zuggewicht,auszuglänge und was mensch sonst noch alles "falsch" machen kann

Begonnen von shantam, 05.05.07, 04:33

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shantam

hi leute,
es ist wieder passiert,ich war auf einem turnier und durfte hautnah mitbekommen wie menschen sich verenken müssen um ihre bögen zu ankern.
irgendwo,haupsache geankert.
dabei verenke sie sich so sehr das es in der selle wehtut.
sehr oft verzichten sie darauf ihre bögen in den vollauszug zu bringen,weil die bögen zu stark sind.
da wird dann der ellbogen munter in die luft genommen um das auszugleichen.
ich steh dann immer daneben und denke,
"sagste jetzt was......mitten im turnier......nimmt er/sie dir vieleicht krumm......hat lange gespart für den bogen und
jetzt soll er falsch sein........bringt ihn/sie aus dem konzept für den rest des turniers........"
am liebsten tät ich dann immer zum auto laufen den passenden bogen rauskrammen und ihn übereichen und sagen
"nimm den,der passt".

meine maxime ist immer,lieber 5 pfund weniger,dafür aber immer im vollauszug.
das bringt den schnelleren und konstanteren pfeilflug.

nun meine frage.
habt ihr ähnliches festgestellt?
wenn ja,wie geht ihr damit um?
wenn nein,bilde ich mir das nur ein?
erzählt mal bitte
shantam

Bard

Wenn mir am Schießstil eines Mitschützen was komisch vorkommt  frag ich ihn(nach dem Schuß, nicht nach dem Turnier) warum er dies oder jenes so macht. Wenns jetzt ganz grundliegende Sachen sind würd ich schon warten, bis nach dem Turnier um den Schützen nicht drauszubringen, aber wenn jemand grade mit dem neuen etwas stärkeren Bogen kommt und die Technik unter dem Zuggewicht leidet würd ich den Schützen freundlich und möglichst wenig Schulmeisterhaft drauf hinweisen. Manchmal sinds Details, die einem auffallen, die den anderen aber gar nicht stören und dann isses wohl auch besser das nach dem Schießen anzusprechen (Ich denk da an einen Bekannten, der rechte Federn mit Linksdrall aufgeklebt hat und mich in Grund und Boden geschossen hat damit)


MfG Bard
Ich weiss, dass ich verarscht werde, aber manchmal wünsche ich mir dabei einfach etwas mehr Eleganz... 
Frank Markus Barwasser aka Erwin Pelzig

W.Munny

Zunächst schaue ich mir das Trefferergebnis an. Wenn der Bursche nur 20er schießt würde ich eher mal mit seinem Stil versuchen  :whistle:

Ansonsten frage ich zwischen den Stationen mal freundlich nach, ob Hinweise oder Tipps überhaupt gewünscht sind. Wenn ja, schlage ich vor, mal dies oder jenes auszuprobieren.
LG und alle ins Blatt!<br />W.Munny

Rob

Fehler sieht man viele und häufig, gerade auf Turnieren.
Aber ich sag da selten was, muß schon sehr krass sein.
Viele haben überhaupt keinen Ankerpunkt, sind zu weit vom Gesicht weg, der Arm ist meistens zu hoch, die Bogenhand zittert. Allerdings hab ich auch schon dein ein oder anderen "Schlamper" gesehen der dennoch trifft.

Brucky

Zitat von: Bard am 05.05.07, 07:43
...... und dann isses wohl auch besser das nach dem Schießen anzusprechen (Ich denk da an einen Bekannten, der rechte Federn mit Linksdrall aufgeklebt hat und mich in Grund und Boden geschossen hat damit)


Aua, ich hoffe Dir geht´s schon wieder besser :hide:

Im Ernst, wenn der Betroffene gut mit seinem unsauberen  Stil trifft halte ich den Rand, bzw.
ich frage auch erst nach ob mein Rat gewünscht sind (bis jetzt waren die Leute recht froh darüber)
und dann sage ich was mir aufgefallen ist und gebe die entsprechenden Tip´s
Allerdings nie am Plock, ausser bei unmittelbarer Gefahr - beschädigter Pfeil der sich beim Abschuß zerlegen könnte, wenn der Wurfarm beim Abschuß an einen Ast schlagen würde ö.ä 

Ich war am Anfang ja auch froh drüber, wenn ich auf meine Fehler aufmerksam gemacht wurde



Damion

Ich sage bei Fremden meistens nichts, weder während noch nach dem Turnier / Schuß.

1. Ich sehe mich nicht als Lehrer.
2. Mache ich selber genügend Fehler.

Ich reagiere nur, wenn ein Mitschütze wirklich unzufrieden mit seinen Ergebnissen und unglücklich ist, weil er nicht weiß woran es liegen könnte.
Damit meine ich nicht dieses aufgesetzte Getue, das man oft sieht.
In diesem Fall beschränke ich mich aber auf Hinweise. "Trainerstunden" gehören nicht in den laufenden Bewerb.
Wenn ich mit guten Bekannten / Freunden unterwegs bin sieht's natürlich ganz anders aus.... :-p :green: :green: :whistle:

AST

Mein Stil ist viel zu schlecht, um anderen Ratschläge zu erteilen :-p

Wenn ich gefragt werde, dann sage ich was, ansonsten beschränke ich mich darauf mir meine Fehler deutlich zu machen und sie langsam zu verbessern 8). Man sollte sich solche Sachen eigentlich für das Training aufheben, wo man gezielt an der Beseitigung von Fehlern arbeiten kann - auf einem Turnier ist der falsche Platz dafür, denke ich.

comix

denke auch, während des Turniers ist's eher schlecht mit gut gementen Ratschlägen aus dem nichts zu kommen... vielleicht am Dopingstand und auch nur, wenn der Entsprechende signalisiert, dass er unzufrieden ist oder erst seit kurzem schiesst...  Anfänger sind immer froh über Tips... aber direkt vor dem Tier irritiert das schon a bisserl... und am besten nicht vor der Gruppe sondern eher im Einzelgespräch...

