebaut.

El Torrro

@Janitschar
Vielen Dank für die Ergebnisse.
Sehr interessant!
Gibbs Rule 9: "Never go anywhere without a knife."

mak

Zitat von: benzi am 19.10.11, 23:04

Mein Vorschlag ist daher: die Klasse über die Technik zu definieren: Daumenklasse!
.......
Und wer sich mit der Technik nicht beschäftigen möchte muss halt in der BHR Klasse antreten....



Das machen hier einige so,
die eigene Technik bzw das eigene Material als Norm festlegen
und alle andern sollen sehen wo sie bleiben...................

tecum-tha

Mit einer Beschraenkung auf Daumenrelease wird diese Klasse keine Chance haben, da wohl ueber 75% der RB-Besitzer und damit potenzielle Schuetzen in dieser Klasse mediterran loesen.
Die beiden Loesetechniken sind technisch exakt das Gegenteil,weshalb sie nicht einfach gewechselt werden kann. Mit mediterranem Release kann man praktische jeden Bogen schiessen und die Belastung der Finger verteilt sich besser als beim Daumenablass.
Und wenn ich benzi vor ein paar Jahren mit seinem TRH Tuerken hab rumspringen sehen, dann lag da auch kein Holz/Bambus auf der Sehne sondern Alu....

Netzwanze

Nein, Daumenrelease ist nicht Pflicht - er ist aber hier erlaubt; und zwar mit allen möglichen Daumenschutzformen/-materialien.

Warum ist, wenn Daumenrelease regeltechnisch eingebunden, nur ein Lederschutz erlaubt? Klar, die Angst vor einem mechanischen Release.
Daher Daumenrelease nur in einer Reiterbogenklasse erlauben (aber nicht vorschreiben), woanders nicht (ELB mit Daumenrelease ist auch nicht zeitgemäß).
Ein Daumenrelease ist nicht schlechter/besser als Mediterran. Er braucht eventuell nur mehr Übung und Erfahrung. Das eine reine Trainingsfrage und kann nicht auf die Bogenklasse geschoben werden. Wer wenig trainiert schießt nun man schlechter als die Spitzenschützen; da tut der Daumenrelease nichts zur Sache.

Wir wollen hier eventuelle Unterschiede zur Primitivklasse ausarbeiten.
Gehört der kurze Plainsbogen nicht sogar in die Primitivklasse? (Hier bitte nicht diskutieren, sondern eher im entsprechenden Thread)

Unsere Definitionen sollen doch ein Ausschlussverfahren bilden. Ist der Bogen eindeutig primitiv, bleibt er in der Primitivklasse. Ist er nicht primitiv genug (Laminat, Horn, Knochen, etc) wird eine andere, passendere Klasse gesucht. Ist er eindeutig ein RB, bleibt er dort. Wenn nicht, ist er halt ein Recurve (dort ist statisch/dynamisch keine Frage).

Wir sollten hier nicht versuchen, jeden irgendwie als RB zu definierenden Bogen, in die RB-Klasse zu quetschen (wie ja schon versucht wurde, den RB in die Primitivklasse zu drücken). Hat der Bogen nur im entferntesten etwas mit einem RB zu tun, ist aber eigentlich ein Recurve (Pfeilauflage, ergonomischer Griff, Shelf, ...) der als RB bezeichnet wird, so gehört er nicht zu den RBs.

Passt ein bestimmter RB von seiner Bauart wie auch sein Schussverhalten in die Primitivklasse, so ist er ein Primitivbogen und kein RB.


Netzwanze

Zitat von: tecum-tha am 20.10.11, 04:21
dann lag da auch kein Holz/Bambus auf der Sehne sondern Alu....

Diese Frage sollten wir auch klären.
Ich bin für freie Materialwahl.

Wer seinen Bogen mit modernen Materialien (Geschwindigkeit) "quälen" muss, schießt sowieso eher in einer anderen Klasse.
RB Schützen sind individualisten. Und wenn dann noch jemand einen "echten" RB schießt, wird nicht mit leichten Carbonis kommen.
Ich glaube, dass es bei den RB keine großen Unterschiede aufgrund der Pfeilwahl gibt.

Unterschiede zur Primitivklasse:
- freie Pfeilwahl?
- Daumenrelease erlaubt?
- Freie Materialwahl beim Daumenschutz?

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