Ankerproblem auf Turnieren

Begonnen von Peter Squenz, 19.01.11, 02:05

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Peter Squenz

Tag,

würde mich mal interessieren, ob noch andere das gleiche Problem haben wie ich:

Auf Turnieren (nie im Training) passiert es mir sehr oft, dass ich (wohl aus Nervosität) viel zu kurz ziehe und Meilen entfernt von meinem Ankerpunkt ablasse. Insbesondere bei besonders nahen Zielen. Treffen tue ich dann zwar immer noch recht gut, aber eben mit einer einer völlig unzureichenden Technik (und wohl einigem an Glück).

Kennt jemand das Phänomen und wenn ja, was tut ihr dagegen?
Wessen Pferd zwei Höcker hat, der ist dumm wie die Steppe weit.

grubenreiner

mir gehts nicht ganz so schlimm aber ich hab ein ähnliches problem.
am besten schieße ich wenn ich im anker einen moment pausiere und dann mit ordentlich rückenspannung ins release ziehe.
Auf Turnier oder auch mit einigen Leuten aufm Parcours passierts mir aber wenn ich aufpasse dass ich sobald ich den Anker berühre ablaße, was meist dazu führt dass ich den Bogen verreisse. Treffen geht wie bei dir dann zwar immer noch einigermaßen aber eben nur einigermaßen.

Bei mir hilfts wirklich nur vor dem Schuß tief durchzuatmen und dran zu denken den Anker bzw. meine Form voll durch zu ziehen. Ist denke ich ne reine Konzentrationsfrage, die kann schon mal fhlen bei Gequatsche, Gefrotzel und Dummgelaber wies eben (glücklicherweise) mit mehreren immer entsteht.

Zum Thema Konzentration läuft grad noch n andrer Thread.

Vetimania

Scheibenpanik......kenne ich leider seit letztem Jahr in Elters....vorher hatte ich nie Probleme  :(
Hab vorher ziemlich gut geschossen...konstant immer besser, bis ich fast immer unter den 3-5 war.
Nachdem ich dann richtig gut war...sprich gewonnen, habe ich mich selbst leider zu sehr unter Druck gesetzt, vorher war's halt nur Spass  :??:
Hatte gleichzeitig kaum Zeit zum Training wegen beruflichem Stress.....dass konnte eigentlich nicht gut gehen...
Ich arbeite daran....Du bist nicht allein....
Bin gerade dabei den Spass wieder in den Vordergrund zu stellen und mal wieder in einen schönen 'Flow' über Parcours & Turnier zu schweben  :green:

Es gibt verschiedenste Techniken um das zu beseitigen, habe einiges gelesen ( habe mir vorher nie Gedanken über meine Technik gemacht...die war übereinstimmend von verschiedenen bestätigt seltsam... aber auch seltsam effektiv...habe eigentlich fast immer getroffen was ich wollte ...)
Zum Bsp. Einblicke ins Instiktive Bogenschissen von Jay Kidwell oder der befreite Schuss von Ekkehard Höhn
beides uneingeschränkt empfehlenswert...so langsam hilfts  ;)

Gruß & viel Glück
Daniel

Swissbow

Wie sieht's mit deinem Timing bezüglich Auszug und Hochnehmen des Bogens aus ? Kann es sein, dass dein Bogenarm schon auf das Ziel zeigt, während Du noch gar nicht voll ausgezogen hast ? Ich hatte mit diesem Problem auch schon zu kämpfen. Da ich instinktiv schiesse, hab ich den Pfeil losgelassen, sobald der Bogenarm auf das Ziel gezeigt hat. Da hat's irgendwo im Oberstübchen laut geschrien 'schiess, schiess' obwohl ich noch nicht voll ausgezogen hatte und die Zughand hat gehorcht.
Ich konnte es durch verändern vom Timing beheben, indem ich den Bogen etwas langsamer hochnehme. So hat die Zughand etwas mehr Zeit um in den Vollauszug zu gehen und danach hat's wieder geklappt. Es braucht natürlich etwas Zeit, bis sich der neue Ablauf eingespielt hat, aber seither hab ich keine derartigen Probleme mehr.

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Andy

thomas of hookton

Stichwort Timing ist nicht schlecht. Könnte es vielleicht auch sein, daß du zu schnell ausziehst?
Release- und Ankerprobleme lösen sich bei mir fast von selbst, wenn ich langsam und gleichmäßig ausziehe.

MfG
Hermann

Dustybaer

bei mir hat ein klicker das problem geloest.

so einer:
http://www.3riversarchery.com/product.asp?i=7099

2-3 monate damit trainiert und die kontrolle ueber meinen schuss dauerhaft zurueck bekommen.  :green:
ich will mit freunden spass haben, denn sie wissen warum neubrunn eine woche dauert, das turnier aber nur einen tag

Phoenix

Mein Trainer hat mich mit geschlossenen Augen schießen lassen.  Hat auch funktioniert.

wolf

Zitat von: Dustybaer am 19.01.11, 13:22
bei mir hat ein klicker das problem geloest.

so einer:
http://www.3riversarchery.com/product.asp?i=7099

2-3 monate damit trainiert und die kontrolle ueber meinen schuss dauerhaft zurueck bekommen.  :green:


hallo, wie funktioniert das ding?  danke

grubenreiner

das teil wird an den oberen wurfarm geklebt, die schnur auf die auszugslänge angepaßt an die sehne geknüpft. wenn du deinen vollauszug erreicht hast macht es *klick*, solltest du wieder nachlassen bevor du zum relaese übergehst macht es wieder *klick*.

wolf

Zitat von: grubenreiner am 19.01.11, 14:18
das teil wird an den oberen wurfarm geklebt, die schnur auf die auszugslänge angepaßt an die sehne geknüpft. wenn du deinen vollauszug erreicht hast macht es *klick*, solltest du wieder nachlassen bevor du zum relaese übergehst macht es wieder *klick*.


oh cool, danke

cloudfairy

ihr werdet vielleicht lachen, aber ich ich sag mir manchmal innerlich vor "ankern, renate, ankern."
und so zwing ich mich zu konzentrieren und komm wieder zum ankern wie im training.

just my two cents.

spelman

... da würd ich allenfalls drüber lachen wenn du gar nicht Renate heißt.  :green:
(irgendwie hat wohl jeder was, woran er sich gern vor dem Ablass erinnert...)
... und das gute Wetter ist immer links hinter dem Wind!

Dustybaer

einen aehnlichen gedanken hatte ich auch beim lesen.  ich hatte mir gerade vorgestellt wie peter squenz am pflock steht und murmelt "anker renate, anker".  die blicke seiner mitschuetzen waeren mit gold nicht aufzuwiegen  :green:
ich will mit freunden spass haben, denn sie wissen warum neubrunn eine woche dauert, das turnier aber nur einen tag

Martin Dabidabidu

man könnte auch "ankern, Beate, ankern" versuchen ... :whistle:  :evil:

duckundwech

spelman

Aber so heißt Peter doch auch nicht...  :red:
... und das gute Wetter ist immer links hinter dem Wind!

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