Wie greift Ihr euren Langbogen?

Begonnen von Conyne, 28.05.07, 17:52

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Conyne

Ich lese grad das Buch "Instinktives Schiessen II" von G.Fred Asbell. Auf Seite 116 schreibt er, dass man den Langbogen sehr fest greifen soll. Er unterstreicht es dann nochmal mit dem Spruch"Quetsch ihm den Saft heraus".
Er schreibt tatsächlich, dass beim Langbogen Feingefühl fehl am Platze ist.  :weird:

Alles bisherige was ich bisher zum Halten des LBs gehört habe, ist, dass man ihn locker halten soll. Und so mache ich das auch.

Gibt es jemanden, der seinen LB den Saft heraus quetscht?
Wie haltet Ihr Eure Langbögen?

Gruss 

Alex

Karl-Heinz

Auf keinen Fall abwürgen schön locker.

Gruß

K-H

Bard

Jesus oder Allah - das ist auch ne Glaubensfrage - machs so wie du besser zurechtkommst. Der ganz lockere Griff wie beim Recurve funktioniert wahrscheinlich nur bei nem sehr stark ausgeformten Griffstück aber, wenn du mit ner lcokeren Handhaltung besser klarkommst als mit  ner sehr festen, dann machs so. Asbell hat nämlich auch mal geschrieben, dass er vom Langbogenschießen nicht so viel versteht wie vom Recurve.Was immer für dich  funktioniert ist(für dich ) besser.


MfG Bard
Ich weiss, dass ich verarscht werde, aber manchmal wünsche ich mir dabei einfach etwas mehr Eleganz... 
Frank Markus Barwasser aka Erwin Pelzig

Bernhard Langbogen

Je höher die Zugkraft desto stärtker muß man zupacken.
Bei 60 lbs halte auch ich meinen ELB recht locker, aber ab 90 aufwärts mußt du
einfach fest zupacken.

lg
Bernhard

Karly

Also am effizientesten ist es wenn ich Ihn mt beiden Händen an einem dünnen Ende hebe und schwinge....

kommt immer auf den Griff an...je ausgeprägter der Griff ist... desto leichter kann man den Bogen heben...
Was 99% der sogenannten Tierschützer betreiben ist einfach nur das ausleben einer unbehandelten Geisteskrankheit!

Conyne

Die Methode die Dietmar Vorderegger beschreibt,  dass die Bogenhand den Griff nur leicht umschließt funktionierte bisher immer gut bei mir.
Ich habe es aber auch einige Male versucht den Bogen fest zu halten. Das ging meistens schief. Mag sein, dass dies bei stärkeren Bögen anders ist.
Fred Asbell schreibt u.a. auch davon, dass man den Handschock wesentlich veringern kann, wenn man den Bogen fest im Griff hat.
Er lehrt aber auch, den Bogenarm beim Langbogen leicht zu beugen.  Das kommt mir doch etwas seltsam vor.

Ich bleibe lieber erstmal bei der "lockeren" Griff mit gestrecktem Arm.
Aber ich finde die Unterschiede in der Hand- und Armhaltung schon interessant.

Gruss

Alex



arnold

Hi, ich quetsche den Saft aus dem Griff raus.   Habe ich schon vorher bei meiner Mamba und ein bisschen weniger beim Black Douglas gemacht.  Ausserdem schieße ich mit angewinckeltem Arm
Ich glaube ich komme damit gut klar
Ich stehe mit beiden Beinen am Boden und schieße durch die Grasnarbe
http://www.traditionell-3dmaster.de/

FloFlo

Das ist jawohl auch von handshock abhängig.

Bei meinem Langbogen muss ich ordentlich zupacken; einen Stegmeyer kann ich locker halten.

Doc Blues

Zitat von: FloFlo am 29.05.07, 13:37
Das ist jawohl auch von handshock abhängig.
Bei meinem Langbogen muss ich ordentlich zupacken; einen Stegmeyer kann ich locker halten.


...das kann ich bestätigen, meinen "Little Hawk" habe ich immer fest angepackt,
bei meinem Stegmeyer schlüpfe ich förmlich in den Griff und fühle mich wohl.

Negley

Ich würde eher zu einem leichten Griff und angewinkelten Arm raten. Ausschlaggebend ist natürlich auch der Tiller - wo soll der Druckpunkt der Bogenhand liegen beim jeweiligen Modell - ein LB mit Locatorgriff, und das sind heute viele müßte z.B. an der tiefsten(oben) Griffstelle den Druck bekommen. ELBs und Ähnlich getillerte werden eher mit dem Handballen gedrückt.....der Handschock wird jedenfalls durch einen festen Griff nicht weniger, da helfen eher FF-Sehne und schwerere Pfeile.

Locksley

Ich halte meine Langbögen relativ fest und knicke den Bogenarm leicht ein und komme damit gut zurecht. Relativ heißt, daß ich im Vollauszug das Griffstück ganz umfasse und mit hohem Druck des Handballens arbeite. Bei Böpgen im D-Profil ist das allerdings ausgeprägter der Fall als bei einem Flachbogen.
Lieber krumme Eibe, als grades Glas.

bambus

möglichst leicht halten

Zw. Daumen und Hand etwas fester halten und dann nur noch mit den Fingerspitzen fixieren

Wenn ich fest greife, geht der Schuß mit hoher Warscheinlichkeit daneben.

Bogen: Selfbows mit teilweise angedeuteter Griffmulde und eher stärkerem Griff im Bereich des Handballens.
"Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben." George Bernard Shaw

AST

Ich halte meine Bögen auch ganz locker. Daumen und Zeigefinger sind dabei am wichtigsten :-p

Wenn ich zu fest zupacke, verreisse ich mit der Bogenhand viel zu oft und außerdem merke ich dann persönlich am meisten von der Restenergie, die durch das Holz schwingt :tu:

Negley

Ich hörte voriges Jahr in  USA von einem der mit John Schulz darüber gesprochen hatte, man solle den LB-Griff mit Kleinen- und Ringfinger mäßig fest halten und mit Mittel-u. Zeigefinger lose halten. Der Daumen spielt eigentlich keine Rolle. Das gilt allerdings für gerade bzw. "slightly dished" Griffe.

Wie schon oben gesagt: verschiedene Griffe, verschiedener Tiller geben die Griffhandhaltung vor.

Lustiges Detail am Rande: In Musashis "Buch der fünf Ringe" las ich exakt diese Haltung bzgl. richtiger Griff am Schwertgriff...

Conyne

ZitatLustiges Detail am Rande: In Musashis "Buch der fünf Ringe" las ich exakt diese Haltung bzgl. richtiger Griff am Schwertgriff...


So kenne ich das aus dem Training mit dem Bokken, das Übungsschwert der Samurai - immer schön locker führen. Wenn ich beim Schwert zu fest zugreife ist es auch mehr ein Herumgeeiere.  Genauso verkantet sich der Bogen, wenn ich ihn zu fest halte.
Der Vergleich gefällt mir :-)

Aber schwerere Bögen und schwerere  Schwerter hält man eben auch anders ...

Danke und Gruß

Alex




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