Autor Thema: Hat sich das Bogenschiesen überlebt ?  (Gelesen 2521 mal)

Offline oli

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Re: Hat sich das Bogenschiesen überlebt ?
« Antwort #15 am: 24.07.17, 12:56 »
Es boomt immer noch bei uns.  Es gibt inzwischen mehr 3D Parcours im Umfeld und auch in den "Fita" Vereinen steigt die Zahl der Traditionellen Schützen immer noch .
Auch in den Verbänden bekommt das 3- D Bogenschießen langsam  Bedeutung. Der DSB währe vieleicht schon PLEITE
ohne uns Bogenschützen.... zumindest verlagert sich etwas zum Traditionellen ...denke ich ....
Bergische Bogenschützen O-)-(--
http://bergischebogenschuetzen.jimdo.com

Offline Gundog

  • Beiträge: 1.644
Re: Hat sich das Bogenschiesen überlebt ?
« Antwort #16 am: 24.07.17, 14:17 »
Es boomt immer noch bei uns.  Es gibt inzwischen mehr 3D Parcours im Umfeld und auch in den "Fita" Vereinen steigt die Zahl der Traditionellen Schützen immer noch .
Auch in den Verbänden bekommt das 3- D Bogenschießen langsam  Bedeutung. Der DSB währe vieleicht schon PLEITE
ohne uns Bogenschützen.... zumindest verlagert sich etwas zum Traditionellen ...denke ich ....

Der DSB und seine Landesableger hat ja in den letzten Jahren wegen dem Mitgliederschwund in den Knallfraktionen aggressiv seine Vereine gebeten auch die Bogenschützen mit reinzunehmen. Aus meiner Sicht ist das für viele Bogenschützen nicht immer glücklich als Sparte der Knallschützen zu existieren. Manchmal kann eine vorhandene Struktur von Vorstand bis Versammlungshäuser und vorhandene Mitglieder aber auch gut sein.

Offline Marcus

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Re: Hat sich das Bogenschiesen überlebt ?
« Antwort #17 am: 24.07.17, 18:57 »
Na dass der DSB ohne 3D Bogensport pleite wäre, wage ich doch stark zu bezweifeln. Den Mitgliederschwund kann der Verband damit vielleicht etwas eindämmen, aber sicher nicht aufhalten oder umkehren.

Zum Thema überlebt sich der Bogensport: glaube ich nicht. Was wir gerade erleben ist einfach eine Kommerzialisierung des Sports. Ob das gut oder schlecht ist, weiß ich nicht. Ich gehe davon aus, dass sich der Markt bald von alleine regulieren wird.
« Letzte Änderung: 24.07.17, 19:00 von Marcus »

Offline Juergen Becht

  • Beiträge: 354
  • me in Angelbachtal
Re: Hat sich das Bogenschiesen überlebt ?
« Antwort #18 am: 25.07.17, 08:58 »
Also, ich habe folgende Erfahrungen gemacht.

Wenn 10 Neulinge/Interessenten kommen:
- werden 3-5 recht schnell das Interesse verlieren, weil sie merken, dass das mit Aufwand (und gewissen Verpflichtungen) verbunden ist
- vom Rest verlassen dann 2-3 binnen des nächsten halben Jahres wieder den Verein
- von diesem Rest bleiben in der Regel 1-2 Dauerhaft im Verein hängen

Ich glaube nicht, dass ein Peak überschritten wurde.
Das Problem ist wohl eher, dass wir, die vor 15-20 Jahren mit dem Bogenschiessen angefangen haben, sich noch das ganze Wissen und Equipment selbst erarbeitet haben.
Damals hat man noch mit viel Kraft und Aufwand ein Turnier ausgerichtet.
Man hat sich auf die erste TB gefreut, und sich für alle Turniere des Jahres angelemdet, weil man Angst hatte, das Turnier wäre zu schnell ausgebucht.

Heute kauft man sich einen Bogen, lässt sich Online den passenden Pfeil berechnen, bucht gleich 2-3 Kurse dazu, und fertig ist der Lack.

