KillDings

Begonnen von spelman, 10.06.11, 14:29

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spelman

10.06.11, 14:29 Last Edit: 10.06.11, 14:53 by spelman
So, frisch Neubrunn-getestet und für spannend befunden ... diiie KillDings-Wertuuung!

Entstanden ist sie aus der Idee, dass für ein jagdliches Schießen das Kill verpflichtend sein sollte und Körpertreffer das Wild quälen. Die Überlegung ist also, dass der Schütze so nah herangeht, dass er unbedingt das Kill trifft.  Wer aus dieser Entfernung einen Körpertreffer landet, hat sich überschätzt und wird durch Minuspunkte bestraft. Die Killzone wird nach intensiven Tests in Neubrunn um eine Zone erweitert, die ungefähr der Breite einer Jagdspitze entspricht, diese Zone gilt als neutrale Zone. Ein Vorbeischuss wird gegenüber einem Körpertreffer mit weniger Minuspunkten belegt, weil eben kein waidwund geschossenes Wild liegenbleibt.

Die Wertung richtet sich vorerst nur an traditionelle Schützen und ist noch nicht Compound-getestet. vorstellbar ist, dass für Compounder nur der Spot als Kill gilt. Ebenso gilt für alle Visierschützen nur der Spot.

Die Vorgeschichte dieser Wertung kann hier und hier nachgelesen werden.

LG, Jochen


In den nächsten Beiträgen werden die Regeln zusammengefasst

Ich hänge den aktuellen Schießzettel mal an... FBy
Anhang:
... und das gute Wetter ist immer links hinter dem Wind!

FBy

10.06.11, 14:37 #1 Last Edit: 10.06.11, 14:41 by FBy
Bitte diesen Beitrag nicht zumüllen... Danke !! Diskussionen können in den oben aufgeführten Threads weitergeführt werden.
Es werden nach und nach diverse Wertungssysteme in anderen Threads erläutert und im Regelbereich festge-"pinnt"
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie dann ihren Standpunkt.
Albert Einstein

spelman

Regeln:
Die Entfernungszonen
Um KillDings in eine turniertaugliche Wertung zu übersetzen, wird die Wahl der Entfernung auf drei Zonen beschränkt. Der Schütze kann bei jedem Ziel die Zone neu wählen. Allerdings darf er sich dabei nur in Richtung auf das Ziel bewegen (erst vorn gucken und dann zurückgehen gilt nicht).

- Die weiteste Entfernung soll Killhöhe in cm gleich Zielentfernung in m sein (Bsp.: 25cm Killhöhe = 25m größte Entfernung = Zone 3).
- Die mittlere Entfernung liegt um 20 % näher am Ziel (Bsp.: 25cm Killhöhe = 20 m mittlere Entfernung = Zone 2)
- Die nächste Entfernung liegt nochmal um 20 % näher am Ziel (Bsp.: 25cm Killhöhe = 15 m nächste Entfernung = Zone 1)
Die maximale Entfernung soll auch bei einem sehr großen Kill 27 m nicht überschreiten.
Für den Parcoursaufbau ist es nicht wichtig, ob die Entfernungen genau eingehalten werden, nur das Entfernungsverhältnis sollte möglichst beibehalten werden.

Die Punktwertung
Um die Entfernungszonen entsprechend zu werten, gibt es Faktoren:

  • Zone 1 Multiplikator 1

  • Zone 2 Multiplikator 1,5

  • Zone 3 Multiplikator 2




  • Kill + 20 Punkte

  • Neutrale Zone 0 Punkte

  • Körper/Wound - 20Punkte

  • Vorbei/Miss - 10 Punkte


  • Verzicht/Skip (natürlich unabhängig von der Zone) - 20 Punkte



Regeln:

  • Abschusszone nur soweit vom Pflock, dass er noch mit einem Körperteil erreicht werden könnte (also ca 1 m um den Pflock herum).
  • Angerissene Killlinie zählt.

  • Für Visierschützen gilt nur der Spot.

  • In der 2-Pfeil-Runde zählen beide Pfeile (Zielentfernung darf verkürzt werden).





Beispiele
Kill  x  Zone 2 ............. 30 Punkte
Wound  x Zone 3....... - 40 Punkte
Miss  x  Zone 1........... - 10 Punkte

Um bei KillDings eine möglichst hohe Punktzahl zu erzielen, wählst du die Entfernung, aus der du sicher bist, das Kill noch zu treffen.
Wer auf Nummer sicher geht, kriegt weniger Punkte als der, der sich selbst richtig einschätzen kann. Wer sich überschätzt, kriegt umso mehr Minuspunkte, je mehr er sich zutraut.
... und das gute Wetter ist immer links hinter dem Wind!

Warbeast

coole idee, wobei ich einen skip nicht so hart werten würde, gehört doch mehr dazu , zuzugeben das es einem zu schwer oder unwaidmännisch ist, als daneben zu schießen (höherer rist auf wound)

sons sehr gut
Club 48" - der Rest ist zu einfach

Bard

Skip kommt in der Praxis nicht vor - da danebenschiessen "billiger" ist. Man sucht sich vom vordersten Pflock ne weiche Stelle in Zielnähe und legt mit sanftem Sehnenzupfen seinen Pfeil dort ab. Hab ich aber noch nie gesehen, dass jemand partut gar nicht schiessen wollte. Die Ziele werden ja dafür in der Regel schon jagdlich sinnvoll shciessbar aufgebaut.


