Haltung

Begonnen von De Harlekijn, 19.04.07, 13:32

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Karl-Heinz

Sorry ist lesen auch nicht Deine stärke?

Martin Dabidabidu

Hooo Karl-Heinz, kann dich ja verstehen aber bitte bitte ruhig bleiben. Das Thema ist wichtig für mich da ich ja auch am suchen des eigenen Stils bin.

Also zurück zumurecht Thema Haltung

Habe gestern endlich den für mich richtigen Schritt gemacht und den geliehenen Recurve in die Ecke geschmissen und mir einen billigen Langbogen für den Übergang (bekomme ja im Sommer einen gebaut) gekauft.

Kam mit dem Griff vom Recurve und der Pfeilauflage auf Dauer nicht zurecht. Das gebe ich noch in dem anderen Thema ein.

Mit dem Langbogen komme ich viel besser zurecht auch was die Haltung betrifft. Ist jetzt natürlich eine Umstellung und was mir schon nach kurzer Zeit aufgefallen ist, das ich das Kanten des Bogens neu "einstellen" muß. Bin wohl mit dem Recurve auf Dauer immer "grader" geworden. Wobei doch laut den Lehrbüchern gerade auch der Recurve gekanntet werden soll, oder?

Bin jetzt etwas verwirrt.

Gruß Martin

Karl-Heinz

Martin mein Tip; stell Dich so na an die Scheibe das Du nicht vorbeischießt, dann eine Stellung aussuchen die DIR passt. Den Bogen würd ich auf ca.1 Uhr stellen und versuchen den Ablass so hinzubekommen wie Merdman2. Dabei sehen das Du schön in T stehst und den Kopf natürlich auch, wie en Bogen auf 1 Uhr bringst. Die leicht an "In die Hose geschissen" Stellung hilft meist um eine gute Haltung zu entwickeln.
Das ganze so lange üben bis der Ablass richtig und gleichförmig sitzt, dann kannste Dich mit treffen beschäftigen.
Das hilft leider nicht beim Bootfahren, Motoradfahren oder beim in der Nase popel, aber darum geht es ja nicht, oder?
Ausserdem schau mal in Kriftel bei Markus vorbei, der ist ein netter und hilft Dir bestimmt weiter, aber gut schießen kommt vom üben nicht vom reden oder philosophieren.

Gruß

K-H

Martin Dabidabidu

ZitatMartin mein Tip; stell Dich so na an die Scheibe das Du nicht vorbeischießt


Ok, dann steh ich bei ca. 18 m  :D :D soweit bin ich schon das ich da nicht die Scheibenauflage 1 x 1m verfehle.

Aber klar, um sich ganz auf Haltung/Anker u. Handhaltung zu konzentrieren gehe ich näher ran.

Fühlt sich gut an wieder richtig blank zu schiessen.

Das mit dem schräghalten des Bogens hat mich halt etwas irritiert, das ich durch den Griff des Recurve evt. automatisch gerader gehalten habe? Auf den Bildern von Willi sieht es aus als hält er sehr gerade u. ihr sagt alle er hat eine gute Haltung? Oder habe ich was übersehen?

In Kriftel war ich schon ein paar Mal, hat immer Spaß gemacht, auch wenn ich beim ersten Mal mit ca. 5 kg Schlamm an den Schuhen nach Hause bin.  :eek: :eek: :eek:

Werde morgen auch wieder hinfahren, vielleicht treffe ich ja dann mal den Markus?

ChristophR

ZitatAuf den Bildern von Willi sieht es aus als hält er sehr gerade u. ihr sagt alle er hat eine gute Haltung?

Es giebt auch hier kein Patentrezept, der eine hält den Bogen gerade der andere kantet ihn , hauptsache ist der "Rest" des Schützen ist in der selben Linie wie der Bogen.  Teilweise verlang die Schusssituation es eben den Bogen auch mal extrem zu kanten oder ihn fast waagrecht zu halten. Das einzige Rezept das ich parat habe ist üben , üben und nochmals üben , dabei so gut wie möglich seine Fehler erkennen und sie abzustellen (ich weis das ist leichter gesagt als getan).

Gruss CH

Karl-Heinz

ZitatEs giebt auch hier kein Patentrezept, der eine hält den Bogen gerade der andere kantet ihn , hauptsache ist der "Rest" des Schützen ist in der selben Linie wie der Bogen.


Ich habe mal einen gesehen der nicht nachhält, die Bogenhand drückt, fast immer anders steht und mit fliegendem Anker schießt; dabei noch den Bogen in der Aufwärtsbewegung auszieht.
Von 150 möglichen Punkten hat er 148 geschossen auf Distanzen zwischen 8 und 28 m.

Gruß

K-H

longdedl

21.04.07, 18:31 #21 Last Edit: 23.04.07, 12:40 by longdedl
Hallo Karl Heinz

nun verstehe ich Deine Beiträge nicht mehr, soll Dein letzter Beitrag bedeuten das die vorhergehenden ihre Bedeutungung verloren haben?