Ich persönlich glaube nicht, das es einen Peak gab, das Bogenschiessen hat sich nur vom (Freizeit)Sport für Individualisten und Naturfreunden
zu einem perfekt ausgestatteten Breitensport entwickelt...
frei nach Harry Calahan:

Das ist ein 53lbs.  Border Griffon,
der bläst dir das Hirn aus dem Schädel ....
Fühlst du dich wohl ?

Offline Kuckingen

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  • Mit freundlichen Grüßen aus dem Salzburger Land!
Re: Hat sich das Bogenschiesen überlebt ?
« Antwort #19 am: 25.07.17, 11:55 »
Aus meiner Erfahrung, weniger als Bogenschütze wie aber in anderen Dingen, wie Tanzen.

Es gibt ein Auf und Ab, mal mehr mal weniger. 3D wächst, vl nicht so schnell wie vor ein paar Jahren aber es wächst.

Ich kam Analog zum Bogenschießen und freue mich Digital sehr viel finden zu können. Leider auch sehr viel Mist dabei. Den größeren Blödsinn habe ich von neuen Schützen älteren Semesters gehört. Aus meiner Sicht heraus.

Dass die Lernkurve am Anfang beim Bogenschießen eine  schnelle ist aber eben dann so langsam wird, dass macht es vielen schwierig zu bleiben und dann zu bleiben.

Dem klugen Schützen gleicht der höhere Mensch. Verfehlt dieser sein Ziel, so wendet er sich ab und sucht die Ursache seines Fehlschusses in sich!

Offline ravenheart

  • Beiträge: 855
Re: Hat sich das Bogenschiesen überlebt ?
« Antwort #20 am: 18.08.17, 10:12 »
Daraus sind dann die Wohnmobiler geworden, die in kleinen Gruppen zusammen sitzen und die, die gar nicht am Nachturnier-Leben teilnehmen.

 :tu: Sehr schön, (der ganze Beitrag!) so empfinde ich es auch!

Dass es vorab einen "Hype" gab, der jetzt abflacht, halte ich aber für eine Fehlinterpretation.
Der da wahrgenommene Trend vermischt sich nämlich mit dem Wachsen des Internets bzw. der Internetforen im Ganzen!

Als ich mit dem Bogenbau anfing, hatte FC keine 500 User und FA war noch in weiter Ferne.
Durch FC und vergleichbare Foren haben -wie ich- eine Menge Leute neuen Zugang zur "Szene" gefunden. Wer bislang nur auf der eigenen Wiese schoss, ging plötzlich auf Treffen und Turniere, wer sich schon immer dafür interessierte, fand plötzlich Informationen, Motivation und Gleichgesinnte. Dadurch entstand ein vermeindlicher "Peak", es war aber nur eine "Bündelung".

Dass irgendwann alle, die sich auch schon vorher interessierten dann "gebündelt" sind, und "NUR NOCH" der"Neu-Zuwachs" hinzu kommt, gleichzeitig Andere sich umorientieren oder aufgeben, so dass der ANSTIEG abgeflacht ist aber zwangsweise, wenn man die Gesamtentwicklung betrachtet.

Was sich tatsächlich verändert hat ist vom Blankbogner gut beschrieben.
Aber auch das ist zwangsweise.
Beim "Bündeln" zu Anfang war jede(r) berauscht von der Tatsache, dass es viele Gleichgesinnte gibt. Allein die Tatsache des gleichen Interesses verband. Aber wie in einer alten Ehe beginnen nach einiger Zeit die Macken und Eigenarten des Anderen zu stören. Und wer über eine geringe Toleranzschwelle verfügt, sagt dann: "Mit dem oder der möchte ich nicht mehr am Feuer sitzen" und man separiert sich.
Diese Entwicklung war in Neubrunn über die Jahre sehr gut zu beobachten!
Dabei hat auch die reine Menge an Leuten eine Mitschuld. 100 Personen kann man noch persönlich kennen. Bei 600 wird es schwierig. Und 100 passen noch an ein Lagerfeur (weil auch nicht alle gleichzeitig da sind), 600 aber nicht mehr.

Separation und Intoleranz aber schaffen dann wieder Distanzen. Die Szene zerfällt.