Mfg bard
Ich weiss, dass ich verarscht werde, aber manchmal wünsche ich mir dabei einfach etwas mehr Eleganz... 
Frank Markus Barwasser aka Erwin Pelzig

spelman

Kann ich Bard nur bestätigen. Skip kommt nahezu gar nicht vor, weil die Ziele schießbar gestellt sind (wenn ein Ziel nicht aus der nächsten Entfernungszone zu schießen ist, hat der Parcoursbauer sch...lecht gestellt).
Und nu denk dich mal in die Steinzeit - was hätte die Gattin damals gemacht, wenn sie mitgekriegt hätte, dass du auf eine Schußmöglichkeit (also auf das Abendessen der Familie) verzichtet hast??  :whistle:
(Bei Asterix hätte es geheißen "Ab in den See!!!", Steinzeitgattinnen waren wohl eher unbarmherziger)  :green:

LG, jochen
... und das gute Wetter ist immer links hinter dem Wind!

tecum-tha

Die Wertung ist nicht fuer Visierschuetzen gemacht. Die Schiessen ihre Ergebnisse mit dem 11er oder 12 Spot aus....
Die Wertung war aber auch nicht dazu gedacht, nur mit Pfloecken zu stecken. Die Zonen sollten schon mit Trassierband markiert sein und dieses mit einem Koerperteil beruehrt werden. Das macht Diskussionen um "illegale" Schussposition unmoeglich und gibt die "Schussachse" besser vor.
Auch die neutrale Zone hat bei einer Turnierwertung nix zu suchen, da sie nicht eindeutig zu identifizieren ist. Hier kann man eher die IBO Wertung nehmen, bei der der Pfeil die Linie beruehren muss. Das ist in 99.5% der Faelle eindeutig und es zaehlt dann die bessere Wertung.
Sollten am Ende zwei Leute punktgleich sein, dann sollten diese nochmals 5 Target schiessen, um den endgueltigen Sieger zu ermitteln.
Turnierregelungen muessen moeglichst einfach sein, der Auslegungsspielraum muss aber moeglichst gering sein.

dschin

29.12.11, 13:56 #7 Last Edit: 29.12.11, 14:00 by dschin
ich hab dieses monat in ungarn ein privates jagdturnier mit folgender wertung geschossen:

compound-kill: 15
kill: 12
leben: 10
körper:  -5
miss: 0

als recht einfach, ohne multiplizieren usw

distanzen: bis 30 m bei fixed targets(15), moving targets(5) bis 20 m, sehr jagdlich gestellt (treestand bis tarnzelt), tiere, die in der gegend wirklich vorkommen (hirsch, reh, wolf, schwein, hase, ente, fasan, rebhendl), wobei auf fasan und rebhendl mit vogelpfeile geschossen wurde (also 10 oder 0)

bögen: nur tradionell (m/o shelf), keine visiereinrichtungen

klasseneinteilung: holz/nicht holz pfeile, nur 6 pfeile durften mitgenommen werden

feldstecher erlaubt


sehr interessant das ganze, da tranierten einige für die lizenz als bogenjäger (5 kills bei 6 schüssen auf 25 m)

achja: pfeil ablegen= runde schnaps der gruppe nach dem turnier zahlen

spelman

Klingt interessant. Was ist denn in dieser Wertung mit Leben gemeint?
... und das gute Wetter ist immer links hinter dem Wind!

dschin

29.12.11, 15:51 #9 Last Edit: 29.12.11, 15:58 by dschin
gelb=compound-kill
rot=kill
blau=leben
schwarz=körper

am beispiel Rinehart3D stehender Bär


wildsau:

spelman

Zitat von: dschin am 29.12.11, 15:51
gelb=compound-kill
rot=kill
blau=leben
schwarz=körper

wäre in hiesiger Terminologie also:
rot=kill = Innenkill
blau=leben = Kill
:?:
... und das gute Wetter ist immer links hinter dem Wind!

dschin

ok solls sein

gelb wäre dann was???

spelman

Na, wie du sagst: Compound-Kill  :eek:
... und das gute Wetter ist immer links hinter dem Wind!

tecum-tha

Der Compoundkill macht jagdlich keinen Sinn, da ein Tier nicht toter als tot geschossen werden kann. Zudem war dieses "Turnier" rein jagdlich gestellt.
Die Idee beim killdings ist aber zusaetzlich die Selbsteinschaetzung einen toedlichen Schuss anbringen zu koennen zu schulen. Dies ist eine wichtige jagdliche Faehigkeit, die einem wenn es darauf ankommt, stark hilft.
Bei gegebenen Abschusspositionen hat man diesen Trainingeffekt nicht. Die "freie" Wahl der Position sorgt dafuer, dass das innere Auge den Schuss sozusagen schon gesehen hat und die Erfahrung aus dem Training gibt einem das noetige Selbstvertrauen zu Treffen. Zudem sorgen die Punktzahlen mit Multiplikator fuer Punktezahlen in 5er Schritten. Laesst sich extrem leicht rechnen.
Denn abseits der Praxis der "Schiesspruefungen" in manchen Laendern findet die Bogenjagd auf der Distanz statt, auf der der Jaeger schiessen will und sicher ist zu treffen.
25m ist eine untaugliche Jagddistanz, da bei fast allem ueber 18m die Reaktion des Wildes auf das Abschussgeraeusch einen spuerbaren Einfluss auf die Trefferlage hat.  80% der Abschuesse finden unter 15 yards statt.
Auf europaeisches Rehwild sind Schussdistanzen ueber 18m eher fraglich, da die Rehe einen wirklich kleinen Killbereich haben. 75 Prozent meiner Anschuesse finden unter 10m statt....

dschin

sorry, hab vergessesn zu erwähnen, dass der erste der gruppe (rotierend) bestimmen konnte aus welcher distanz geschossen werden soll. also ähnlich dem stompen

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