Steinmann

Bin auch eher einer der vor seiner Tür noch genügend zu kehren hat. Bei Vereinsmitgliedern oder Anfängern weise ich auf die Basics hin, aber ein tiefergehendes Stiltraining bzw. eine Stildiagnose maße ich mir nicht an. Habe ja selber einen eher unüblichen Schießstil :whistle:
Durch eine Minute Ärger gehen sechzig wertvolle Sekunden Freude im Leben verloren.

Donizetti

Och ich erinnere mich an Hammelburg ....   :(
.... da wusste ich nicht mehr aus und ein und hatte keinen Stil! Zu solchen Zeitpunkten ist mir JEDE
Hilfe recht. Ich weiß bis heute nicht wie ich dort 300 Punkte gemacht habe.   :cry:

es ist selten, und eigentlich erst nach eniem Zeichen von unzufriedenheit mit sich,
dann sage was mir auffällt . Mir ist es egal ob bekannt der fremd.
Außer derjenige schießt gut. Es ist eh eher eine Unterhaltung als ein Tipp,
nach dem Motto, dann schießt Du besser.

shantam

dann wende dich in NB doch an mich mir ist da so einiges aufgefallen.
hätts ja auch fragen können btw.
dann hätt ich dich schon auf den rechten weg gebracht.
also überlegs dir Donizetti
shantam

Wolfram

Ich empfinde es als sehr problematisch, um nicht zu sagen saudumm, wenn andere Ihren angelernten oder bestenfalls für Sie richtigen Schießstil verallgemeinern, dogmatisieren und mit der schweigenden Mehrheit oder irgend einer Lehrmeinung drohen. Und wenn man dann trotzdem trifft, war´s natürlich nur Zufall.

Ich stelle mir dann immer vor, wie die den Ishi missionieren würden.

Nehmen wir mal das Dogma, man müßte ankern. Muß man wirklich ankern? Nein! Ich zum Beispiel muß nicht ankern! Und mein zweiter Sohn auch nicht. Vielleicht bei Visierbögen, aber nicht bei Blankbögen und instinktiv.

Vielleicht liegt es auch unter anderem daran, dass wir Brille tragen und 32 Zoll ausziehen und nicht immer unsere Brille nahe des Ziels suchen wollen.

Und wenn ich manchmal sehe, wie Leute ihren eigentlich vorhandenen Auszug einschränken, nur damit sie am Kinn anken können...

Für mich ist das wichtigste ein natürlicher harmonischer Auszug, ohne sich zusammenzufalten oder zu verkrampfen. Der Rest hat sich unterzuordnen. Dagegen stehen zu starke Bögen, zu kurze Pfeile, stackende Bögen oder zu untrainierte Menschen. Da  hat Shantam recht. Und Stile gibt es viele auf der Welt.

Gruß Wolfram
Geschdern noch gsund un munner und hit schmeckts scho widder.

shantam

ich rede nicht von dogmen.
sondern es sind die verzweifelten blicke der schützen die einfach nicht wissen woran es liegt.
im gegensatz zu dir wolfram.,denke ich ein konstanter anker ist enorm wichtig.
vieleicht das wichtigste überhaupt.
den nur dann kann das hirn die daten verarbeiten die du ihm zu verfügung stellst.
dies gilt besonders für die angepeilte höhe.
wenn der ellbogen mal auf 10 und dann beim nächsten pfeil bie 11 uhr steht.
das kinn mal vorgestreckt dann wieder kopf nach hinten.
jedesmal wird der pfeil anders fliegen.
UND mensch wird nicht lernen,weil ursache und wirkung im dunklen bleiben.
klar soll jeder schiessen wie er will und gut.

wenn aber da schulterzucken überwiegt kann mensch auch um rat fragen.

denn immer dran denken
"die einzige blöde frage,ist die nie gestellte"

shantam

Pochifiore

Ich zähle mich ja auch noch zu den Anfängern (auch wenn ich gestern auf dem Turnier zweite geworden wäre :jump: ), und kann daher durchaus was von der anderen Seite aus sagen:

Ich persönlich bin froh drum, wenn jemand unaufdringlich fragt, ob er mal was sagen darf und mir dann den einen oder anderen Tip gibt.
Dann allerdings wirklich nicht am Pflock, sondern danach. Und bitte auch nicht die ganze Zeit! (aber das sollte man ja merken, oder?)
Ob man den Tip dann annehmen und umsetzen möchte, steht natürlich wieder auf einem anderen Blatt, aber an den meisten Tips ist schon zumindest ein bisschen was dran.

Wolfram

Django ankerte mit seinem Colt auch nicht.

...Heh Django, Du musst darauf achten, wenn Du gezogen hast, dass Du die Hand mit dem Colt nicht zu hoch nimmst, der muss genau auf der Höhe deines Bauchnabels sein. Und der Unterarm muss genau an der Hosennaht anliegen. Spreiz doch einfach den Daumen ab und ankere damit am Gürtel. Alle machen das so und deshalb musst Du das auch tun, ist schließlich Lehrmeinung.

Heh Django was soll das??? Neeeiiiin..

Ein guter Schuss zur rechten Zeit schafft Ruhe und Gemütlichkeit.  :green:

Gruß Wolfram

Geschdern noch gsund un munner und hit schmeckts scho widder.

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