Was deutlich ablesbar ist, ist der Trend zum "Fast-Food" AUCH im Bogenschießen und Bogenbau. (Aben eben nicht nur dort!)
Die jüngere Generation ist es gewohnt, alles sofort im Netz abrufen zu können, und die Verbreitung der unzählichen Hobby-Angebote fördert eine "Heute hier, morgen dort" - Mentalität.
Statt der Tüftler kommen die Nachmacher, statt der Freaks die Konsumenten.

Und die "alten" Freaks sind nun mal älter geworden, und damit bequemer und evtl. auch etwas "ausgelutscht"...

Fazit:
Ja, die Szene hat sich verändert.
Das Familiäre geht verloren, die neue Generation ist oberflächlicher, der Anfangs-Boom ist zu Ende.
Das pauschale Interesse aber sehe ich noch. Und ich schätze auch, es wird bleiben, in Wellen, das ist normal, aber noch lange.

Rabe
« Letzte Änderung: 18.08.17, 10:15 von ravenheart »

Offline ragnar

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Re: Hat sich das Bogenschiesen überlebt ?
« Antwort #21 am: 20.08.17, 19:27 »
Kann ich (leider) so aus meiner Erfahrung bestätigen.

Zitat
Was deutlich ablesbar ist, ist der Trend zum "Fast-Food" AUCH im Bogenschießen und Bogenbau. (Aben eben nicht nur dort!)
Die jüngere Generation ist es gewohnt, alles sofort im Netz abrufen zu können, und die Verbreitung der unzählichen Hobby-Angebote fördert eine "Heute hier, morgen dort" - Mentalität.

Und speziell das auch in anderen Bereichen, auch auf beruflichlicher Ebene.
Viele junge Leute, die Smartphone-bedingt eine Konzentrationsspanne von max. 2 Minuten haben, wollen stets sofort Ergebnisse, und das ohne Aufwand und eigene Anstrengungen.
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand.
 Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat."
 (René Descartes)

Offline Marcus

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Re: Hat sich das Bogenschiesen überlebt ?
« Antwort #22 am: 21.08.17, 11:03 »
Na ja, das mit der Jugend ist ja so eine Sache...

„Die Jugend achtet das Alter nicht mehr, zeigt bewusst ein ungepflegtes Aussehen, sinnt auf Umsturz, zeigt keine Lernbereitschaft und ist ablehnend gegen übernommene Werte“

Hat vor 3.000 Jahren mal so ein Sumerer in eine Tontafel geritzt. Ganz so mies wird es also nicht kommen...

Offline Muetze

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Re: Hat sich das Bogenschiesen überlebt ?
« Antwort #23 am: 21.08.17, 15:14 »
Marcus, kannst du die Quelle des Zitats genauer erläutern.

Gruß Mütze
Ich bin kein böser Mensch, ich bin Bogenbauer. Mein maß an Sarkasmus entspricht exakt Deinem maß an Blödheit.

Offline bambus

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Re: Hat sich das Bogenschiesen überlebt ?
« Antwort #24 am: 21.08.17, 16:55 »
Schau mal hier, da findet sich so manch Gleichlautendes. Quellenangaben sind etwas spärlich...

Aber wenn du möchtest kannst du dich gerne auf mich berufen  :green:
“Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.”
– George Bernard Shaw

Offline benundpeppi

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Re: Hat sich das Bogenschiesen überlebt ?
« Antwort #25 am: 21.08.17, 18:22 »
@ Bambus

Sehr interessante Seite.
Liegts vielleicht daran, dass die Alten neidisch auf die Jugend sind und sie deswegen seit Jahrtausenden verunglimpfen...?

 
« Letzte Änderung: 21.08.17, 19:36 von benundpeppi »
Mind Factor "Wuidara" 34lb 60"
Border "Khan" 40lb 62" xp 30 eibe/eibe shedua
Martin "Dreamcatcher" 29lb 60"

Offline bambus

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Re: Hat sich das Bogenschiesen überlebt ?
« Antwort #26 am: 21.08.17, 22:16 »
Nun, eher wohl daran das es seit Jahrtausenden Alte und Junge gibt - die einen sind schon erfahren und die anderen werden es erst noch ...  :evil:
“Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.”
– George Bernard Shaw

Offline ravenheart

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Re: Hat sich das Bogenschiesen überlebt ?
« Antwort #27 am: 22.08.17, 14:56 »
Lustig ist ja, dass die, die heute noch über "Alte" lästern, sich WUNDERN werden, wie schnell sie selber dazu gehören...