Hi De Harlekijn

zum Thema Instinktives Schießen und der damit verbundenen Körperhaltung gibt es im Web einen bebilderten (Haltungsbilder) Artikel von R.Blacky Schwarz.

WEnn ein erfahrener Bogenschütze keine Hilfe geben kann (?) liegt es vielleicht daran das hinter der Oberfläche der sichtbaren Haltung Verhaltensmuster aufscheinen die um es neutral zu sagen auf den Übungsplatz mitgebracht werden z.b. berufl. Probleme etc.
Nicht jeder kann immer und zu jeder Zeit "abschalten oder umschalten", oder der Wille Ziele zu erreichen drückt sich in der überhöhten 'Anspannung der Haltung aus.

Die guten Bogenschützen (oben wurde von kontinuierlichen 450 Punkten und mehr geschrieben) sind wohl in der Lage bei richtiger und individueller Körperhaltung das Maß an Spannung aufzubauen das notwendig ist das fokusierte Ziel zu treffen.

Longdedl

Karl-Heinz

ZitatNicht jeder kann immer und zu jeder Zeit "abschalten oder umschalten"


schade auch

K-H

bambus

21.04.07, 20:09 #23 Last Edit: 21.04.07, 20:23 by bambus
Manchmal ist es doch überraschend, wie wenig die Posts gelesen werden, bevor man der Meinung ist, aus dem Bauch heraus antworten zu müssen...

@Longdedl, ein anderes Beispiel für das von dir weiter oben beschriebene "Trockenüben" ist das Klettern. Manche Stellen habe ich (als Jugendlicher) im Kopf (in der Phantasie) tagelang durchgeklettert und geübt, bevor ich mich wieder an den Fels getraut habe -- wenn ich mir dann mental der Sache gewiss war.
Ok, damals sind wir noch mit schweren Bergstiefeln sportlich geklettert..., mit dem heutigen Sportkletternm ist das wohl nicht zu vergleichen (NCW, da kannst du was beitragen?).

Zum Bogenschießen: ich schieße immer mal wieder "im Kopf", wenn ich nicht zum Üben komme, nur um mir das Gefühl und den Ablauf wieder zu vergegenwärtigen. Da ich mit "Luftanker" (und manchmal "Bart-Anker"  :D) schieße, muß mir das Gefühl sagen, wann der Schuß gut werden kann.

...

@Harlekin, du "beklagst" weiter oben, das du bei den "Nicht-Fitanern" keine Lehrbuchmäßig korrekte HAltung (durchgehend) findest. Es gibt zumindest eine Referenz, auch wenn sich längst nicht alle dran halten  :green:, nämlich den Vorderegger. Er hat 2 Bücher zum traditionellen Bogenschießen geschrieben in denen er eine konstante und saubere Haltung beschreibt. Soweit zur Theorie...

Um zu lernen empfehle ich dir, auf Turniere zu gehen und zu versuchen, bei sehr guten Schützen in der Gruppe mitzuschießen. Und dann versuche herauszufinden, ob das was du da siehst, dir liegt und zu dir passt. Und dann verfeinern, immer wieder mit anderen, guten Schützen schießen und deren Kommentare verarbeiten.

Achtung: das ist nur ein Weg, es gibt deren viele  :green: . Ob deine zum Schluß gefundene Schießhaltung irgendwie "richtig" ist spielt keine Rolle, solange du davon keine Schäden davonträgst und du mit dem Ergebnis und dir einverstanden bist.
"Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben." George Bernard Shaw

Martin Dabidabidu

Zitat von: bambus am 21.04.07, 20:09
Zum Bogenschießen: ich schieße immer mal wieder "im Kopf", wenn ich nicht zum Üben komme, nur um mir das Gefühl und den Ablauf wieder zu vergegenwärtigen. Da ich mit "Luftanker" (und manchmal "Bart-Anker"  :D) schieße, muß mir das Gefühl sagen, wann der Schuß gut werden kann.


Heißt das du legst die Hand/Sehen nicht an dein Gesicht an?

Mache das wohl, da ich Brillenträger bin seit frühester Kindheit bin, scheinbar schon immer so. Als Kind/Jugendlicher macht man sich darüber gar keine Gedanken.

Habe heute, DAAANKE K-H, zum ersten mal auf die leere Zielauflage geschossen. Habe zwar darüber immer wieder was gelesen aber die Vorstellung ohne Ziel auf so ein großes schwarzes "Loch" zu schiessen hat mich nicht gereizt. Gut, vielleicht war ich einfach noch nicht "bereit" und K-H hat nur den letzten Kick gegeben, egal es war eine Offenbarung!!

Kann ich nun aus eigener Erfahrung jedem Anfänger empfehlen. Wobei die Gegebenheiten schon stimmen müssen. Habe wie schon erwähnt ein 1 x 1 m Auflage mit Fangnetzt dahinter und bin kein blutiger Anfänger. Habe als Kind u. Jugendlicher viel geschossen. Deswegen hatte ich auch kein Problem aus 10 m mich ganz auf den Schussaufbau u. Ablass zu konzentrieren ohne Angst zu haben die "Scheibe" zu verfehlen. Nach ca. 40/50 Schuss bin ich dann auf ca. 20 m gegangen ohne Probleme. Der ganze Druck unbedingt die Zehn zu treffen war weg und die Gruppierung war teilweise super.