Fakt ist, dass die meisten älteren Menschen Veränderungen nicht mehr so offen gegenüber stehen. Neues Lernen fällt schwerer, gleichzeitig nimmt die Selbstsicherheit ab, und altgewohntes beherrschte man, das gab Sicherheit.
Und das gilt auch für Dinge wie Sprechweise, Umgangsformen, Sitten und Gebräuche.

In den 70er Jahren liefen plötzlich alle Jugendlichen in Jeans, Bundeswehparkern und mit meterlangen Schals (oder Palästinensertüchern) herum...
https://res.cloudinary.com/stylight/image/upload/e_trim/t_web_product_268x357/q_auto,f_auto/rkoabq6a4a3pxztxvu6v.jpg
Sie wollten damit ein Zeichen setzen gegen die "Uniformität" der Kleidungsgewohnheiten ihrer Vätergeneration (Hemd, Sakko, Mantel...) Also setzten Sie ein Zeichen gegen Uniformität. Alle im gleichen Outfit.... Das war SEHR lustig...  :D

Neidisch ist nur, wer keinen Weitblickwinkel hat. Die Jugend der heutigen Jugend dauert keinen Tag länger als die der älteren Generationen. Jeder Ältere war auch mal jung, und nur wer die zeit sinnlos im Suff oder verkifft o.ä. verpennt hat, hätte Grund, neidisch zu sein, wer sie hinreichend genossen hat, hatte seinen Teil bereits und daher keinen Grund für Neid.

Aber auch umgekehrt: Alte, die verärgert sind über die Ungeduld, Rastlosigkeit, Selbstüberschätzung etc. der Jugend sind nur zu BLÖD sich zu erinnern, dass sie selber in dem Alter genau so waren.

Nur in EINEM gibt es Unterschiede:
Wer älter ist, hat mehr Erfahrung und geübtere Lebenstaktiken. Das ist Fakt. Und ein NETTER Alter gibt diese Infos an Junge weiter. DA aber scheidet sich dann die Spreu vom Weizen:
KLUGE Jugendliche hören zu und versuchen, daraus für sich nützliche Teile zu lernen.
DUMME machen die Ohren zu und erklären alles für "alt und darum schlecht".

Und das gilt umgekehrt natürlich genau so:
KLUGE Alte schauen sich das Neue an und versuchen es zu verstehen bzw. es anzunehmen.
DUMME machen die Ohren zu und erklären alles für "neu und darum schlecht".


Es gibt nun mal ZWEI Arten von Narren:
Die einen sagen: Das ist alt, und DARUM gut.
Die anderen sagen: Das ist neu und DARUM besser.

Rabe


« Letzte Änderung: 22.08.17, 14:59 von ravenheart »

Offline Blankbogner

  • Beiträge: 588
  • Ich schieß keine Bögen...ich schieß grad...
Re: Hat sich das Bogenschiesen überlebt ?
« Antwort #28 am: 22.08.17, 15:17 »
hört...hört..... :D :tu:
Servusla, bis bald....Guidl



http://stringwistler.blogspot.de

Offline Goldhunter

  • Beiträge: 6
Re: Hat sich das Bogenschiesen überlebt ?
« Antwort #29 am: 22.08.17, 20:28 »
Also bei uns im Verein haben wir immer eine ewig lange Liste an interessierten. Da die Anfänger erst einmal eine Einweisung brauchen, machen wir ungefähr jedes halbe Jahr so Kurse a 4 mal 90 Minuten. Da sind dann 4-5 Leute und handeln dann pro Halbjahr etwa 20-25 Leute ab. Dann müssen diejenigen die weiter machen wollen nun mal in den Verein. Da bleiben immer wieder welche länger hängen und viele lassen es gleich bleiben. Denke mal so der Hype ist jetzt zwar vorbei aber es kommen immer noch genug neue nach.

 

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