Und was ich mir bis dahin überhaupt nicht vorstellen konnte, es hat Spaß gemacht!

Gruß u. Danke Martin

indiaman

ZitatSchauen wir uns das Wort Besserwissen an. Hier haben wir 2 Wortteile BESSER und WISSEN.

Glaub mir da ist keine Gefahr für Dich.


Ich persönlich fände es gut, wenn persönliche Geschichten nicht auf diese Weise "geklärt" würden.
Egal, wieviel da vorher schon gelaufen ist - davon hat niemand etwas.

"Free Archers" - da gehört für mich auch die Freiheit der Meinungsäußerung dazu, ohne gleich persönlich angegriffen zu werden.

Üben wir uns in Toleranz.

Gruß,
Indie

bambus

@India, Danke

@Martin, wie gesagt, ich habe keinen definierten Ankerpunkt. Den einzigen "Ankerpunkt" habe ich im Rücken, wenn ich merke, das ich voll im Auszug bin.  Ich halte den Bogen ziemlich flach , zw. 45° und >60° aus der Senkrechten, und habe mich nie an einen definierten Ankerpunkt gewöhnen können. Ich habs einige Male versucht. Einem Ankerpunkt am nächsten war, wenn ich die Federn im Bart fühlte. Da aber die Bogenhaltung variirt und ich ein fauler Hund bin und mich sehr unregelmäßig rasiere, hat das auch wenig von einem konstanten Ankerpunkt.
"Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben." George Bernard Shaw

Martin Dabidabidu

22.04.07, 00:04 #27 Last Edit: 22.04.07, 00:09 by Pochifiore
Zitat von: indiaman am 21.04.07, 23:12
Üben wir uns in Toleranz.

Gruß,
Indie


Ist aus diesem Grund nicht FA entstanden?

@bambus, rasiermäsig gleichen wir uns da mal, lästige Geschichte das, woher nimmst du deinen "Forumsnamen" wär ja eigentlich meiner  :D sorry OT

edit by Pochi: Zitat repariert

Steinmann

ich wollte zu diesem Thema eigentlich  eine IM verschicken und es nicht öffentlich machen. Da aber es jetzt schon angesprochen wurde, noch meine Bitte als Nachschlag.

Ihr müßt Euch nicht mögen, aber den nötigen Respekt gegenüber dem anderen und dessen Meinung solltest Ihr schon aufbringen. Und nicht hinter jedem Beitrag einer " ungeliebten " Person Profilierungssucht, Bösartigkeit oder Besserwisserei vermuten. Das Mindestmaß an Toleranz hilft hier vielleicht weiter. Und jeder hat ein Recht auf seine, vielleicht auch falsche, Meinung.

Durch eine Minute Ärger gehen sechzig wertvolle Sekunden Freude im Leben verloren.

merdman2

Zitat von: Martin Dabidabidu am 21.04.07, 16:06

In Kriftel war ich schon ein paar Mal, hat immer Spaß gemacht, auch wenn ich beim ersten Mal mit ca. 5 kg Schlamm an den Schuhen nach Hause bin.  :eek: :eek: :eek:

Werde morgen auch wieder hinfahren, vielleicht treffe ich ja dann mal den Markus?


Must du mir sagen! Ich war gestern! Auch wenn meine Trefferquote bei mir grade sehr leidet. Ich bin grade dabei herauszufinden warum und achte dann aber teilweise auf zu vieles gleichzeitig und dadurch wirds auch nicht besser.

Als ich an die Scheiben wollte war der Platz voller Fitas  :( Was ich da aber vor hatte ist genau der Tipp vom K-H: Nah ran, Augen zu und Haltung + Schußablauf durchgehen ohne mich von einem Zielpunkt ablenken zu lassen.

Was K-H übrigens mit dem Beispiel von dem Typ meint, der augenscheinlich alles Falsch macht und trotzdem Super schießt ist:
Es gibt Menschen die haben ihren ganz eigenen Weg gefunden! Wenn man mal soweit ist gilt: Wer trifft hat Recht!

Bis dahin bin ich der Meinung, dass eine saubere Haltung, gleichmäßiges Lösen und ein fester Ankerpunkt im Gesicht,  sowie Nachhalten helfen eine gute Quote zu bekommen. Vor allem wenn alles mal eingespielt ist, sich auf den Zielpunkt als solchen konzentrieren zu können, ohne bewußt auf die Haltung achten zu müssen, da diese so eingespielt ist dass sie wie von Selbst kommt. Das Karate beruht auch darauf, dass man durch ständige Wiederholung Abläufe so in den Körper eintrainiert, dass sie automatsich funktionieren und die Muskeln, Sehnen und Nerven darauf eingestellt sind. Dadurch bekommt man den Kopf frei.

Danach stellt sich dann der ganz eigene Stil langsam ein.

Gruß,

Markus

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